Eine in die Jahre gekommene Ölheizung wandelt nicht einmal zwei Drittel der im Heizöl enthaltenen Energie in nutzbare Wärme um. Mindestens ein Drittel verpufft ungenutzt. Wer seine alte Ölheizung erneuern und durch eine moderne Ölheizung mit Brennwerttechnik ersetzen möchte, kann bereits durch einen einfachen Kesseltausch bis zu 30 Prozent an Heizenergie einsparen. Noch größer ist das Einsparpotenzial, wenn die neue Ölheizung gleich mit einer Solarthermieanlage kombiniert wird. Für Letztere gibt es dann sogar hohe Zuschüsse vom Staat.

 

Alte Ölkessel laufen meist im Volllastbetrieb, während das Haus eigentlich weniger Wärme bräuchte. Sie lassen viel Energie mit dem Abgas entweichen und verfügen meist über eine ungenügende Dämmung. Alles zusammen führt dazu, dass Konstant- und Niedertemperaturkessel deutlich mehr Energie verbrauchen als eigentlich nötig. Auch wenn die Anlagen gut gepflegt und gewartet sind, wird es schlicht zu kostspielig, diese länger zu betreiben. Durch eine moderne Ölheizung mit Brennwerttechnik lässt sich die Effizienz des Heizsystems deutlich steigern. Die Technik zeichnet sich durch geringe Wärmeverluste aus. Sie passt sich modulierend an die jeweilige Heizsituation an selbst dem Abgas noch wertvolle Wärmeenergie. Die Folge sind sinkende Heizkosten und geringere Umweltauswirkungen. Sie passt sich modulierend an die jeweilige Heizsituation an und entzieht selbst dem Abgas noch wertvolle Wärmeenergie. Die Folge sind sinkende Heizkosten und geringere Umweltauswirkungen. Das Erneuern einer alten Ölheizung, die noch nicht mit Brennwerttechnik arbeitet, lohnt sich daher in den meisten Fällen.

 

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Die richtige Entscheidung für die Zukunft

Mit der Erneuerung der Ölheizung legen sich Hausbesitzer für die kommenden 15 Jahre fest. Bevor sie eine Entscheidung treffen, sollten sie daher auch Alternativen in Betracht ziehen. Neben einem Wechsel zur Gasheizung kommen dabei Wärmepumpen oder Holzheizkessel infrage. Die Systeme arbeiten energiesparend und meist sauberer als Ölheizungen. Ein Grund, aus dem der Staat den Einbau neuer Ölheizungen ab 2026 verbieten will. Die Regelung soll neue und alte Gebäude betreffen. Greifen soll sie jedoch nur, wenn die Versorgung mit Erdgas, Fern- oder Umweltwärme wirtschaftlich möglich ist.

Weiterhin erlaubt ist voraussichtlich der Einbau von Hybridheizungen. Dabei handelt es sich um die Kombination von Ölbrennwertkesseln mit Solarthermieanlagen, Wärmepumpen oder Holzheizanlagen. Die Erneuerbare-Energien-Anlagen sorgen weite Teile des Jahres allein für warme Räume und warmes Wasser. Nur wenn es sehr kalt ist, muss die Ölheizung dann noch anspringen. Sie verbraucht weniger, schont die Umwelt und den Geldbeutel. Ein weiterer Vorteil: Für die Erweiterung bestehender oder neuer Ölheizungen gibt es bereits heute hohe Fördermittel.

Wechseloptionen für die Ölheizung

Kosten für die neue Ölheizung

Eine Ölheizung mit Brennwerttechnik ist vergleichsweise günstig in der Anschaffung. So fallen in einem Einfamilienhaus mit etwa 120 Quadratmetern zu beheizender Wohnfläche Gerätekosten von etwa 5.000 bis 6.500 Euro an. Diese Anschaffungskosten lassen sich schnell durch die eingesparten Heizkosten amortisieren. Das Erneuern einer alten Ölheizung rechnet sich deshalb in fast jeder individuellen Ausgangslage und steigert gleichzeitig den Wert der eigenen Immobilie.

