Heizstab

 

Mit dem Heizstab kann über Strom Wärme erzeugt werden. Das Hilfsmittel mit der auffälligen Form kommt an vielen verschiedenen Stellen zum Einsatz und sorgt schnell für die notwendige Temperatur. Das wird vor allem bei der Erwärmung von Wasser gebraucht. So kann der Heizstab im Aquarium, in der Spülmaschine oder in der Waschmaschine zu finden sein. Aber auch in Ihrer Heizungsanlage kann der Heizstab wichtige Dienste leisten. Wie er funktioniert und welche Rolle er in Ihrem Heizsystem spielt, erfahren Sie hier.

 

Wie funktioniert der Heizstab?

Der Heizstab wandelt elektrische in thermische Energie um. Wie bei jedem elektrischen Heizelement gelingt das zwar auffallend schnell, besonders umweltschonend oder kostensparend ist das allerdings nicht. Deshalb wird durch Strom erzeugte Wärme auch nur ergänzend oder für ausgewählte Zwecke verwendet. Die eigentliche Heizleistung einer Heizungsanlage kann damit kaum ersetzt werden. Im Alltag nutzen Sie den Heizstab zum Beispiel in Ihrem Ofen oder in Ihrer Waschmaschine. Sicherlich erinnern Sie sich noch an die eine oder andere Fernsehwerbung, in der vor Kalk am Heizstab der Waschmaschine gewarnt wurde. Deshalb ist Ihnen auch bestimmt die Form nicht unbekannt. Der Heizstab weist eine U-Form auf, die mehrfach geschwungen sein kann.

 

Der Heizstab im Pufferspeicher

Abseits elektronischer Haushaltsgeräte kommt der Heizstab auch in der Heizung zum Einsatz – und zwar im Pufferspeicher. Der Pufferspeicher sorgt dafür, dass erzeugte Wärme nicht sofort aufgebraucht werden muss, sondern für einen späteren Zeitpunkt gespeichert wird. Wird Heizungswasser vom Pufferspeicher verbraucht, sinkt darin nicht nur der Wasserstand, sondern auch die Temperatur. Die Heizung liefert neues Heizungswasser nach. Geschieht dies zu oft, weil häufig Warmwasser verbraucht wird, muss die Heizungsanlage immer wieder kleinere Mengen nachliefern. Das häufige Anspringen beeinträchtigt nicht nur die Lebensdauer der Heizung, sie arbeitet so auch noch äußerst ineffizient – die erzeugte Energie kostet unnötig viel Geld. Hier kann ein Heizstab im Pufferspeicher Abhilfe schaffen. Er unterstützt die Heizung bei dieser Aufgabe und verhindert ein zu häufiges Anspringen. Auch im Sommer kann der Heizstab nützlich sein, da dieser bei kleineren Mengen die Arbeit der Heizungsanlage ganz übernehmen kann.

Heizstab Pufferspeicher

Foto: TWL Elektro Heizstab

 


Damit fungiert der Heizstab nicht nur als Ergänzung im Pufferspeicher, er kann auch eine Art Notfallheizung darstellen. Fällt die eigentliche Heizungsanlage aus, kann der Heizstab dies kurzfristig auffangen. Gleiches gilt für Solar-Anlagen. Auch hier kann der Heizstab Schwankungen ausgleichen und bei einer zu geringen Wassertemperatur eingreifen. Zwar sollte dies, wie erwähnt, aufgrund der hohen Betriebskosten kein Dauerzustand sein, bis zu einer möglichen Reparatur oder bis zu einem Ausgleich der Schwankungen kann der Heizstab aber dennoch eine große Hilfe sein. Zusätzlich kann der Heizstab Legionellen im Brauchwasser abtöten.

 

Kosten und Wartung

Der Heizstab ist zwar äußerst praktisch, aber technisch gesehen nicht sehr komplex. Das ist gut für Sie als Verbraucher, denn es senkt den Preis. Die Preise beginnen bereits bei unter 100 Euro und sind nach oben hin je nach Ausführung und Leistung natürlich offen. Mit ein wenig handwerklichem Geschick braucht es für die Installation nicht einmal den Fachmann. Der Heizstab wird lediglich am normalen Stromnetzwerk angeschlossen – das gilt für alle gängigen Modelle mit 3 Kilowatt oder mit 4,5 bis 9 Kilowatt. Die laufenden Kosten sind nicht zu unterschätzen, da Strom eine ineffiziente und kostenintensive Energiequelle ist, jedoch sollte dies bei einem üblichen Gebrauch – bei dem die Heizung ja keinesfalls ersetzt wird – zu vernachlässigen sein.


Im Rahmen der Wartung sind vor allem die schon erwähnten Kalkablagerungen ein Problem. Diese treten vor allem bei überdurchschnittlich kalkhaltigem Wasser auf. Die Kalkablagerungen sind für die Energieeffizienz weniger entscheidend, doch der Heizstab selbst kann Schaden nehmen, da die Temperatur des Stabs steigt. Dies kann zur Überhitzung führen. Auch eine Verstopfung verschiedener Ventile durch abgeplatzte Kalkablagerungen ist möglich. Kalk lässt sich in der Regel nicht komplett verhindern. Temperaturen über 60 Grad befördern die Kalkbildung und sollten dementsprechend vermieden werden. Um den gefährlichen Legionellen keine Chance zu geben, muss das Wasser allerdings regelmäßig über diese Temperaturmarke hinaus erhitzt werden. Zur Beseitigung von Kalk empfiehlt sich der Einsatz von Essig und Zitronensäure. Bei einer zu starken Verschmutzung sollten Sie den Austausch des Heizstabs in Betracht ziehen.

verkalkter Heizstab

Foto: Verkalkter Heizstab, Quelle: Adobe Stock - Still & Motion

 

Eine sinnvolle Unterstützung für die Heizung

Der Heizstab ist also nicht nur in Haushaltsgeräten verbaut, er kann auch ein nützlicher Helfer für Ihre Heizungsanlage sein. Im Notfall wird Heizungswasser auch bei einem Ausfall der Heizung erhitzt und darüber hinaus können Schwankungen aufgefangen werden. Das regelmäßige Anspringen der Heizung ist dem Zustand und der Lebensdauer nicht zuträglich, weshalb sich schon alleine aus diesem Grund ein Heizstab lohnen kann. Die Anschaffungskosten sind überschaubar, die Wartung relativ simpel. Der Heizstab ist mit seiner simplen aber effektiven Funktionsweise im Alltag beinahe unverzichtbar.
 

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