Der Gebäudebereich verursacht jedes Jahr einen hohen CO2-Ausstoß. Das schadet nicht nur dem Klima – Hausbesitzer zahlen auch überhöhte Heizkosten. Abhilfe schafft eine Heizungssanierung, bei der Heizungs-Experten die alte Technik gegen neue und effiziente Heiztechnik austauschen. Das Besondere daran: Durch die Einsparung bei den Heizkosten liegt die Amortisationszeit meist deutlich unter 10 Jahren. Erfahren Sie, wie Sie mit der richtigen Heiztechnik und den passenden Förderprogrammen viel Geld sparen.

Heizung sanieren: Zahlreiche Gründe sprechen dafür

Mit einer Heizungssanierung tragen Hausbesitzer dazu bei, die Klimaschutzziele zu erreichen. Denn moderne Heiztechnik stellt Wärme für Heizung und Trinkwasser effizienter bereit. Sie schont fossile Energieträger und stößt zudem auch weniger CO2 aus. Die Heizungssanierung hat aber auch eine Reihe weiterer Vorteile. Die wichtigsten sind:

  • sinkende Heizkosten
  • höherer Heizkomfort
  • steigende Zuverlässigkeit
  • Wertsteigerung der Immobilie
  • Umwelt- und Klimaschutz

Mit dem Klimapaket hat die Regierung bereits wichtige Punkte beschlossen, um den hohen CO2-Emissionen entgegenzuwirken. So wird es in Zukunft einen Preis für CO2 und ein Verbot für den Einbau von Ölheizungen geben.

Mit dem Klimapaket hat die Regierung bereits wichtige Punkte beschlossen, um den hohen CO2-Emissionen entgegenzuwirken. So gibt es bereits heute eine CO2-Steuer, die fossile Rohstoffe verteuert. Ab 2026 tritt außerdem ein Einbauverbot von Ölheizungen in Kraft. Es wird immer dann gelten, wenn die Kombination mit regenerativen Energien, der Anschluss an ein Erdgasnetz oder die Versorgung mit Fernwärme wirtschaftlich möglich ist.

Weniger CO2 mit der richtigen Heizung

Die richtigen Maßnahmen zur Heizungssanierung

Wer Haus oder Heizung sanieren möchte, hat viele Maßnahmen zur Auswahl. Welche die höchsten Einsparungen versprechen, hängt dabei vom Gebäude ab. Ist das Budget begrenzt, zählt der Heizungstausch zu einer der wirtschaftlichsten Sanierungsarbeiten. So lassen sich alte Öl- oder Gasheizungen mit überschaubarem Aufwand durch neue Kessel mit Brennwerttechnik ersetzen. Letztere nutzen im Abgas versteckte Energie und holen deutlich mehr Wärme aus der gleichen Brennstoffmenge. Hausbesitzer können ihre Heizkosten auf diese Weise um bis zu 30 Prozent senken. Sie schonen aber nicht nur den eigenen Geldbeutel: Verbraucht die Heizung weniger, kommt sie mit einem geringeren CO2-Ausstoß aus. Sie benötigt weniger fossile Rohstoffe und schont damit auch Klima und Umwelt.

Im Hinblick auf das inzwischen beschlossene Verbot von neuen Ölheizungen, lohnt es sich bei einer Heizungssanierung, auch den Energieträger zu wechseln. So können Besitzer einer Ölheizung einen vorhandenen Gasanschluss nutzen oder diesen legen lassen. Ist das nicht möglich, bietet Flüssiggas eine günstige und zukunftssichere Alternative.

 

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Erneuerbare Energien einbauen oder Heizung optimieren

Regenerative Alternativen sind Wärmepumpen, Holzheizungen und Solaranlagen, die sich in vielen Fällen sogar mit der Gasheiztechnik kombinieren lassen. Auch eine intelligente Mischung mit Photovoltaik verspricht im Zuge der Heizungssanierung beachtliche und langfristige Spareffekte.

