Eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom. Während der Staat vor einigen Jahren noch hohe Einspeisevergütungen gezahlt hat, gibt es heute immer weniger Geld für PV-Strom. Da stellt sich die Frage: Lohnt sich Photovoltaik 2021 eigentlich noch? Wir erklären, wie Sie den selbst erzeugten Strom lukrativ im eigenen Haus einsetzen. Darüber hinaus geben wir die wichtigsten Infos zur Planung. Wir zeigen, was Photovoltaik kostet und wo Hausbesitzer eine attraktive Förderung bekommen.

 

Inhaltsübersicht:
1. Photovoltaik-Strom: Selbst verbrauchen oder einspeisen?
2. Stromerträge und die richtige Anlagenplanung
3. Mit hohem Eigenverbrauch lohnt sich Photovoltaik
4. Dimensionierung und Eigenverbrauch am Beispiel
5. Stromspeicher sorgen für einen höheren Eigenverbrauchsanteil
6. Preise für selbst erzeugten Strom
7. Eine Photovoltaik-Anlage kaufen: Anschaffungs-Preise im Überblick
8. Staatliche und regionale Förderung für Photovoltaik-Anlagen
9. Lohnt sich Photovoltaik 2021? Fazit, Entwicklung und Ausblick

 

Photovoltaik-Strom: Selbst verbrauchen oder einspeisen?

Kaum eine Technologie rund um das eigene Haus hat sich in den letzten Jahren so stark gewandelt wie die Photovoltaik. Denn früher speisten die Anlagen fast den gesamten Ertrag in das öffentliche Stromnetz ein. Durch eine hohe Einspeisevergütung, vom Staat als Förderung für die Photovoltaik angeboten, rechnete sich das vor allem als Geldanlage.

Heute sind die Vergütungssätze drastisch gesunken und viele Hausbesitzer sind nicht sicher, ob sie noch eine Photovoltaikanlage installieren sollen. Die Antwort ist immer noch „Ja“. Denn mit den Vergütungssätzen fielen auch die Photovoltaik-Preise, während die Haushaltsstrompreise stetig stiegen. Der selbst erzeugte Strom ist günstiger und so lohnt sich Photovoltaik vor allem für den Solarstromverbrauch im eigenen Haushalt. Die wichtigsten Gründe dafür sind:

  • Weniger Strom von öffentlichen Versorgern nötig
  • Unabhängigkeit von schwankenden Strompreisen
  • Sinkende Stromrechnung und finanzielle Freiheiten
  • Umweltfreundlicher Strom vom eigenen Hausdach

 

 

Einnahmen aus Photovoltaik: Einspeisevergütung und Eigenverbrauch

Die Einspeisevergütung sinkt 2021 weiter

Inbetriebnahme Bis 10 kWp Bis 40 kWp Bis 100 kWp
01. Januar 2021 8,16 7,93 6,22
01. Februar 2021 8,04 7,81 6,13
01. März 2021 7,92 7,70 6,04
01. April 2021 7,81 7,59 5,95
01. Mai 2021 7,69 7,47 5,86
01. Juni 2021 7,58 7,36 5,77
01. Juli 2021 7,47 7,25 5,86

Einspeisevergütung für Anlagen auf Wohngebäuden, Lärmschutzwänden und Gebäuden. Angaben zur Einspeisevergütung in Cent pro Kilowattstunde.
 

Eigenverbrauch wird 2021 noch lukrativer

Während die Einspeisevergütung konstant gesunken ist, ist der Haushaltsstrompreis beständig gestiegen. Demgegenüber sind die Gestehungskosten weiter gesunken. Die Gestehungskosten geben an, wie teuer es ist, eine Kilowattstunde Solarstrom zu erzeugen. Diese Kosten liegen bei Kleinanlagen bis 10 kWp bei 10-12 Cent/kWh, während der Haushaltsstrompreis im Jahr 2020 31,37 ct/kWh betrug. Quelle: BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

Sparpotential ermitteln Mit einer Kilowattstunde selbst genutztem Solarstrom spart man die Differenz zwischen Stromgestehungskosten und Haushaltsstrompreis. Hier beträgt die Differenz bei Gestehungskosten von 11 Cent/kWh also 31,37 – 11 = 20,37 Cent/kWh. Für eine eingespeiste Kilowattstunde erhält man 8,56 Cent/kWh. Photovoltaik lohnt sich vor allem dann, wenn der Eigenverbrauch möglichst hoch ausfällt.

