Attraktive Förderung für die Heizungsoptimierung

Förderung Heizungsoptimierung

Hohe Zuschüsse oder steuerliche Vergünstigungen sichern

Wer Geld sparen und das Klima schonen möchte, muss nicht immer die komplette Heizung austauschen. Ist der Kessel noch intakt, bringt auch eine Optimierung der Anlage viel. Dank staatlicher Förderung für die Heizungsoptimierung sind die Kosten niedrig und zahlreiche Maßnahmen rechnen sich schon nach wenigen Jahren. Wir zeigen, welche Programme die Heizungsoptimierung fördern, informieren über aktuelle Konditionen und erklären, wie Sanierer die Mittel richtig beantragen.

 

Verschiedene Förderprogramme stehen zur Wahl

Etwa drei Viertel der Heizungen in Deutschland arbeiten nicht effizient. Viele Hausbesitzer unterschätzen das enorme Einsparpotenzial oder haben Angst vor hohen Kosten. Dabei kann schon mit wenig Geld im Heizungskeller viel erreicht werden: Beispielsweise durch den Tausch der alten Heizungspumpe gegen eine Hocheffizienzpumpe, den hydraulischen Abgleich der Heizung oder durch den Einbau voreinstellbarer Thermostatventile.

Wer sich für eine dieser Maßnahmen entscheidet, spart nicht nur durch die sinkenden Energiekosten, sondern auch durch die attraktive Förderung der Heizungsoptimierung. Und diese gibt es über verschiedene Programme, wie die folgende Tabelle zeigt.

Förderung der Heizungsoptimierung Konditionen

Voraussetzungen

BEG-EM Zuschuss 20 Prozent Zuschuss (maximal 60.000 Euro förderbare Kosten pro Wohneinheit)

+ 5 Prozent extra mit individuellem Sanierungsfahrplan

  • hydraulischer Abgleich oder Heizungscheck nach DIN 15378 Pflicht
  • Bauantrag oder Bauanzeige mindestens fünf Jahre alt
  • Heizungsanlage ist mind. zwei Jahre alt
BEG-EM Darlehen

(ab 01.07.2021)

Darlehen mit 20 Prozent Tilgungszuschuss (maximal 60.000 Euro förderbare Kosten pro Wohneinheit)

+ 5 Prozent extra mit individuellem Sanierungsfahrplan

KfW-Programm 152

(bis 30.06.2021)

50.000 Euro Kredit + 20 Prozent Tilgungszuschuss
(maximal 50.000 Euro förderbare Kosten pro Wohneinheit)
  • hydraulischer Abgleich ist Pflicht
  • Bauantrag oder Bauanzeige vor Februar 2002
  • Heizungsanlage ist mind. zwei Jahre alt
Steuerbonus für die Sanierung Steuerbonus in Höhe von 20 Prozent für drei Jahre; maximal 40.000 Euro
  • hydraulischer Abgleich ist Pflicht
  • Gebäude ist mindesten 10 Jahre alt
  • Heizungsanlage ist mind. zwei Jahre alt
  • Gebäude ist selbst bewohnt
Steuerbonus für Handwerkerkosten Steuerbonus in Höhe von 20 Prozent der Handwerkerkosten; maximal 1.200 Euro pro Jahr
  • eigenes Gebäude ist selbst bewohnt

 

Wichtig zu wissen: Die Darlehensvariante der Bundesförderung für effiziente Gebäude ist erst ab Juli 2021 verfügbar. Bis dahin steht Sanierern mit dem KfW-Programm 152 eine Alternative zur Förderung der Heizungsoptimierung bereit. Während diese genau wie die Bundesförderung für effiziente Gebäude vor dem Beginn der Arbeiten mit einem Energieberater zu beantragen ist, gibt es den Steuerbonus für die Sanierung nachträglich ohne einen Energieexperten. Interessant sind die steuerlichen Vergünstigungen daher für alle, die den Antragszeitpunkt der BEG-Förderung bereits verpasst haben.

 

Wofür gibt es die Förderung der Heizungsoptimierung?