Wer die Heizung sanieren möchte, sollte aber nicht nur an die Wärmequelle und den Energieträger denken. Auch der Austausch alter Heizkörper und der Einbau einer Flächenheizung lohnen sich. Sinnvoll sind außerdem der Austausch alter Heizungspumpen, der Einbau neuer Thermostatventile und der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage. All diese Maßnahmen sorgen für eine effizientere Wärmeverteilung und sinkende Heizkosten.

Ist das Budget größer, lohnt es sich, das gesamte Gebäude auf den Prüfstand zu stellen. Zu hohe Wärmeverluste vermeiden Hausbesitzer dabei durch die Dämmung von Wänden, Dächern oder den Austausch der Fenster. Wichtig zu wissen ist, dass der Weg zum energieeffizienten Haus immer eine Kombination aus den passenden Maßnahmen ist.

 

Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH

 

Welche Heizung ist die richtige für Ihre Immobilie?

Bei der Planung der Heizungssanierung stehen die Eigenschaften des Gebäudes und die Bedürfnisse seiner Nutzer und Bewohner im Fokus. Welche Anlage ist vorhanden und an welcher Stelle hat die Sanierung der Heizung den größten Effekt? Wie viel können und möchten Sie investieren, um die Heizung zu sanieren? Und welche Möglichkeiten gibt es vor Ort, um verschiedene Energieträger sinnvoll zu nutzen? Diese Fragen entscheiden schließlich, welche Heizung die richtige ist.

#Heizung sanieren – Gas und Öl

Bei Ein- und Mehrfamilienhäusern sind meist Gas- oder Ölheizungen vorhanden. Die optimale Lösung zur Sanierung ist dabei oft ein Brennwertkessel. Denn dabei müssen Hausbesitzer nur den Wärmeerzeuger tauschen. Die bestehenden Anschlüsse und Komponenten können sie weiter nutzen.

Durch die Einbaubeschränkungen der Ölheizung ab 2026 lohnt es sich schon heute, von Öl auf Gas zu wechseln, wenn die Heizung saniert werden soll. Die Gaspreise liegen aktuell unter dem Ölpreis, könnten langfristig aber auch ansteigen. Nachteilig ist die Klimabilanz der Heizung. Gaskessel punkten zwar mit einer sauberen Verbrennung, stoßen im Vergleich zu Pellets oder Scheitholz aber mehr CO2 aus.

Wichtig zu wissen: Die Brennwerttechnik arbeitet mit deutlich geringeren Abgastemperaturen. So ist in vielen Fällen auch eine Schornsteinsanierung Pflicht, um den Abgaszug vor Kondensat zu schützen.

#Heizung sanieren – Solarthermie

Ein eleganter Weg, wie Sie eine Heizung sanieren und bei der Warmwasserbereitung noch mehr sparen können, ist die Nutzung der Sonnenenergie. Dieser Weg ist im Betrieb kostenlos, leicht verfügbar und emissionsfrei. Durch die Einsparung von Brennstoffen amortisieren sich die Anlagen in der Regel schnell und zuverlässig. Darüber hinaus wird die Nutzung von Sonnenenergie sehr stark gefördert. Sie eignet sich aber auch, um den Pflichtanteil von 15 % erneuerbaren Energie in Baden-Württemberg (EWärmeG BW) zu erfüllen.

#Heizung sanieren – Wärmepumpen

Eine innovative und sparsame Möglichkeit der Wärmegewinnung ist die Nutzung von Umgebungswärme aus der Luft, der Erde oder dem Wasser. Die Umweltwärme ist kostenfrei verfügbar. Sie lässt sich mit einer Wärmepumpe zum Heizen nutzbar machen und kann im Altbau auch eine Gasheizung ergänzen. Letzteres lohnt sich vor allem dann, wenn das Gebäude im Winter auf hohe Vorlauftemperaturen angewiesen ist. Während die Wärmepumpe dabei weite Teile des Jahres kostengünstig allein arbeitet, hilft die Gasheizung an besonders kalten Tagen aus. Das sichert niedrige Heizkosten und eine klimaschonende Wärmeversorgung.

