Kondensat in der Heizungstechnik: Entstehung und Neutralisation

 

Die kondensierbaren Bestandteile im Rauchgas tragen in der Heizungstechnik die Bezeichnung Kondensat. Es entsteht durch die Verbrennung des Energieträgers. Dabei reagiert Sauerstoff mit Kohlenwasserstoff und produziert Wasser (H2O). Das wiederum nimmt wegen der hohen Temperatur einen gasförmigen Zustand sein: Es kondensiert. Bei Heizwertthermen gelangt das Kondensat ungenutzt durch den Schornstein nach außen. Bei einer Brennwertheizung ist es möglich, damit Wärme zu gewinnen.

 

Mithilfe der Brennwerttechnik das Kondensat zur Wärmegewinnung nutzen

Kommt ein Brennwertheizkessel bei einer Gas- oder Ölheizung zum Einsatz, kann das Kondensat zusätzliche Heizwärme zur Verfügung stellen. Weil die Abgastemperatur relativ gering ist, entsteht bei der Brennwertheizung vergleichsweise viel Kondensat. Das ist auch erwünscht, da so die Effizienz deutlich zunimmt. Dadurch entstehen positive Effekte. Zum Beispiel lässt sich der Energieverbrauch reduzieren, der CO2-Ausstoß verringern und die Produktion von Säure bildenden Gase mindern.

 

Neutralisation des Kondensats – Bestimmungen

Bei Erd- oder Flüssiggasheizungen mit Brennwerttechnik lässt sich das Kondensat meist ohne Weiteres durch das Abwasser entsorgen. Für Ölheizungen gelten allerdings besondere Vorschriften: Je nach Art des Öls im Brennwertkessel schwankt der pH-Wert zwischen 1,5 und 3,5. Das Kondensat ist somit immer sauer und muss in der Regel neutralisiert werden, bevor es ins Abwasser gelangt. Entscheidend dafür ist die Größe des Heizkessels.

Zum Vergleich: Bei Erdgas liegt der pH-Wert zwischen 3,5 und 5,5. Dieser ähnelt damit den pH-Werten von Regenwasser, welche zwischen 4,4 und 5 liegen. Wer sich für eine Ölheizung entscheidet, sollte zudem sicherstellen, dass der Brennwertheizkessel sowie alle Leitungen, die mit dem Kondensat in Berührung kommen, säurefest sind.

 

Die genauen gesetzlichen Bestimmungen zur Neutralisation von Kondensat bei Heizungen regelt die Deutsche Vereinigung für Warmwasser, Abwasser und Abfall e. V. in ihren Vorschriften. Diese beinhalten unter anderem die folgenden Regelungen:
 

  • Um das Kondensat dem Abwasser zuzuführen, muss der pH-Wert unter Umständen mithilfe einer Neutralisationsbox erhöht werden. Materialien wie Kalkstein-, Dolomit-, Marmor- oder Magnesiumoxidgranulat nehmen störende Inhaltsstoffe auf. Ein regelmäßiger Austausch des Granulats ist notwendig. Es lässt sich über den Hausmüll entsorgen.
  • Sind die Abwasserleistungen im Haus säurefest, ist eine Neutralisation nicht notwendig.
  • Bei einer Leistung und 200 kW kann die Neutralisation auch über eine Zugabe von Abwasser erfolgen.
  • Eine weitere Möglichkeit ist die Vermischung mit Magnesiumhydrat. Hierbei werden die sauren Bestandteile in Wasser, Magnesiumsulfat, Nitrat und Karbonat umgewandelt.

 

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