Finanzielle Unterstützung gibt es für Maßnahmen, mit denen sich die Energieeffizienz der gesamten Heizungsanlagen steigern lässt. Dazu gehören beispielsweise:

  • Heizungsoptimierung durch einen hydraulischen Abgleich:

Bei einem hydraulischen Abgleich stellen Experten die Heizung so ein, dass sie Wärme bedarfsgerecht im Haus verteilt. Die Anlage arbeitet dadurch effizienter und auch sparsamer. Bei vielen Programmen zur Förderung der Heizungsoptimierung ist der hydraulische Abgleich Pflicht. Einzige Ausnahme ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude. Hier können Sanierer alternativ auch einen detaillierten Heizungscheck nach DIN 15378 beauftragen, um Fördergelder zu erhalten.

  • Austausch veralteter Heizungspumpen:

Genau wie alte Zirkulationspumpen verbrauchen auch alte Umwälzpumpen ständig zu viel Energie. Denn sie laufen ungeregelt immer mit der gleichen Drehzahl. Moderne Geräte passen ihre Leistung an den aktuellen Wärmebedarf an und sparen Strom. Ein Grund, aus dem der Staat den Austausch fördert. Mehr Informationen erhalten Sie in unserem Artikel „Ratgeber: Heizungspumpe tauschen“.

  • Energiesparende Technologien in Kombination mit einem hydraulischen Abgleich, unter anderem:

Einbau voreinstellbarer Thermostatventile, Einzelraumtemperaturregler, Pufferspeicher, Strangventile, intelligente Regelungen, optimale Einstellung des Heizkessels, Einbau von Flächenheizsystemen, Austausch von Heizkörpern, Umbau von Einrohr- zu Zweirohrsystemen, Dämmung der Rohrleitungen, Umstellung von dezentraler auf zentrale Trinkwassererwärmung.

 

Warum lohnt sich die Förderung zur Heizungsoptimierung?

Wer sich eine neue Pumpe einbauen lässt, kann mit Kosten von etwa 350 Euro rechnen. Mit der neuen Förderung zur Heizungsoptimierung werden mindestens 70 Euro als Zuschuss rückerstattet, die Investitionskosten betragen also nur noch 280 Euro. Die Stromersparnis mit der neuen Hocheffizienzpumpe liegt bei mindestens 100 Euro im Jahr. Das heißt, die Investition amortisiert sich in weniger als drei Jahren. Durch neue Hocheffizienzpumpen in Kombination mit einem hydraulischen Abgleich und neuen Thermostatventilen lässt sich der Heizenergiebedarf insgesamt um bis zu 20 Prozent senken.

 

Wie erhält man die neue Förderung?

Für eine Förderung sind lediglich drei Schritte notwendig:

1. Hausbesitzer beantragen die BEG-Förderung für die Heizungsoptimierung vor der Vergabe von Liefer- oder Leistungsverträgen über die Webseite des BAFA (BEG-Zuschuss) oder die eigene Hausbank (BEG- oder KfW-Darlehen). Für Fördermittel der KfW ist dabei die Bestätigung zum Antrag (BzA) eines Energieberaters erforderlich.

2. Nach der Antragstellung können Sanierer auf eigenes Risiko mit der Maßnahme beginnen und Fachhandwerker beauftragen. Eine Aussage darüber, ob sie die Fördermittel tatsächlich erhalten, gibt erst der Bewilligungsbescheid.

3. Nach Abschluss der Maßnahmen reichen Sanierer einen entsprechenden Verwendungsnachweis mit allen Unterlagen beim Fördergeber ein. Wer Mittel aus dem KfW-Programm 152 beantragt hat, lässt sich vom Energieberater eine Bestätigung nach Durchführung (BnD) ausstellen und reicht diese beim Fördergeber ein.

Etwas einfacher ist der Ablauf beim Steuerbonus für die Sanierung. Wer diesen in Anspruch nehmen möchte, lässt sich von seinem Handwerker eine Fachunternehmererklärung (offizielle Vorlage) unterzeichnen. Anschließend können Sanierer die entsprechenden Kosten in der Steuererklärung angeben.

 

Was ist das Ziel der neuen BAFA Förderung?

Das Bundeswirtschaftsministerium will mit der Förderung zur Heizungsoptimierung die Wende im Heizungskeller weiter beschleunigen. Hausbesitzer sollen Heizungspumpen austauschen, Wärmeerzeuger optimal einstellen und so viel Energie einsparen. Das übergeordnete Ziel ist es, den CO2-Ausstoß im Gebäudebereich drastisch zu senken, um die im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele zu erreichen.

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Quelle: Bosch Thermotechnik
Foto: M. Schuppich – Fotolia.com