 

Dazu gab es mit dem neuen EEG 2021 eine positive Entwicklung für Besitzer einer Photovoltaikanlage: ab 2021 muss die EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch erst ab einer Anlagenleistung von 30 kWp bezahlen. Das macht den Eigenverbrauch von Solarstrom noch lukrativer.

 

Stromerträge und die richtige Anlagenplanung

Wie viel Strom eine Photovoltaikanlage liefert, hängt von vielen Faktoren ab. Neben der Globalstrahlung, die von Nord- nach Süddeutschland zunimmt, ist auch der Jahresverlauf zu beachten. Die Hochschule Trier hat diesen im Detail untersuchtDie Wissenschaftler konnten dazu die Ertrags-Daten von mehr als 23.000 Photovoltaik-Anlagen (bis 30 kWp) analysieren und auswerten. Das Ergebnis:

  • im Winterhalbjahr gewinnt Photovoltaik rund 25 Prozent des Jahresertrags
  • im Sommerhalbjahr gewinnt Photovoltaik rund 75 Prozent des Jahresertrags

Interessant ist auch ein Vergleich der Tageswerte, die zwischen 0,5 Kilowattstunden pro Kilowattpeak im Winter und bis zu 6,5 Kilowattstunden pro Kilowattpeak im Sommer schwanken. Die folgende Tabelle zeigt die Durchschnittswerte der Studie im Überblick:

Monat Täglicher Stromertrag
Januar 1 kWh/kWp
Februar 2 kWh/kWp
März 3 kWh/kWp
April 4 kWh/kWp
Mai 5 kWh/kWp
Juni 6 kWh/kWp
Juli 5 kWh/kWp
August 5 kWh/kWp
September 3 kWh/kWp
Oktober 3 kWh/kWp
November 1 kWh/kWp
Dezember 0,5 kWh/kWp

 

Die Werte stammen aus dem Jahr 2017 und können abhängig von der Witterung abweichen. Die Tendenz bleibt jedoch gleich. Sie zeigt, dass der Löwenanteil des Ertrags auf die langen Sommertage fällt. An kurzen und oft trüben Wintertagen leistet die Photovoltaikanlage deutlich weniger.

 

Ausrichtung, Neigung, Verschattung: Anforderungen an das Dach

Einen großen Einfluss auf den Ertrag haben auch die örtlichen Bedingungen. So gewinnt eine Photovoltaik-Anlage bei Südausrichtung und einem Neigungswinkel von 30 bis 40 Grad am meisten Strom. Zeigen die Module nach Osten oder Westen, müssen Hausbesitzer bereits mit Einbußen von 15 bis 20 Prozent rechnen. Bei Nordausrichtung erreichen die Module nur noch etwa 65 Prozent der maximal möglichen Leistung. Weicht auch die Neigung vom empfohlenen Wert ab, wirkt sich das ähnlich auf den Photovoltaik-Ertrag aus.

Aber: Auch wenn Ausrichtung und Neigung optimal sind, kann der Ertrag niedriger ausfallen als erwartet. Und zwar immer dann, wenn Bäume, Häuser oder Berge ihre Schatten über die Dachflächen werfen.

 

Individuelle Auslegung der Photovoltaik für den eigenen Bedarf

Die vorangegangenen Abschnitte zeigen: Ohne Kenntnis von der Situation vor Ort sind Aussagen über die Erträge oder die Wirtschaftlichkeit der Technik nicht möglich. Aus diesem Grund empfehlen wir allen, die eine Photovoltaik-Anlage kaufen möchten, eine individuelle Beratung und Planung vor Ort. Das bietet Sicherheit und schützt Hausbesitzer vor bösen Überraschungen. Etwa niedrigen Erträgen und ausbleibenden Einsparungen.

