Wer eine neue Wärmepumpe installieren möchte, kann sich über attraktive Fördermittel aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) freuen. Über diese erhalten Sanierer Zuschüsse oder Darlehen mit Teilschuldenerlass. Die Förderhöhe liegt bei 35 Prozent und lässt sich mit verschiedenen Boni auf bis zu 50 Prozent steigern. Starten Sie Ihre eigene Energiewende im Keller und steigen Sie mit einer Wärmepumpe auf erneuerbare Energien um.

 

Zuschüsse und Darlehen über die BEG-Förderung der Wärmepumpe

Mit dem Programmteil Einzelmaßnahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) stehen Sanierern aktuell attraktive Fördermittel zur Verfügung, wenn sie eine Wärmepumpe in einem mindestens fünf Jahre alten Bestandsgebäude einbauen. Die Höhe hängt unter anderem von der Art der alten Heizung ab und liegt zwischen 35 und 50 Prozent. Die Hälfte der anfallenden Kosten übernimmt der Staat dabei, wenn Sanierer mit der neuen Wärmepumpe eine bestehende Ölheizung ersetzen und die Maßnahme in einem Sanierungsfahrplan (iSFP) empfohlen wurde. Bauherren bekommen die Einzelförderung nicht, können die Kosten der Umweltheizung aber im Rahmen der BEG-WG- oder BEG-NWG-Förderung für energieeffiziente Neubauvorhaben geltend machen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die BEG-Förderung für eine neue Wärmepumpe ab 2021:

Wärmepumpe EE-Hybridheizung mit  Erneuerbaren Gasbrennwert-Hybridheizung
Austausch Ölheizung mit iSFP 50 % 50 % 45 %
Austausch Ölheizung 45 % 45 % 40 %
Austausch sonstige Heizung mit iSFP 40 % 40 % 35 %
Austausch sonstige Heizung 35 % 35 % 30 %
Effizienzhaus-Sanierung 25 bis 50 % der Sanierungskosten (maximal 150.000 Euro pro Wohneinheit mit EE-Klasse)
Effizienzhaus-Neubau 15 bis 25 % der Baukosten (maximal 150.000 Euro pro Wohneinheit mit EE-Klasse)

 

Wer kann Fördermittel für eine Wärmepumpe beantragen?

Zuschüsse und Darlehen für den Einbau einer Wärmepumpe können alle beantragen, die ein Bestandsgebäude sanieren. Dazu zählen Häuser, deren Bauantrag oder Bauanzeige zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegt. Im Neubau gibt es die attraktiven Zuschüsse hingegen nicht. Hier sind Fördermittel für die Wärmepumpe nur in Zusammenhang mit einer Effizienzhaus-Förderung für das gesamte Gebäude erhältlich. Dazu stehen Bauherren die Programmteile Wohngebäude (BEG WG) sowie Nichtwohngebäude (BEG NWG) zur Verfügung. Wichtig zu wissen ist, dass Hausbesitzer mit der BEG-WG- oder BEG-NWG-Förderung auch finanzielle Unterstützung für die Sanierung zum Effizienzhaus bekommen. Mit einer Wärmepumpe erreichen Sie dabei die sogenannte EE-Klasse, welche mit attraktiveren Zuschüssen und höheren anrechenbaren Kosten verbunden ist.

 

 

 

Welche Voraussetzungen gibt es für die Wärmepumpen-Förderung?

Damit Sanierer die hohe BEG-Förderung erhalten, müssen neue Wärmepumpen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen. So sind grundsätzlich alle Verbräuche und alle erzeugten Wärmemengen messtechnisch zu erfassen. Außerdem ist bis zum 01. Januar 2023 eine Energieverbrauchs- und Effizienzanzeige nachzurüsten. Darüber hinaus stellt der Fördergeber hohe Anforderungen an die jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz (ƞs = ETAs), die von der Heizungsart und den Temperaturen im Heizsystem abhängen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick:

Wärmepumpenart Jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz
Systemtemperaturen von 35 °C Systemtemperaturen von 55 °C
Elektrische Luft-Wasser-Wärmepumpe 135 % 120 %
Elektrische Sole-Wasser-Wärmepumpe 150 % 135 %
Elektrische Wasser-Wasser-Wärmepumpe 150 % 135 %
Sonstige wasserführende elektrische Wärmepumpen 150 % 135 %
Gasbetriebene Wärmepumpen 126 % 111 %

 

Für Luft-Luft-Wärmepumpen mit einer Heizleistung von bis zu 12 kW gilt außerdem eine jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz von mindestens 181 Prozent als Voraussetzung. Alle luftführenden Wärmepumpen mit mehr als 12 kW müssen einen Effizienzwert von mindestens 150 % erreichen.

 

Welche Anforderung gibt es im Altbau und Neubau?

Grundsätzlich ist ein hydraulischer Abgleich Pflicht. Heizungsbauer müssen die Heizkurve optimal an das Gebäude anpassen und für Sondenbohrungen von Erdwärmepumpen ist eine verschuldensunabhängige Versicherung gegen unvorhergesehene Sachschäden abzuschließen. Die beauftragte Bohrfirma muss außerdem DVGW-zertifiziert sein.

