Wie funktioniert ein Latentspeicher?

 

Der Latentspeicher oder auch Latentwärmespeicher greift bei der Wärmespeicherung auf Phasenwechselmaterialien zurück. Diese weisen wesentlich bessere Wärmespeichereigenschaften als Wasser auf und setzen zudem im Rahmen der Umwandlung ihres Aggregatzustands zusätzliche Energie frei. Meist handelt es sich bei den Stoffen um Salze oder Paraffine. Der übliche Phasenübergang des Speichermediums findet zwischen fest und flüssig statt. Latent ist die thermische Energie, da sie im Speicherzustand verborgen bleibt.
Der genutzte Phasenumwandlungseffekt basiert auf Schmelz-, Lösungs- und Absorptionswärme. Die gespeicherte und zum gewählten Zeitpunkt abgegebene Wärmeenergie ist dabei um einiges höher als diejenige der spezifischen Wärmekapazität eines Trägermaterials allein. Dieser Umwandlungsvorgang ist energieeffizient und wiederholbar.

 

Latentspeicher im Einsatz

Ein großer Vorteil von Latentspeichern ist es, nur relativ wenig Masse und damit Platzbedarf zum Speichern von viel Wärme zu benötigen. Der bekannteste Latentspeicher ist das Handwärmekissen. Ein Wasserbad oder die Mikrowelle führen Wärme zu, die in der Flüssigkeit im Kissen sehr lange gespeichert bleibt. Drücken des Metallclips bringt jedoch die Flüssigkeit dazu, sich in einen Feststoff umzuwandeln und dabei viel Wärme abzugeben. Anschließend ist das Kissen steif. Zuführen von Wärme macht den Inhaltsstoff allerdings wieder weich und flüssig.
Solaranlagen sind häufig an Latentspeicher angeschlossen oder direkt mit latenten Speichermedien befüllt. Dadurch kann die Sonnenwärme der Sommermonate fast verlustfrei über einen langen Zeitraum bis in die Wintermonate gespeichert werden. Bei der Wärmeabgabe erstarrt der Stoff nur langsam und schmilzt bei erneuter Wärmezufuhr wieder.

 

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