Erdgas – Heizenergie aus der Urzeit


Erdgas ist ein Gasgemisch, das bis zu 99 Prozent aus Methan besteht und kleine Anteile von Butan, Propan, Ethan und Ethen sowie Schwefelwasserstoff und Kohlendioxid aufweist. Die genaue Zusammensetzung schwankt nach Fundort zum Teil beträchtlich. Der fossile Brennstoff entstand vor rund 3,5 Millionen Jahren durch geologische Prozesse im Erdinneren: Die organischen Bestandteile von Mikroorganismen, vornehmlich Algen und Plankton, lagerten sich am Meeresgrund ab, wurden von Sand und Geröll überdeckt und damit von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten. Über Millionen Jahre gelangten die Kleinstlebewesen in zunehmend tiefere Erdschichten, wo sie stetig steigendem Druck und hohen Temperaturen ausgesetzt waren. Unter diesen Bedingungen wandelten sich die Organismen in gasförmige Kohlenstoffe um. Heute wird Erdgas hauptsächlich für den Energiesektor und für chemische Prozesse gefördert. Der Betrieb von Wärmekraftmaschinen wie Gasturbinen und Gasmotoren (Otto- oder Dieselmotoren) sowie die Gewinnung von Wärme durch Verbrennung in Heizkesseln zählen zu den Haupteinsatzorten.

 

Erdgas als Heizmaterial

Erdgas ist mit einem Marktanteil von rund 25 Prozent in Deutschland einer der wichtigsten Energieträger für die Beheizung und die Warmwassergewinnung in Wohngebäuden. Das Heizmaterial ist in zwei unterschiedlichen Qualitäten erhältlich: H(High)-Gas enthält zwischen 87 und 99,1 Prozent Methan und weist einen hohen Heizwert auf. L(Low)-Gas ist in der Anschaffung günstiger, hat jedoch aufgrund des geringeren Methananteils von maximal 87 Prozent einen niedrigeren Heizwert. Seit 2015 wird die Erdgasversorgung in Deutschland flächendeckend und bis zum Jahr 2030 auf das effizientere H-Gas umgestellt.
Erdgasheizungen verbrennen den fossilen Brennstoff im Gasbrenner der Heizungsanlage und geben die dadurch entstehende Wärme über einen Wärmetauscher an das Heizwasser weiter. Eine Umwälzpumpe leitet das erwärmte Wasser an die Heizkörper weiter. Moderne Erdgasheizungen arbeiten mit Brennwerttechnik und nutzen neben der Energie, die beim Verbrennen des Heizstoffes entsteht, auch die thermische Energie des Abkühlprozesses der Abgase. Brennwertheizungen arbeiten in der Regel zudem mit niedrigen Vor- und Rücklauftemperaturen und damit sehr effizient. Auch ein hydraulischer Abgleich, der im Rahmen der Wartung der Gasheizung vorgenommen wird, steigert die Heizleistung.

 

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