Wer die Förderung der Wärmepumpe im Neubau beantragen möchte, muss mindestens ein Effizienzhaus-55 errichten. Ab Februar 2022 gibt es die finanzielle Unterstützung für Neubauten dann nur noch, wenn Bauherren die Effizienzhaus-Stufe 40 erreichen. Das geplante Gebäude muss die im Gebäudeenergiegesetz geltenden Anforderungen dabei um mindestens 60 Prozent übertreffen.

 

Interessant zu wissen Wichtig zu wissen: Im Altbau und bei der Sanierung gibt es die Förderung der Wärmepumpe nur für zugelassene Heizgeräte. Welche Produkte dabei infrage kommen, erfahren Interessierte hier:
Zur BAFA-Liste ‚Wärmepumpen mit Prüfnachweis‘

 

Welche Kosten sind mit dem Einbau der neuen Heizung förderbar?

Die BEG-Förderung für Wärmepumpen gibt es für nahezu alle Kosten, die mit dem Einbau der neuen Heizungsanlage anfallen. Dazu gehören unter anderem Ausgaben für die Demontage und die Entsorgung der Altanlage oder den Einbau neuer Heizflächen. Anrechenbar sind bis zu 60.000 Euro pro Wohneinheit in Wohngebäuden oder bis zu 1 000 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche (maximal 15 Millionen Euro) pro Gebäude in Nichtwohngebäuden.

Wichtig zu wissen ist allerdings, dass die Höhe der Förderung vom eingereichten Handwerkerangebot abhängt. Ist dieses zu niedrig, lassen sich die Zuschüsse später nicht mehr nach oben korrigieren. Um keine Gelder zu verschenken, sollten Bauherren und Sanierer daher eine möglichst genaue Kostenschätzung erstellen lassen bzw. eher etwas großzügiger kalkulieren.

 

Wie kann ich die BEG-Förderung der Wärmepumpe beantragen?

Die Beantragung der Fördermittel muss unbedingt vor der Beauftragung eines Fachhandwerkers erfolgen. Bei Zuschüssen funktioniert das einfach über die Webseite des BAFA. Hier geben Interessierte die wichtigsten Daten sowie die zu erwartenden Kosten des Vorhabens an.

Wer ein Darlehen mit Tilgungszuschuss beantragen möchte, wendet sich hingegen an seine Hausbank. Diese gibt die Antragsunterlagen an die KfW weiter und zahlt das Darlehen letztlich auch aus.

Ganz gleich, für welchen Weg Sie sich entscheiden: Nach einer Bestätigung des Fördergebers können Fachhandwerker die Heizung einbauen. Ist die Zeit knapp, können Sie Handwerker nach erfolgter Beantragung auf eigenes Risiko beauftragen. Ob Sie die Förderung der Wärmepumpe erhalten, ist zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht gewiss.

 

Fördermittel in Höhe von 20 bis 45 Prozent für Hybridheizungen

Fördermittel gibt es aber nicht nur für reine Wärmepumpen. Auch den Einbau einer Hybridheizung, die neben der Wärmepumpenanlage aus einer Gasbrennwerttherme besteht, unterstützt der Staat mit hohen Zuschüssen und günstigen Darlehen. Verfügbar sind:

  • 20 % Förderung, wenn die neue Gasheizung für erneuerbare Energien vorbereitet ist und Hausbesitzer diese spätestens zwei Jahre nach der Inbetriebnahme nachrüsten lassen.
  • 30 % Zuschuss für eine Gasbrennwertheizung, die bereits bei der Inbetriebnahme auf eine Erneuerbare-Energien-Anlage wie die Wärmepumpe setzt.
  • 40 % Zuschuss für eine Hybridheizung, die eine alte Ölheizung ersetzt.
  • 5 % extra Zuschuss, wenn ein höchstens 15 Jahre alter individueller Sanierungsfahrplan die Maßnahme enthält.

Die Förderung der Hybrid-Wärmepumpe gibt es grundsätzlich nur im Gebäudebestand. Die Wärmepumpenheizung muss dabei die gleichen technischen Anforderungen wie eine reine Umweltheizung erfüllen und mindestens 25 Prozent der Heizlast decken. Handelt es sich um einen Neubau, lassen sich die Kosten jedoch auch hier im Rahmen der Effizienzhaus-Förderung der BEG geltend machen.

 

Alternativ: Der neue Steuerbonus für die Sanierung

Mit dem Steuerbonus für die Sanierung gibt es ein zusätzliches Förderprodukt für energetische Modernisierungen. Besitzer selbstgenutzter Wohnhäuser können damit 20 Prozent der anfallenden Kosten (maximal 40.000 Euro) über drei Jahre steuerlich geltend machen. Anrechenbar sind allerdings nicht nur Ausgaben für die neue Heizung. Auch für Dämmarbeiten oder den Austausch von Fenstern und Türen gibt es die neue steuerliche Förderung. Das gilt zumindest dann, wenn das Haus bei der Sanierung mindestens 10 Jahre alt ist. Um den Steuerbonus zu nutzen, geben Hausbesitzer die entsprechenden Kosten in ihrer Einkommenssteuererklärung an.

Weitere Information finden Sie im Wärmepumpen Förderratgeber 2021 vom Bundesverband Wärmepumpe e.V.

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