Inhaltsverzeichnis:
1. Welche Aufgabe hat ein Wechselrichter?
2. Wechselrichter am Beispiel des Fronius GEN24 Plus
3. Wie finde ich den richtigen Wechselrichter?
4. Fazit und weitere Informationen

 

Photovoltaik-Anlagen werden immer beliebter

Photovoltaik schreibt seine Erfolgsgeschichte neu: Immer mehr Hausbesitzer erkennen das Potential hinter dem umweltfreundlichen Solarstrom vom eigenen Dach. Denn mit einer Photovoltaikanlage produzieren Sie ihren eigenen Strom und werden unabhängig. Doch hinter dem Solarboom stehen nicht nur ökologische Vorteile. Durch eine verbesserte Förderung, überzeugen Photovoltaikanlagen auch mit handfesten ökonomischen Argumenten. Verbraucht man den Solarstrom selbst, senkt man die Stromrechnung deutlich und wird ganz nebenbei unabhängiger von teuren Strom aus dem öffentlichen Netz. Durch gesunkene Anschaffungskosten für einen Solarstromspeicher, wird der Eigenverbrauch noch attraktiver. Auch bei der Anschaffung eines E-Autos, kann die Kombination aus Photovoltaik und Wallbox sinnvoll sein.

 

Welche Aufgabe hat ein Wechselrichter?

Um Solarenergie nutzen zu können, benötigt jede Photovoltaikanlage einen Wechselrichter: Solarmodule produzieren Gleichstrom, die meisten elektrischen Verbraucher benötigen jedoch Wechselstrom. Der Solarwechselrichter wandelt den gewonnenen Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um und ist daher ein fester Bestandteil jeder Photovoltaikanlage. Ohne diesen Inverter könnte man Solarstrom gar nicht im Haushalt nutzen.

Moderne Wechselrichter leisten aber noch mehr: 
  • Sie steigern den Wirkungsgrad Ihrer Photovoltaikanlage.
  • Wechselrichter überwachen permanent alle Anlagendaten und warnen bei Problemen.
  • Wechselrichter kontrollieren die Verbindung zum Stromnetz und trennen die Solaranlage vom Netz, falls es dort zu Schwierigkeiten kommt. Auch bei Wartungsarbeiten kann eine Fachkraft die Solarmodule über den Wechselrichter schnell und sicher vom Netz trennen.
  • Wechselrichter sind die Schnittstelle in der Kommunikation zwischen Solaranlage und Solarspeicher.

 

 

Wechselrichter am Beispiel des Fronius GEN24 Plus

Als Beispiel für einen Wechselrichter dient an dieser Stelle der einphasige Fronius GEN24plus Primo Hybridwechselrichter. Er ist in den Leistungsklassen von 3 bis 6 Kilowatt (kW) erhältlich und deckt damit vor allem Photovoltaikanlagen im Einfamilienhausbereich ab. Er wiegt 15,4 kg und die Montage ist hängend, liegend, im Gebäudeinneren oder außerhalb möglich. Auch die Nachrüstung eines Stromspeichers ist problemlos machbar.

Wechselrichter von Fronius
Wechselrichter Fronius GEN24plus Primo

Neben seiner Hauptfunktion erlaubt dieser Wechselrichter beispielsweise auch die Notstromversorgung eines Haushalts über eine integrierte spezielle Steckdose („PV Point“, bis zu 3 kW) oder einen gekoppelten Heimstromspeicher („Full Backup“). Zusätzlich hat dieser Wechselrichter eine aktive Kühlung und ist per entsprechender App ansteuerbar. Er ist auch als dreiphasige Variante erhältlich und deckt dann Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von bis zu 10 Kilowatt Peak (kWp) ab. In Deutschland muss ab einer Anlagenleistung von 4,6 kWp aus Gründen der Netzstabilität ein dreiphasiger Wechselrichter zum Einsatz kommen oder mehrere einphasige Wechselrichter arbeiten im Konzert.

 

Wie finde ich den richtigen Wechselrichter?

Bei der Auswahl eines passenden Wechselrichters gibt es einige Punkte zu beachten.
  • Wirkungsgrad
    Dieser gibt den nutzbaren Stromertrag an, der nach der Umwandlung der gewonnenen Strommenge zur Verfügung steht. Ein Wechselrichter mit 97 Prozent Wirkungsgrad wandelt beispielsweise 4 Kilowatt Eingangsleistung in eine Ausgangsleistung von 3,88 Kilowatt um. Achten Sie darauf, dass der Wechselrichter mit der Leistung einer Anlage umgehen kann – die Nennleistung des Wechselrichters sollte zur Leistung der Photovoltaikanlage passen!
  • Sicherheit
    Achten Sie beim Kauf eines Wechselrichters auf die Normung nach IEC 77. Außerdem sollte das Gerät unbedingt über einen Spannungsrückgangsschutz verfügen. Dieser verhindert, dass die Anlage komplett ausfallen kann.
  • Kosten
    Pauschal rechnet man mit 10 bis 15 Prozent der Gesamtkosten für eine Solaranlage, die auf den Wechselrichter entfallen. Ein allgemeiner Richtwert besagt, dass pro Kilowatt Leistung mindestens 200 Euro kalkuliert werden müssen. Im Einfamilienhausbereich haben die meisten Photovoltaikanlagen eine Leistung zwischen 3 – 10 kWp.
  • Weitere Eigenschaften
    Ein guter Wechselrichter sollte einen Wirkungsgrad von mindestens 95 Prozent aufweisen. Achten Sie zudem auf eine leistungsstarke Kühlfunktion. Besonderes Augenmerk sollte auch der Garantiezeit gelten. Manche Hersteller bieten standardmäßig mehr als 5 Jahre an. Bei anderen Anbietern müssen Sie die Garantiezeit gegen Aufpreis verlängern lassen.

 

Fazit und weitere Informationen

Ohne Wechselrichter können Sie Ihren gewonnen Solarstrom nicht nutzen. Umso mehr Sorgfalt sollten Sie der Auswahl des Solarwechselrichters widmen. Am besten ziehen Sie vor dem Kauf einen ausgewiesenen Fachmann zu Rate. Sowohl die Effizienz Ihrer Anlage als auch der Stromertrag hängen maßgeblich vom optimalen Wechselrichter ab.

 

Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Adobe Stock | Smileus, Fronius Deutschland GmbH