Ein Vergleich der Kosten für die Anschaffung, der Kosten für den Brennstoff sowie der möglichen Einsparung an Energie zeigt: Meist ist das Modernisieren durch eine neue Ölheizung mit Brennwerttechnik günstiger als der Wechsel auf ein anderes Heizsystem. Denn das Erneuern der alten Ölheizung bietet ein attraktives Kosten-Nutzen-Verhältnis. So kann eine neue Ölheizung mit Brennwerttechnik und Solaranlage (Kosten gesamt ab 13.000 Euro) den  Energieverbrauch um bis zu 37 Prozent senken. Welche andere Modernisierungsmaßnahme ist dazu in der Lage? Eine Dach- oder Fassadendämmung ist jeweils mit  Kosten von mehr als 20.000 Euro zu veranschlagen. Die Maßnahmen sparen jedoch nur 14 bis 18 Prozent an Energie ein.

Weitere Informationen zu Kosten einer Ölheizung finden Sie hier.

 

Amortisation der neuen Ölheizung

In Zeiten besonders niedriger Zinsen lohnt sich die Investition in eine neue Ölheizung. Denn diese schont den Geldbeutel und die Umwelt. Wie lange es dauert, bis sich die Kosten für das Erneuern der Ölheizung amortisiert haben, kann ein Fachhandwerker im Rahmen einer individuellen Beratung und Planung klären.

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Kosten für den Energieträger Heizöl

Einen Grund zum Erneuern der Ölheizung liefern auch die Heizölpreise. Denn diese unterliegen immer wieder starken Schwankungen. Sie sind nur schwer vorherzusehen, könnten langfristig gesehen aber stärker ansteigen. Denn die Heizölreserven auf der Erde sind begrenzt und gehen früher oder später zur Neige.

Aktuell ist davon allerdings nichts zu spüren. Denn durch die Corona-Krise und den globalen Konjunktureinbruch sind die Preise so niedrig wie lange nicht mehr. Zahlten Hausbesitzer Ende 2018 noch über 85 Euro für 100 Liter Heizöl, liegt der Preis Ende Juli 2020 bei nur 42,09 Euro pro 100 Liter (Abnahmemenge von ca. 3.000 Litern). Experten rechnen damit, dass sich daran auch in der näheren Zukunft erst einmal nichts ändert.

Teurer wird es allerdings ab 2021. Denn dann tritt die CO2-Steuer für den Verbrauch fossiler Brennstoffe in Kraft. Die Abgabe richtet sich nach den CO2-Emissionen der Heizung und könnte bis 2025 über 270 Euro im Jahr ausmachen. Wer seine Ölheizung erneuern lässt und weniger verbraucht, kann dabei bares Geld sparen.

Mehr zur Preisentwicklung von Heizöl

 

Ölheizung erneuern mit Solarthermie

Energie gewinnen ist noch besser als Energie sparen. Beim Erneuern der alten Ölheizung bietet sich daher die Gelegenheit, einen Teil des Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien abzudecken. Möglich ist das zum Beispiel durch die Kombination der neuen Ölheizung mit einer Solarthermieanlage. So lässt sich der Warmwasserwärmebedarf im Sommer ausschließlich über die Solaranlage abdecken. Die Heizung bleibt dann komplett ausgeschaltet und spart viel Energie. Übers Jahr gerechnet kann die Solarthermie etwa 60 Prozent des Warmwasserwärmebedarfs einer Familie  abdecken. Und das nahezu ohne Verbrauchskosten und klimaschädliche Emissionen.

Solaranlagen mit größerer Fläche können zusätzlich auch zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden. Weitere Ersparnis bringt der Einbau eines Holz-Kaminofens. Hiermit kann im Frühjahr oder Herbst zugeheizt werden. Ein großer Pufferspeicher sorgt dafür, dass das warme Wasser bedarfsgerecht zur Verfügung steht. Er bevorratet die von der Solaranlage, dem Holzkaminofen oder der Ölheizung erzeugte Wärme. Der Öl-Brennwertkessel schaltet sich dabei erst dann zu, wenn die Solaranlage oder der Holzkaminofen nicht mehr ausreichend Energie liefern.

 

Ölheizung erneuern – darauf sollten Sie achten

Wer beim Erneuern seiner Ölheizung Geld und Zeit sparen möchte, kann meist den alten Tank fürs Öl, die Rohrleitungen und die Heizkörper weiter nutzen. Es lohnt sich aber bei einer Heizungserneuerung einen Blick auf die alten Heizkörper zu werfen. Mit Niedertemperaturheizkörpern oder einer Fußbodenheizung lassen sich die Systemtemperaturen senken und zusätzliche Effizienzgewinne erzielen. Die moderne Brennwerttechnik erfordert bei Öl oder Gas jedoch oft eine Sanierung des alten Schornsteins. Hierzu wird ein feuchtigkeits- und säureresistentes Abgasrohr mit geringem Querschnitt in den bestehenden Kamin eingezogen.