Im Artikel „Wärmepumpen erobern den Heizungskeller“ erfahren Sie noch mehr zum Trend zur Wärmepumpe.

Im Betrieb der Wärmepumpe entstehen keine direkten Emissionen. Allerdings ist der elektrische Strom für den Kompressor einzubeziehen. Die CO2-Bilanz hängt dabei vom Angebotsmix des Stromversorgers ab. Mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien oder der Eigenversorgung mit einer Photovoltaikanlage lässt sich eine Wärmepumpe fast CO2-neutral betreiben.

Voraussetzung für die Technik ist, dass die örtlichen Gegebenheiten den effizienten Einsatz möglich machen. Ob das der Fall ist, prüfen unsere kompetenten Handwerkspartner vor Ort!

#Heizung sanieren – Holzheizung

Pellets, Hackschnitzel oder Scheitholz sind nachwachsende Rohstoffe, die weitestgehend CO2-neutral verbrennen. Die Holzheizung ist aber nicht nur umweltfreundlich. Sie ist auch eine interessante Alternative, um sich langfristig von steigenden Rohstoffpreisen unabhängig zu machen. Wenn Hausbesitzer die Heizung sanieren und auf Holz umstellen, muss neben dem Kessel allerdings auch für den Brennstoffvorrat viel Platz vorhanden sein. Bei der Sanierung einer alten Ölheizung lässt sich dafür häufig der Standplatz der Öltanks nutzen.

 

Heiztechnik im Wandel: Digitale Heizung immer beliebter

Die Heiztechnik ist im Wandel und neben energiesparenden Kesseln werden auch Smart-Home-Lösungen immer beliebter. Und das ist kein Wunder: Denn die digitale Steuerung der Heizung nimmt Verbrauchern viel ab. Sie lernt Gebäude sowie Nutzer kennen und optimiert die Betriebsweise der Kessel von allein. Dabei reguliert sie die Raumtemperaturen abhängig von voreingestellten oder selbst erlernten Nutzungsprofilen. Die moderne Steuerung berücksichtigt den Wetterbericht und sorgt dafür, dass die Kessel nie mehr Energie verbrauchen als nötig.

 

Kosten, Förderung und Amortisierung

Wenn Bauherren die Heizung sanieren, möchten sie wissen, wie schnell sich die Maßnahmen amortisieren. Neben den Investitionen für Anschaffung und Montage sind dabei auch die Verbrauchs- und Wartungskosten ausschlaggebend.

So stehen bei der Gasheizung geringe Anschaffungskosten relativ hohen Verbrauchskosten gegenüber. Die Wärmepumpe fordert anfangs hohe Investitionen, ist aber im Betrieb sehr günstig.

Ein Beispiel: In einem Einfamilienhaus Baujahr 1970 mit 140 qm Wohnfläche wird eine alte Ölheizung gegen ein modernes Gas-Brennwertgerät ausgetauscht. Veranschlagt werden dabei Investitionen von ca. 10.000 Euro. Durch niedrigere Energiepreise und den geringeren Verbrauch amortisiert sich die Heizungssanierung in weniger als 10 Jahren. -> Siehe auch Öl- und Gasheizung im Vergleich

Ein staatlicher Zuschuss bei Heizungserneuerung, Förderungen und niedrig verzinste Darlehen von KfW, BAFA, Kommunen, Versorgungsbetrieben und verschiedenen Herstellern machen es noch attraktiver, zeitnah die Heizung zu sanieren. Die günstigsten Szenarien für Ihre konkrete Immobilie ermitteln Sie mit unserem Sanierungsrechner.