 

Mit hohem Eigenverbrauch lohnt sich Photovoltaik

Der Strom einer Photovoltaikanlage ohne Speicher kann unter günstigen Voraussetzungen etwa 20 bis 30 Prozent des eigenen Strombedarfs decken, die sogenannte Grundlast. Grund für den geringen Wert sind zwei Punkte:

  • der schwankende Jahresverlauf des Ertrages einer Photovoltaik-Anlage
  • die zeitlichen Unterschiede zwischen solarem Angebot und Strombedarf im Haus

Während die Sonne an langen Sommertagen viel Energie liefert, benötigen wir Strom unter der Woche vor allem morgens und abends. Also immer dann, wenn die Sonne nicht scheint. Auch wenn sich der Eigenverbrauch mit intelligenten oder optimal gesteuerten Haushaltsgeräten steigern lässt: Ohne Stromspeicher ist der Nutzen hier begrenzt und viel Strom fließt in das öffentliche Netz. Die Vergütungssätze für die Einspeisung sind dabei deutlich geringer, als die Einsparungen, die Hausbesitzer durch selbst genutzten Strom erwirtschaften könnten.

Übrigens: Hausverwalter oder Vermieter können den Strom vom Dach auch an ihre Mieter verkaufen. Sogenannte Mieterstrommodelle erweitern bisherige Geschäftsmodelle und binden Mieter an die Wohnung. Denn sie verbrauchen umweltfreundlichen, günstigen und selbst erzeugten Strom.

 

Autarkiegrad und Eigenverbrauchsanteil: Kenngrößen für den Eigenverbrauch

Wie viel Strom einer Photovoltaik-Anlage Hausbesitzer selbst verbrauchen können, lässt sich mit zwei Kennwerten beziffern:

  • Der Autarkiegrad gibt an, wie hoch der Anteil des Solarstroms am eigenen Stromverbrauch ist. Je höher der Wert ist, desto weniger Strom müssen Hausbesitzer aus dem öffentlichen Netz zukaufen.
  • Der Eigenverbrauchsanteil gibt an, welchen Anteil der solaren Erträge Verbraucher im eigenen Haus nutzen. Ist der Wert hoch, speisen sie kaum elektrische Energie in das öffentliche Netz ein.

Für hohe Einsparungen sollten Autarkiegrad und Eigenstromrate also möglichst hoch sein.

 

Dimensionierung und Eigenverbrauch am Beispiel

Um zu verstehen, wie sich die Planung einer Photovoltaik-Anlage auf den Eigenverbrauch auswirken kann, haben wir verschiedene Szenarien simuliert. Alle Beispiele basieren dabei auf einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden im Jahr, der typisch für einen 4-Personen-Haushalt ist. Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse:

Stromverbrauch Photovoltaik-
leistung
Speicher-
kapazität
Eigenstromrate Autarkiegrad
 4.000 kWh  2 kWh/kWp  0 kWh  46 %  24 %
 4.000 kWh  4 kWh/kWp  0 kWh  30 %  31 %
 4.000 kWh  6 kWh/kWp  0 kWh  22 %  34 %

Quelle: https://pvspeicher.htw-berlin.de/unabhaengigkeitsrechner/

Die Beispiele zeigen, dass sich vor allem bei kleinen Anlagen viel Strom selbst nutzen lässt. Dieser deckt allerdings nur einen kleinen Teil des Bedarfes im Haus. 

Ab einem bestimmten Punkt wirkt sich die Leistung einer Photovoltaikanlage jedoch immer weniger auf den Autarkiegrad aus. Der Eigenverbrauchsanteil sinkt, da immer mehr Strom nur außerhalb der Nutzungszeit verfügbar ist: während der Solarstrom größtenteils um die Mittagszeit herum anfällt, geschieht der Verbrauch eher in den Morgen- und Abendstunden.

