Heizölpreise – aktuelle Entwicklung, Vergleich & Prognose

Faktoren, die den Preis für Heizöl beeinflussen

Wenn Sie Ihren Heizölkauf zu einem Zeitpunkt einplanen, an dem die Preise niedrig sind, können Sie mehrere Hundert Euro sparen. Aufgrund der aktuellen Situation nähern sich die Heizölpreise seit Anfang 2020 dem historischen Tiefpunkt der letzten Jahre. Damit ist aktuell ein sehr guter Zeitpunkt, um Heizöl zu bestellen. Es gibt jedoch größere regionale Preisunterschiede und die Auslieferung könnte sich aufgrund der aktuell hohen Nachfrage bis in den Frühsommer verschieben.

 

Aktuelle Heizölpreise – dahin geht die Tendenz

Heizöl kostete Ende April (24.04.2020), bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern, 50,17 Cent pro Liter im bundesweiten Durchschnitt. Anfang 2020 lag der Preis dagegen noch bei etwa 69,67 Cent pro Liter. Etwas mehr als ein Jahr zuvor, im Herbst 2018, erreichte der Preis mit 90,57 Cent pro Liter den Höchstwert der letzten fünf Jahre.

In der näheren Zukunft spricht einiges für sinkende Preise. So zum Beispiel der große Nachfragerückgang infolge der Corona-Pandemie. Außerdem vermuten Experten, dass die von der OPEC beschlossene Reduzierung der Ölfördermengen zu gering ausfällt. Mittelfristig könnte der „Neustart der Wirtschaft“ für eine Umkehr des Trends sorgen. Dafür spricht auch eine Pleitewelle in der US-Ölindustrie und die Überlastung des Handels.

(Vergleichen Sie auch Heizölbarometer von fastenergy.de.)

 

Heizölpreise 2017 – 2020

 

Heizölpreisentwicklung 2019-2020

Quelle: www.fastenergy.de

 

Heizöl günstig kaufen: der beste Zeitpunkt

Betreiber einer Ölheizung können dank Ihrer Bevorratung den Markt genau beobachten und zu einem günstigen Zeitpunkt Heizöl nachtanken. Wir empfehlen, die Heizölpreise aktuell intensiv zu beobachten und zu vergleichen – entsprechende Portale im Internet oder eine telefonische Abfrage bei regionalen und überregionalen Anbietern schaffen Klarheit. Weiterhin können Sie sparen, wenn Sie das Heizöl gemeinsam mit Ihren Nachbarn bestellen. Die größere Abnahmemenge bei der Sammelbestellung reduziert den Preis. Die alte Faustregel, dass der Ölpreis im Sommer am günstigsten ist, gilt leider nicht mehr.

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Grundsätzliche Einflussfaktoren auf den Heizölpreis

Erdöl wird an internationalen Rohstoffbörsen gehandelt. Einfluss auf die Preisentwicklung nehmen das weltweite Angebot und die weltweite Nachfrage sowie die Förder- und Verarbeitungskapazitäten. Hinzu kommen die Entwicklung des Dollarkurses, der Einfluss der Finanzmärkte sowie geopolitische Themen. Der Preis für Rohöl und der Preis für Heizöl hängen sehr eng zusammen. Fallen die Preise für Rohöl, dann sinken in der Regel auch die Preise für Heizöl. Dazu kommen regionale Schwankungen beim Heizölpreis. Abweichungen von einigen Cent pro Liter sind durchaus möglich.

Heizöl im Preisvergleich mit anderen Energieträgern

Legt man die Brennstoffkosten zugrunde, platziert sich Heizöl mit 4,82 Cent pro Kilowattstunde (kWh) unter Erdgas (6,32 ct/kWh) und Pellets (4,92 ct/kWh). Die Preise für Heizstrom bilden mit rund 20 ct/kWh die einsame Spitze (Stand April 2020). Im Hinblick auf die Versorgungslage für die Zukunft lässt sich sagen, dass die weltweiten Ölreserven, die nach heutiger Technologie wirtschaftlich erschlossen werden können, bei über 200 Mrd. Tonnen liegen. Der jährliche weltweite Verbrauch beträgt aktuell etwa 4,9 Mrd. Tonnen. Bereits heute wächst das Angebot an Erdöl schneller als die Nachfrage. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern wird sie mittelfristig zurückgehen. Gründe hierfür sind Fortschritte bei der Energieeffizienz und bei der Elektromobilität. Aber auch das beschlossene Verbot der Ölheizung, die hohe Austauschprämie für Ölheizungen und der weiter steigende Anteil erneuerbarer Energien werden zukünftig für einen Rückgang der Heizölnachfrage sorgen.
(Quelle: depi.de / Verivox.de)

So setzt sich der aktuelle Heizölpreis zusammen

Der Preis für Heizöl besteht aus dem sogenannten Produktpreis, der Energie- und Mehrwertsteuer sowie dem Deckungsbeitrag des Mineralölhandels. Bei einem Preis von 50,17 Cent pro Liter im April 2020 entfielen damit etwa 34,12 Cent auf den Einkaufspreis an den Ölmärkten, 13,04 Cent auf Steuern sowie 3,01 Cent auf den Deckungsbeitrag des Mineralölhandels. Interessant bei den Steuern: Die Energiesteuer beträgt 6,14 Cent pro Liter, egal wie hoch der Heizölpreis gerade ist.

(Quelle: Statista)