Temperaturfühler und ihre Funktion in der Heizungsanlage

 

Die richtige Temperatur ist bei einer Heizungsanlage unerlässlich und ständiges Thema. Ganz gleich ob es sich um die Außentemperatur, die Vorlauftemperatur oder die am Thermostat eingestellte Raumtemperatur handelt: Wenn es um Wärme und Heizleistung geht, geht es letztendlich um die richtige Temperatur. Um diese zu ermitteln, sind Temperaturfühler allgegenwärtig und ein zentrales Element einer jeden Heizungsanlage. Erfahren Sie hier, welche Arten von Temperaturfühlern es gibt, welche raffinierten Mechaniken sich diese zunutze machen und wo sie in der Heizung verbaut sind.

 

Außentemperaturfühler

Moderne Heizungsanlagen sind in der Regel mit einer witterungsgeführten Heizungsregelung ausgestattet. Hier wird mit Hilfe eines Außentemperaturfühlers die Vorlauftemperatur geregelt. Dieser Außentemperaturfühler besteht aus einem temperaturabhängigen elektronischen Bauteil, dessen Widerstand ständig gemessen wird und der sich beim Steigen oder Sinken der Außentemperatur anpasst. Die Veränderung der Außentemperatur kann damit an die Heizungsanlage übermittelt werden, die wiederum die Vorlauftemperatur anpasst.

 

Wo ist der Außentemperaturfühler anzubringen?

Beim Anbringungsort des Außentemperaturfühlers sollte man verschiedene Faktoren beachten, wie beispielsweise:

 
  • die Position am Haus

Als geeigneter Befestigungsort für den Temperaturfühler dient die Außenwand des Gebäudes. Wählen Sie dabei einen Platz im Schatten des Hauses, der nicht zu zugig ist. Der vorteilhafteste Platz für den Außenfühler ist die kälteste Seite eines Gebäudes, in der Regel also die nach Norden (auch Nordost oder Nordwest) weisende Fassade.

 

  • der Einfluss von Wind und Sonne

Wichtig ist, dass die Sonne nicht direkt auf den Außentemperaturfühler strahlt um so keinen verfälschenden Einfluss auszuüben. Hier helfen in der Praxis Schutzhauben, Verschattungsplatten oder auch Abstandshalter, um eine direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

 

  • die Nähe zum Boden

Bezüglich der Montagehöhe befestigt man den Außentemperaturfühler in der Regel bei ein bis drei Geschossen auf 50 bis 65 Prozent der Gebäudehöhe, bei höheren Bauten zwischen dem zweiten und dritten Geschoss.

 

Temperaturfühler im Heizungsthermostat

Temperaturfühler messen beispielsweise auch beim Thermostat am Heizkörper die Temperatur. Wenn Sie das Thermostat auf eine bestimmte Stufe von 1-5 stellen, ist damit auch eine bestimmte Temperatur verbunden. Bei Einstellung 3 sind es beispielsweise rund 20 Grad Celsius. Jede Erhöhung beziehungsweise Reduktion um eine Position, entspricht einer Temperaturveränderung von 3 bis 4 Grad Celsius.


Die Temperaturfühler sind dabei zum Teil nicht einmal auf eine externe Energiezufuhr angewiesen und arbeiten analog. Sie nutzen auf die Temperatur reagierende Materialien. Das macht sie besonders zuverlässig und praktisch. Andere Temperaturfühler wiederum machen sich die elektrischen Widerstände von Leitern zunutze.

 

Die Eigenheiten der verschiedenen Temperaturfühler

Der für den Endverbraucher alltäglichste Temperaturfühler befindet sich im Heizkörperthermostat. Zwar sehen Sie diesen nicht, da er im Thermostatkopf verbaut ist, allerdings ist seine zuverlässige Arbeitsweise unerlässlich für Ihren Wohnkomfort. Im unteren Teil des Thermostats ist ein Ventilstift integriert. Dieser Stift wird durch das Drehen des Bauteils bewegt und lässt so mehr oder weniger Heizwasser hindurchfließen, wodurch die Temperatur geregelt wird. Bei einem Thermostat mit fünf Stufen, steht jede Stufe für eine relativ genaue Temperatur. Bei einem digitalen Thermostat gelingt die Temperaturregelung noch präziser. Mehr zum Thema Heizungsventil


Beiden Modellen gemein ist allerdings, dass sie einen Mechanismus benötigen, der das Ventil wieder schließt, wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist. Dafür ist im Thermostatkopf ein Gas oder eine Flüssigkeit platziert. Das Gas oder die Flüssigkeit reagiert auf Temperaturveränderungen. Das hat eine Ausdehnung oder ein Zusammenziehen des Materials zur Folge. Damit wird das Ventil bewegt und so bei erreichter Temperatur die Warmwasserzufuhr gestoppt. Bei einem digitalen Thermostat ist es häufig der Fall, dass ein Elektromotor die Steuerung des Ventils übernimmt.


Auch Bimetallfühler nutzen in der Form veränderbare Materialien. Es werden dabei zwei Metallstreifen miteinander verbunden. Diese weisen unterschiedliche Wärmekoeffizienten auf. Wird nun Wärme zugeführt, dehnen sich die beiden Streifen unterschiedlich schnell aus, wodurch sie sich verbiegen. Werden die Temperaturen kälter, finden sich die Streifen wieder in ihrer ursprünglichen Form wieder. Auch auf diese Art kann eine Wärmezufuhr geregelt werden.
Andere Temperaturfühler setzen auf elektrischen Widerstand. Die Heißleiter, wegen ihres negativen Temperatur-Koeffizienten auch NTC-Fühler genannt, erhöhen ihre Leitfähigkeit, sobald die Temperatur steigt. In der Folge nimmt der elektrische Widerstand ab, was gemessen und auf die Temperatur zurückgeführt werden kann.


Bei den Kaltleitern, aufgrund ihres positiven Temperatur-Koeffizienten auch PTC-Fühler genannt, verhält es sich anders. Hier steigt der Widerstand mit den erhöhten Temperaturen. Auch das kann für die Temperaturmessung genutzt werden. NTC- und PTC-Fühler werden für die Messung der Vorlauf- und Rücklauftemperaturen sowie für die Außentemperatur verwendet.


Die Temperaturfühler nutzen also verschiedene physikalische Prinzipien, um die Temperatur genau zu messen oder die Wärmezufuhr beim Erreichen einer bestimmten Temperatur zu regulieren. Auch wenn man die meisten Temperaturfühler nicht sieht oder kaum um ihre Existenz weiß, ist eine effiziente Heizungsanlage ohne sie kaum denkbar. Auch deshalb ist ihr einwandfreies Funktionieren beinahe genauso wichtig wie ein intakter Heizkessel. Bei einer Wartung sollten diese Bauteile der Heizungsanlage stets überprüft werden. Falsche Temperaturangaben sorgen entweder dafür, dass Ihr Wohnkomfort leidet, weil die Heizungsanlage nicht die gewünschte Temperatur erreicht, oder es wird Energie verschwendet, weil zu viel Wärme produziert wird.

 

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