Günstig ist ein Wert von 1 Kilowattpeak pro 1.000 Kilowattstunden Stromverbrauch.

 

Stromspeicher sorgen für einen höheren Eigenverbrauchsanteil

Ein Stromspeicher nimmt Solarstrom auf, wenn dieser den Bedarf im Haus übersteigt. Er bevorratet die elektrische Energie und macht sie selbst dann noch verfügbar, wenn die Sonne längst nicht mehr scheint. Auf diese Weise lässt sich ein höherer Anteil des selbst erzeugten Stroms im eigenen Haus verbrauchen und Hausbesitzer müssen weniger Energie von öffentlichen Versorgern zukaufen. Die folgende Tabelle zeigt, wie sich ein Stromspeicher auf den Eigenverbrauchsanteil und den Autarkiegrad in einem 4-Personen-Haushalt auswirken kann.

Stromverbrauch Photovoltaik-
leistung
Speicher-
kapazität
Eigenstromrate Autarkiegrad
 4.000 kWh  4 kWp  0 kWh  30 %  31 %
 4.000 kWh  4 kWp  4 kWh  59 %  56 %
 4.000 kWh  4 kWp  6 kWh  67 %  63 %
 4.000 kWh  4 kWp  8 kWh  71 %  66 %

 

Mit Speicher steigen Eigenverbrauchsanteil und Autarkiegrad deutlich an. Beträgt die Speicherkapazität 1 Kilowattstunde pro Kilowattpeak PV-Leistung, lassen sich bereits 59 Prozent des selbst erzeugten Stroms selbst nutzen. Die Photovoltaik deckt damit mehr als die Hälfte des eigenen Strombedarfs. Steigt die Speicherkapazität bei gleicher Photovoltaikleistung, nehmen Eigenstromrate und Autarkiegrad ab einem bestimmten Punkt nur langsam zu. Höhere Anschaffungskosten könnten dann allerdings zulasten der Rentabilität gehen.

 

Gespeicherter Photovoltaik-Strom ist vielfältig einsetzbar

Grundsätzlich kann ein Stromspeicher viele Verbraucher im Haushalt mit Energie versorgen. So zum Beispiel Kühlschränke, Leuchten, Hi-Fi-Anlagen oder Wallboxen für Elektroautos. Selbst eine Elektroheizung kann dank Photovoltaik kostensparender und umweltfreundlicher heizen. Benötigen Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Trockner oder Elektroherde jedoch Strom mit hoher Leistung, muss dieser weiterhin aus dem öffentlichen Netz kommen. Grund dafür ist die Entladeleistung, die vor allem bei kleineren Stromspeichern (< 10 kWh) begrenzt ist.

 

Preise für selbst erzeugten Strom

Ob es sich lohnt, den Strom einer Photovoltaik-Anlage im eigenen Haushalt zu nutzen, lässt sich vor allem an den Kosten festmachen. Sinnvoll ist dabei ein Vergleich der Gestehungskosten mit den üblichen Preisen für Haushaltsstrom.

 

Gestehungskosten für Photovoltaik-Strom

Die Stromgestehungskosten einer Photovoltaikanlage beinhalten alle Ausgaben, die durch den Betrieb der Technik in einem bestimmten Zeitraum (üblich 20 Jahre bei Photovoltaikanlagen) anfallen. Neben den Preisen für Photovoltaikanlagen und Montage sind das auch Versicherungs- und Wartungskosten. Sie lassen sich auf den gewonnenen Ertrag im gleichen Zeitraum beziehen und in Euro oder Cent pro Kilowattstunde angeben. Die Gestehungskosten eignen sich dabei besonders gut für den Vergleich von Photovoltaik- und Haushaltsstrom. Im Bereich kleiner Photovoltaikanlagen (Leistung < 10 kWp) liegen die Stromgestehungskosten aktuell bei 10 bis 13 Cent pro Kilowattstunde. Der selbst erzeugte Strom ist damit etwa 17 bis 21 Cent günstiger als Strom aus dem Netz bei einem Haushaltsstrompreis von 31,47 Cent pro Kilowattstunde 2020.