Wichtig ist ein hydraulischer Abgleich der neuen Ölheizung. Denn durch das Optimieren des Gesamtsystems kommt an jedem Heizkörper die richtige Wärmemenge an. Außerdem arbeiten damit auch die Heizungspumpen bedarfsoptimiert und sparsamer.

Ein Heizungs-Fachbetrieb berät zu allen Fragen rund um das Thema Erneuern der alten Ölheizung. Der Heizungsprofi analysiert, wie die neue Ölheizung in ihrer Leistung ausgelegt werden muss und prüft, welche Bestandteile der alten Ölheizung weiter betrieben werden können.

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Eine neue Ölheizung bringt viele Vorteile

Möchten Hausbesitzer ihre Ölheizung erneuern, können sie zweifelsfrei bares Geld sparen. Denn die neue Technik nutzt die Energie im Heizöl besser aus und verbraucht weniger. Sie arbeitet aber auch zuverlässiger. So fällt eine neue Heizung in der Regel seltener aus. Sollte es doch einmal zu einer Störung kommen, lässt sie sich meist schnell reparieren. Durch die knappere Ersatzteillage ist das bei 20 bis 30 Jahre alten Geräten heute nicht immer möglich.

Ein weiterer Vorteil: Wer die Ölheizung erneuert, kann sich auch für eine digitale Heizung entscheiden. Diese lässt sich über Smartphone, Tablet oder PC von jedem Ort der Welt bedienen. Und das so einfach, dass Hausbesitzer die Kessel ohne Weiteres optimal an ihre Bedürfnisse anpassen können. Das steigert den Komfort und hilft, noch mehr Energie einzusparen.

 

Fördermittel für Heizungsoptimierung und Heizungstausch

Mit dem Jahreswechsel von 2019 auf 2020 wurde die Förderung der Ölheizung in Deutschland eingestellt. So gibt es die hohen KfW-Zuschüsse und die günstigen KfW-Darlehen für den Einbau einer Ölbrennwertheizung inzwischen nicht mehr.

Wer die alte Heizung optimieren lässt, profitiert jedoch von attraktiven Fördermitteln über KfW, BAFA und den neuen Steuerbonus für die Sanierung. Darüber hinaus können Besitzer selbst genutzter Gebäude die Handwerkerkosten für den Austausch der alten Ölheizung steuerlich geltend machen. Allerdings darf nicht beides gleichzeitig genutzt werden.

Durch die BAFA-Austauschprämie in Höhe von 40 bis 45 Prozent lohnt es sich allerdings auch, den Wechsel des Energieträgers in Betracht zu ziehen. Infrage kommen Gas-Hybridheizungen, Biomasse- und Wärmepumpenanlagen. Einen Überblick über aktuelle Fördermöglichkeiten geben wir im Beitrag zur Förderung der Ölheizung ab 2020.

 

Sparpotential ermitteln Mithilfe unserer Fördermittelauskunft finden Sie weitere Fördermöglichkeiten für Ihr Zuhause:

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Förderung für Solarthermie und Umweltheizungen

Über das BAFA-Programm zum „Heizen mit erneuerbaren Energien“ erhalten Hausbesitzer attraktive Fördermittel, wenn sie Solarthermieanlagen, wasserführende Pelletkaminöfen, Holzheizkessel oder Wärmepumpen nachrüsten. Während es für solarthermische Anlagen Zuschüsse von bis zu 30 Prozent gibt, beteiligt sich der Staat bei wasserführenden Pelletöfen sogar an 35 Prozent der Kosten. Das Gleiche gilt für Wärmepumpen oder Holzheizkessel, die eine neue oder bestehende Ölheizung ergänzen.

Die wichtigsten Voraussetzungen:

  • Die bestehende Heizung muss mindestens zwei Jahre alt sein
  • Die alte Ölheizung darf nicht von der Austauschpflicht der EnEV betroffen sein.

 

Die Förderung für die Erweiterung einer Ölheizung mit einer Solarthermieanlage ist vor Auftragsvergabe über die Website des BAFA zu beantragen.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Buderus

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