Die Folgen einer CO2-Steuer für Verbraucher

CO2-Steuer

 

Gründe und Auswirkungen des CO2-Preises

Die Umwelt zu schonen und der globalen Erwärmung entgegenzuwirken, ist die wohl größte Herausforderung unserer Zeit. Um diese zu bewältigen, muss der Ausstoß von Treibhausgasen deutlich sinken. Und zwar bis 2050 um 80 bis 95 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 1990. Ein Ansatz, die Bevölkerung zum CO2-Sparen anzuregen, ist die Verteuerung der Emissionen durch eine CO2-Steuer. Aber wie kann diese aussehen und welche Folgen haben Verbraucher zu erwarten? Wir informieren hier über den aktuellen Stand und zeigen Maßnahmen, mit denen Hausbesitzer ihren CO2-Ausstoß senken können.

 

Höhere Energiepreise für klimaschädliches Verhalten

Der Umstieg von fossilen Kraft- und Brennstoffen hin zu erneuerbaren Technologien: Das ist das übergeordnete Ziel, das die Bundesregierung mit einem Preis für CO2 verfolgt. Die sogenannte CO2-Steuer verteuert Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas dabei so, dass sich die Kosten in Zukunft stärker am tatsächlichen CO2-Gehalt ausrichten. Sie soll die Bevölkerung zu einem bewussteren Umgang mit fossilen Energieträgern bewegen und Anreize schaffen, um auf moderne und klimafreundliche Technologien umzurüsten. Infrage kommen dabei zum Beispiel Elektroautos oder Umweltheizungen, die Gebäude mit regenerativen Energieträgern versorgen

 

Höhe und Entwicklung der CO2-Preise für fossile Energieträger

Mit dem Klimapaket hat die Bundesregierung inzwischen beschlossen, wie sich die CO2-Preise in Zukunft verändern. So kostet eine Tonne des klimaschädlichen Gases im Jahr 2021 25 Euro. In den folgenden Jahren steigen die Abgaben dann schrittweise, bis sie 2025 einen Wert von 55 Euro pro Tonne erreichen. Die folgende Aufstellung gibt einen Überblick über die zu erwartende Entwicklung der CO2-Steuer:

2021: 25 Euro pro Tonne

2022: 30 Euro pro Tonne

2023: 35 Euro pro Tonne

2024: 45 Euro pro Tonne

2025: 55 Euro pro Tonne

 

Ab 2026 steigen die Preise abhängig von den jährlichen Emissionen.

Ein Beispiel zeigt, wie sich die CO2-Steuer auf die Heizkosten auswirken kann. Stößt eine Gasheizung pro Kilowattstunde 247 Gramm Kohlendioxid aus, liegen die Emissionen bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden im Jahr bei rund 4,94 Tonnen CO2. Im Jahr 2025 fallen dafür Mehrkosten von rund 270 Euro an. Wer mit Öl heizt, muss tiefer in die Tasche greifen. Denn die Klimabilanz der Energieträger ist deutlich schlechter.

 

Vergünstigungen sollen Bürger und Unternehmen finanziell entlasten

Neben dem CO2-Preis soll es in Zukunft auch Vergünstigungen geben. Diese verfolgen das Ziel, Haushalte zu entlasten und zum Senken des eigenen Schadstoffausstoßes anzuregen. Konkret plant die Bundesregierung dabei eine Senkung der Stromkosten entlang des Pfades der CO2-Bepreisung. Das heißt: Im Jahr 2021 sinkt die EEG-Umlage (ein Bestandteil des Strompreises) voraussichtlich um 5,4 Milliarden Euro. In den Folgejahren sind dann weitere Entlastungen zu erwarten. Was darüber hinaus passiert, hängt von der Entwicklung der Einnahmen aus der CO2-Bepreisung ab.

Weiterhin sieht das Klimapaket eine Entlastung von Pendlern (Anhebung der Pendlerpauschale) und Wohngeldbeziehern (Erhöhung des Wohngeldes) vor. Um drohende Steuerausfälle auszugleichen, erhalten die Bundesländer außerdem eine Ausgleichszahlung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro für die Zeit von 2021 bis 2024.

 

Mit der CO2-Steuer sparen: Wie kann das funktionieren?

Wie sich die Preise für klimaschädliches Kohlenstoffdioxid auf die eigene Haushaltskasse auswirken, hängt vor allem von den individuellen Lebensumständen ab. Wer viel mit dem Auto fährt, zahlt mehr als Verbraucher, die überwiegend auf den öffentlichen Nahverkehr oder das Fahrrad setzen.

Gleiches trifft auch auf die eigene Wohnsituation zu: Hausbesitzer, die sparsam heizen, können von CO2-Preisen und Vergünstigungen profitieren. Besitzer alter und unsanierter Gebäude müssen hingegen mit höheren Kosten rechnen. Wer das vermeiden möchte, sollte bereits heute Einsparmöglichkeiten prüfen und alte Anlagen durch moderne ersetzen. So befindet sich zum Beispiel die Heiztechnik im Wandel: Während fossile Heizsysteme den Markt aktuell noch dominieren, werden Umweltheizungen wie Wärmepumpen, Solaranlagen oder Holzheizungen immer beliebter.

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Schon jetzt zur Erreichung der Klimaziele beitragen

Aber auch kleinere Maßnahmen helfen, den eigenen Energieverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen zu reduzieren. So zum Beispiel moderne Smart-Home-Systeme, die automatisch für mehr Komfort und sinkende Verbräuche sorgen. Günstig ist außerdem der Austausch alter Heizungspumpen oder das Durchführen eines hydraulischen Abgleichs. Die 5 besten Sparmaßnahmen haben wir im Beitrag „Klimaziele erreichen“ zusammengestellt.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH; Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung zur Umsetzung des Klimaschutzplans 2050
Foto: Adobe Stock | bluedesign