 

Höhere Ausgaben für Stromspeicher

Sollen die Einsparungen der Photovoltaikanlage hoch sein, müssen Verbraucher einen Großteil des Solarstroms selbst verbrauchen. Das erfordert jedoch auch einen Stromspeicher, der die Gestehungskosten nach oben treibt. Mit marktüblichen Preisen liegen diese dann bei etwa 26 bis 30 Cent pro Kilowattstunde. Sie befinden sich also in etwa auf dem gleichen Niveau der Preise für Haushaltsstrom. Eine Photovoltaikanlage mit Speicher bewegt sich derzeit also gerade noch an der Schwelle zur Wirtschaftlichkeit.

Aber: Während Netzstrom kontinuierlich teurer wird, sinken mit den Preisen für Speicher und Photovoltaikanlagen auch die Gestehungskosten. Aus finanzieller Sicht lohnt es sich also immer mehr, eine Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch zu installieren. 

Wichtig zu wissen ist, dass die tatsächlichen Gestehungskosten von vielen Faktoren abhängen. Eine zuverlässige Aussage ist daher nur im Rahmen einer individuellen Beratung und Planung möglich.

 

Eine Photovoltaik-Anlage kaufen: Anschaffungs-Preise im Überblick

Wer eine Photovoltaikanlage kaufen möchte, interessiert sich auch für die Kosten, die bei Anschaffung und Montage anfallen. Denn diese müssen Hausbesitzer mit Eigenkapital oder einem Darlehen erst einmal aufbringen. Geht es um Anlagen mit einer Leistung von weniger als 10 kWp, können Verbraucher dabei mit folgenden Werten rechnen:

  • 1.340 bis 1.730 Euro pro Kilowattpeak für die Photovoltaik-Anlage
  • 1.212 bis 1.747 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität für den Stromspeicher

Eine Anlage mit einer Spitzenleistung von 4 Kilowattpeak und einem 4 Kilowattstunden Stromspeicher kostet heute (2021) im Schnitt zwischen 11.000 und 15.000 Euro ohne Installation. Eine sichere Auskunft erhalten Hausbesitzer dabei jedoch nur bei der individuellen Beratung und Kalkulation durch einen Experten.

Preise für Photovoltaikanlagen ohne Solarstromspeicher

Leistung der Anlage Ø Kosten Preisspanne Ø Kosten pro kWp
3 kWp 5.400€ 4.600 – 6.300€ 1.730€
4 kWp 6.300€ 5.000 – 7.900€ 1.570€
5 kWp 7.600€ 5.300 – 9.500€ 1.530€
6 kWp 9.000€ 6.500 – 12.100€ 1.490€
7 kWp 10.400€ 7.600 – 12.800€ 1.470€
8 kWp 11.000€ 9.000 – 15.000€ 1.370€
9 kWp 12.900€ 9.200 – 17.500€ 1.430€
10 kWp 13.300€ 10.300 – 18.500€ 1.340€

Quelle: Erhebung durch DAA Deutsche Auftragsagentur GmbH, solaranlagen-portal.com

 

Preise für Stromspeicher

Bei Speichern werden die Systempreise in Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität (€/kWh) angegeben. Die Preisentwicklung verläuft analog zu Photovoltaikanlagen: je größer das System, desto geringer die Preise pro Kilowattstunde.

Stromspeicher Kapazität in kWh Stromspeicher Preis in €/kW
0-5 1.747
6-10 1.348
11-200
1.212

 

Insgesamt ist jedoch feststellbar, dass der absolute Preis beim Endkunden sich im Schnitt um die 9.100 Euro bewegt. Verbraucher scheinen also bis zu einer Grenze von 10.000 Euro in einen Stromspeicher zu investieren. Das hängt damit zusammen, dass die Preise pro Kilowattstunde in den letzten Jahren stetig gesunken sind und man pro Euro mehr Speicherkapazität erhält. Dies nutzt man bis zu einer gewissen Preisgrenze maximal aus.

