Ist das Haus in die Jahre gekommen, lässt sich der energetische Zustand mit einer Sanierung verbessern. Eine neue Wärmedämmung hält die Wärme im Haus, senkt die Heizkosten und erhöht den Wohnkomfort. Anfallende Sanierungskosten können Hausbesitzer mit einer Förderung reduzieren. Welche Fördermittel für eine Fassadendämmung und andere Maßnahmen erhältlich sind, erfahren Sie im Folgenden.

 

Anlaufstellen und Voraussetzungen für die Förderung der Wärmedämmung

Die Bundesregierung gewährt über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für eine Wärmedämmung. Voraussetzung ist die Einhaltung hoher KfW-Vorgaben, die in der Regel weit über die Anforderungen der EnEV hinausgehen. Alternativ gibt es außerdem einen neuen Steuerbonus sowie regionale Förderprogramme von Städten, Gemeinden und Bundesländern. Die Höhe der Förderung hängt zumeist von der Sanierungsmaßnahme ab. 

Wichtig zu wissen ist, dass bereits bei der Beantragung der Förderung für die Wärmedämmung viele Punkte zu beachten sind. Um hier keine Fehler zu machen, empfehlen wir eine professionelle Energieberatung. Experten stellen dabei die größten Einsparpotenziale heraus und helfen, die Fördermittel zu beantragen. Wer von den Programmen der KfW profitieren möchte, muss ohnehin einen Energieberater beauftragen. 

Um die Förderung für ihre Dämmung sollten sich Hausbesitzer rechtzeitig kümmern, denn die Anträge sind bereits vor Beginn der Sanierung zu stellen. Nutzen Sie unsere Checkliste zur Förderung bei der KfW und beim BAFA.

 

Vorteile einer Förderung für die Wärmedämmung

  • Eine Förderung reduziert die Investitionskosten für die Wärmedämmung.
  • Neben zinsgünstigen Krediten mit attraktiven Tilgungszuschüssen bietet die KfW für viele Sanierungsmaßnahmen einen einmaligen Zuschuss an
  • Viele Fördermittel lassen sich sowohl im Rahmen einer Komplettsanierung als auch für Einzelmaßnahmen nutzen.
  • Eine qualitätssichernde Baubegleitung wird zusätzlich gefördert.

 

Möglichkeiten einer KfW-Förderung für die Wärmedämmung

Viele Maßnahmen zur Wärmedämmung sind über das KfW-Programm "Energieeffizient Sanieren" förderfähig. Dabei unterstützt die Bank die Sanierung von Wohnimmobilien, deren Bauantrag vor dem 1. Februar 2002 gestellt wurde. Wer die staatliche Hilfe nutzen will, muss diese vor dem Sanierungsbeginn mit einem Energieberater beantragen und die technischen Mindestanforderungen einhalten. Für folgende Dämmmaßnahmen stellt die KfW-Fördermittel bereit: Dachdämmung, Fassadendämmung, Dachbodendämmung und Kellerdämmung. Auch die Dämmung der Rohrleitungen wird im Rahmen einer Heizungsoptimierung gefördert.

Für die genannten Maßnahmen erhalten Hausbesitzer über die KfW-Programme 151 und 152 einen zinsgünstigen Kredit: maximal 75.000 Euro je Wohneinheit bei einer Komplettsanierung plus einen Tilgungszuschuss von bis zu 17,5 Prozent auf die Kreditsumme (maximal 13.125 Euro, je nach erreichtem KfW-Effizienzhaus-Standard) oder maximal 50.000 Euro je Wohneinheit für Einzelmaßnahmen. Alternativ gibt es über das KfW-Programm 430 einen direkten Zuschuss von 10 Prozent der Sanierungskosten bis maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit.

Die folgende Tabelle informiert über die aktuellen Konditionen der KfW-Förderung für die Wärmedämmung.

 

Förderprogramm Förderung der Wärmedämmung
KfW-Programm 151
„Effizienzhaus“
120.000 Euro Kredit pro Wohneinheit
+ 25 bis 40 Prozent Tilgungszuschuss 
(Abhängig vom erreichten KfW-Effizienzhaus-Standard; maximal 48.000 Euro)
KfW-Programm 152
„Einzelmaßnahmen“
50.000 Euro Kredit pro Wohneinheit
+ 20 Prozent Tilgungszuschuss 
(maximal 10.000 Euro)
KfW-Programm 430
„Effizienzhaus“
20 Prozent Zuschuss von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit (maximal 10.000 Euro)
KfW-Programm 430
„Einzelmaßnahmen“
25 bis 40 Prozent Zuschuss von bis zu 120.000 Euro pro Wohneinheit (maximal 48.000 Euro)

 

Wichtig zu wissen ist, dass die Zuschüsse aus dem Programm 430 der KfW nur Käufern oder Sanierern von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Wohnungseigentümergemeinschaften aus Privatpersonen zur Verfügung stehen. Die Mittel aus den Kredit-Programmen 151 und 152 gibt es hingegen für jeden, der Wohnraum sanieren möchte. Voraussetzung ist in jedem Fall die Einhaltung der hohen technischen Anforderungen.  

 

Alternativ: 40.000 Euro Steuerbonus für die Sanierung

Wer selbst im eigenen Wohnhaus lebt, kann die Sanierungskosten auch steuerlich geltend machen. Bei einer Förderrate von 20 Prozent ist es dabei möglich, Ausgaben von bis zu 40.000 Euro über drei Jahre von der Einkommensteuer abzuziehen. Während hierbei die gleichen Voraussetzungen wie bei den Programmen der KfW gelten, lässt sich der Steuerbonus nachträglich nutzen. Dazu geben Sanierer die anrechenbaren Ausgaben nach Abschluss der Sanierung in der Einkommensteuererklärung an. 

 

Darauf sollten Sie bei der Förderung achten

  • Wer KfW-Fördergelder für die Wärmedämmung nutzen will, muss maximale U-Werte einhalten. Diese fallen je nach Sanierungsmaßnahme unterschiedlich aus und sind strenger als die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014).
  • Um eine KfW-Förderung beantragen zu können, braucht man einen für die Förderprogramme des Bundes antragsberechtigten Energieberater.
  • Eine Sanierungsförderung der KfW ist unbedingt vor Beginn der Sanierung und vor Beauftragung der Handwerker zu beantragen.
  • Der Steuerbonus lässt sich nach Abschluss der Sanierung über die Einkommensteuererklärung beantragen. 
  • Für den Sanierungsbonus ist kein Energieberater erforderlich. Nach Abschluss der Sanierung müssen Handwerker eine Fachunternehmererklärung abgeben. 

 

Einsparpotential ermitteln

 

 

Lohnt sich eine Wärmedämmung an meinem Haus überhaupt? Diese Frage beantwortet Ihnen unser Sanierungsrechner! Kalkulieren Sie die Kosten für eine energetische Sanierung, von der Aufsparrendämmung am Dach über neue Fenster bis hin zur EPS-Dämmung der Fassade.

Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH

Foto: Digipic – Fotolia.com