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Förderung der Heizungssanierung vom Staat

Ob Heizungstausch oder Optimierung der bestehenden Anlage: In vielen Fällen bekommen Sie eine hohe Förderung für die Heizungsoptimierung. Erhältlich ist diese in Zukunft hauptsächlich über die Bundesförderung für effiziente Gebäude für Einzelmaßnahmen (BEG EM). Zur Verfügung stehen Zuschüsse oder Darlehen mit Tilgungszuschüssen (Kreditvariante ab 01. Juli 2021) in Höhe von 20 bis zu 55 Prozent. Bis einschließlich Juli haben Sanierer außerdem die Möglichkeit, günstige Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu beantragen. Diese gibt es entweder ergänzend zu den bereits verfügbaren BEG-Zuschüssen über das KfW-Programm 167 oder alternativ zur Zuschussvariante über das KfW-Programm 152.

 

Aktuelle Konditionen im Überblick

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über aktuell mögliche Fördermittel für die Heizungssanierung:

Heizung BEG EM Zuschuss
oder Darlehen mit  Tilgungszuschuss
KfW-Kredit  Programm 152 KfW-Kredit Programm 167
Zuschusshöhe (Kreditvariante ab 01.07.2021) Tilgungszuschuss/ Zins
(bis 30.06.2021)
Effektiver Jahreszins
(bis 30.06.2021)
Gas-
Brennwertkessel
Öl-
Brennwertkessel
Gas-Brennwert-Hybridheizung 20 bis 30 % 0,78 % 20 bis 30 %
Solarthermie 30 % 0,78 % 30 %
Wärmepumpe 35 % 0,78 % 35 %
Scheitholzheizung 35 bis 40 % 0,78 % 35 bis 40 %
Pelletheizung 35 bis 40 % 0,78 % 35 bis 40 %
Nah-/ Fernwärme 30 bis 35 % 0,78 % 30 bis 35 %
Optimierung der Verteilung 20 % 20 %

 

Bis einschließlich Juni 2021 lässt sich der BEG-Zuschuss für die Heizungssanierung mit einem Ergänzungskredit aus dem KfW-Programm 167 kombinieren. Ab Juli 2021 löst die Kreditvariante der BEG-EM-Förderung das Angebot dann ab. Bereits heute können Sie unter bestimmten Umständen auf eine höhere Förderung für die Heizungssanierung hoffen. So gibt es einen Extrazuschuss in Höhe von 10 Prozent, wenn die neue Heizung eine alte Ölheizung ersetzt. Wer Maßnahmen aus einem BAFA-Sanierungsfahrplan umsetzt, bekommt bei der BEG-Förderung noch einmal 5 Prozent mehr.

Aber auch andere Heizsystem fördert der Staat heute mit attraktiven Mitteln. So gibt es beispielsweise:

  • eine einmalige Vergütung für den selbst erzeugten Strom kleiner KWK-Anlagen (max. 4.800 Euro; elektrische Leistung maximal 2 kW)
  • Zuschüsse in Höhe von 40 Prozent für eine neue Brennstoffzellenheizung über das KfW-Programm 433
  • günstige Darlehen für Photovoltaikanlagen über das KfW-Programm 270

 

Förderung für die Sanierung rechtzeitig beantragen

Wichtig ist, dass Sanierer die Mittel rechtzeitig vor der Vergabe von Aufträgen beantragen. Während das bei den erwähnten Darlehen über die eigene Hausbank funktioniert, gibt es BEG-Zuschüsse über die Webseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Wer den Antragszeitraum verpasst hat, kann mit dem Steuerbonus für die Sanierung auf eine interessante Alternative zurückgreifen und 20 Prozent der Kosten steuerlich geltend machen. Erfüllt die neue Heizung die Anforderungen der Fördergeber nicht, bleibt zumindest der Steuerbonus für Handwerkerleistungen.

 

Heizung sanieren mit kompetenten Partnern

Bei der Umsetzung ist der erfahrene Blick für die Details ebenso wichtig wie eine fachkundige Vorplanung. So kann eine in der Anschaffung günstige Gastherme mit tollen Wirkungsgraden locken. Der Vorteil ist, dass sie geringe Stillstandsverluste durch eine geringe Masse des Wärmeerzeugers hat. Eine Wandheizung kann eine attraktive Lösung für Wohnräume sein, will aber exakt auf Fläche, Form und Nutzung abgestimmt sein.

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Kzenon – Fotolia.com