Quelle: Speichermonitoring BW, Jahresbericht 2019, Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) RWTH Aachen

 

Staatliche und regionale Förderung für Photovoltaik-Anlagen

Neben der Einspeisevergütung sind deutschlandweit zahlreiche Förderprogramme verfügbar. Diese unterstützen Hausbesitzer beim Kauf der Photovoltaikanlage und senken vor allem die Preise für Stromspeicher. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über verfügbare Zuschüsse:

Förderprogramm Zuschusshöhe Beantragung
KfW-Programm 270 für Photovoltaik-Anlagen (zinsgünstiges Darlehen für Photovoltaik inkl. Dachsanierung)

Maximal: 50 Mio. €

Beantragung der Darlehen vor Vorhabensbeginn über die Hausbank
Speicherförderung Baden-Württemberg Altes Programm ist Ende 2019 ausgelaufen. Es wird am 01. März 2021 mit veränderten Konditionen neu aufgelegt.
Speicherförderung Sachsen Programm ist 2020 ausgelaufen. Es wird im Laufe des Jahres 2021 neu aufgesetzt.

 

Lohnt sich Photovoltaik 2021? Fazit, Entwicklung und Ausblick

  • Photovoltaikanlagen OHNE Speicher lohnen sich nach wie vor. Wer eine Eigenverbrauchsquote von 25-30 Prozent realisieren kann, kann laut Solar Cluster Baden-Württemberg e.V. von einer Rendite von circa fünf Prozent ausgehen.
  • Photovoltaikanlagen MIT Speicher gewährleisten zwar im Schnitt eine doppelt so hohe Eigenverbrauchsquote, erhöhen aber auch die Gestehungskosten deutlich. Rein wirtschaftlich betrachtet müssten die Speichersystempreise noch unter 800 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität fallen, um garantiert für eine positive Rendite zu sorgen. Dieser Zeitpunkt liegt aber nicht fern in der Zukunft: bereits jetzt realisieren fast die Hälfte aller Hausbesitzer deshalb ihre Solaranlage mit Stromspeicher. Hier lohnt es sich, zusätzliche Förderprogramme in Anspruch zu nehmen. Abgesehen von der Renditebetrachtung ist eine Photovoltaikanlage für die Senkung der CO2-Emissionen immer ein Gewinn.

 

Entwicklung der Photovoltaik in Deutschland

Allein im Jahr 2019 wurden in Deutschland rund 100.800 neue Photovoltaikanlagen installiert. Die Summe der Leistung aller Anlagen stieg damit um 3,9 Gigawattpeak auf 49,2 Gigawattpeak an. So konnten deutsche Solarstromanlagen im Jahr 2019 insgesamt 47,5 Terrawattstunden Strom erzeugen. Das entsprach einem Anteil von 8 Prozent am deutschen Bruttostromverbrauch.

Besonders interessant: Bis Ende 2019 entschieden sich bereits mehr als 180.000 Anlagenbetreiber für einen Stromspeicher. Die statistischen Angaben der Bundesnetzagentur und des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) zeigen, dass ein hohes Interesse an der Solartechnik besteht. Durch den immer lukrativeren Eigenverbrauch wird dieses in Zukunft weiter steigen.

Ob sich eine Photovoltaik-Anlage auch für Sie lohnt, klärt ein erfahrener Experte bei einer individuellen Beratung vor Ort. Dieser nimmt alle relevanten Daten auf und kalkuliert einen passgenauen Angebotspreis. Ist auch das Dach sanierungsbedürftig? Dann können Sie die Kosten über einen zinsgünstigen KfW-Kredit zusammen mit der neuen Photovoltaik-Anlage finanzieren.

 

Einsparpotential ermitteln

 

Ob sich eine Photovoltaikanlage für Ihr Gebäude lohnt lässt sich ganz einfach kostenlos mit dem Sanierungsrechner ermitteln.

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Buderus