Die alte Gasheizung ist in die Jahre gekommen. Den alten Kessel durch einen neuen Kessel mit Brennwerttechnik zu erneuern, ist der preiswerteste Weg, um kräftig Heizkosten zu sparen. Darüber hinaus gibt es weitere Stellschrauben, damit die neue Gasheizung optimal arbeiten kann. Wir zeigen Ihnen, wo und wie sich die Heizkosten weiter senken lassen.

 

Wer eine Modernisierung seiner alten Gasheizung in Betracht zieht, der möchte Kosten für den Brennstoff sparen und in ein zukunftssicheres Heizsystem investieren. Hier bieten sich neben dem fossilen Brennstoff Erdgas natürlich auch erneuerbare Energien als Heizsystem an – von der Ergänzung der neuen Gasheizung durch eine Solaranlage oder die Umstellung von Gas auf eine Pelletheizung oder die Umstellung von Gas auf eine Wärmepumpe . Alle Heizsysteme haben Ihre Vor-und Nachteile und variieren in den Anschaffungs- und Betriebskosten. Welche Alternative für die Gegebenheiten vor Ort sowie für die mögliche Höhe der Investition die Beste ist, das entscheiden Wohneigentümer am sichersten mit Hilfe einer fachkundigen Beratung durch einen Heizungsfachbetrieb oder einen Energieberater vor Ort.

 

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Hohes Einsparpotential durch Brennwerttechnik

Gilt es einen alten Konstanttemperaturkessel durch einen modernen Brennwertkessel zu erneuern, sind immerhin 20 bis 30 Prozent Einsparung möglich. Wenn Sie einen älteren Niedertemperaturkessel durch einen Brennwertkessel erneuern, bringt allein der Brennwerteffekt über 10 Prozent an Einsparung. Aber auch der Ausstoß von Feinstaub, Ruß und CO2 wird mit einer modernen Gasheizung deutlich reduziert. Weiteres wichtiges Kriterium, wenn Sie Ihre Gasheizung erneuern, ist eine Heizlastberechnung durchzuführen. Ein Einfamilienhaus aus den 70er Jahren hat in etwa die drei- bis vierfache Heizlast im Vergleich zu einem aktuellen Neubau. Alte Heizkessel sind mit ihrer Wärmeleistung oft “auf der sicheren Seite“ gerechnet und überdimensioniert. Auch kann sich durch die Durchführung von Modernisierungsmaßnahmen, wie beispielsweise einem Fenstertausch oder einer nachträglichen Wärmedämmung, die energetische Qualität im Einfamilienhaus verbessert haben und der neue Brennwertkessel somit kleiner dimensioniert werden. Für die richtige Leistungsbemessung wird damit der Warmwasserbedarf ausschlaggebend. Neue Brennwertkessel arbeiten zudem modulierend, das heißt sie passen ihre Leistung stufenlos an den erforderlichen Wärmebedarf an. All das werden die auf Effizienzhaus-online gelisteten Fachbetriebe berücksichtigen beim Erneuern der alten Gasheizung.

 

Gas mit Solar – Doppelt sparen mit der Sonne

Wer doppelt sparen möchte, der ergänzt seine Gasheizung mit Brennwerttechnik gleich um eine Solaranlage. Die Kombination verbessert die Energiebilanz des Hauses und senkt dauerhaft die Energiekosten. Eine Solaranlage kann in Deutschland durchschnittlich bis zu 60 Prozent des Wärmebedarfs für die Warmwasserbereitung bereit stellen. Weiterer Vorteil: Die Solaranlage bereitet im Sommer die Trinkwassererwärmung alleine auf. Die Heizung kann komplett abgestellt bleiben. Bei größerer Kollektorfläche eignet sich die Solaranlage auch zur Heizungsunterstützung. Das bietet sich bei Flächenheizungen, wie beispielsweise Fußbodenheizungen, an, weil hier die Energie der Sonne  auch für die niedrigeren Vorlauftemperaturen noch eingesetzt werden kann.

 

Kosten Gasheizung

Für viele Haussanierer sind die Hauptfragen: Welche Kosten kommen auf mich zu und wann rechnet sich meine Investition? Die Gerätekosten für eine neue Gasheizung belaufen sich für ein Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern zu beheizender Wohnfläche auf 4.000 bis 5.000 Euro, zuzüglich den Kosten für Warmwasserspeicher und etwaige Schornsteinsanierung. Zu empfehlen ist die Kombination der neuen Gasheizung mit einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung und/oder Heizungsunterstützung. Ein ausreichend dimensionierter Wärmespeicher dient hier als Puffer zwischen Wärmeerzeugung und Wärmeverbrauch.

Weitere Informationen zu den Kosten einer Gasheizung

 

Amortisation einer Gasheizung nach wenigen Jahren

Das Heizen mit Gas hat sich über viele Jahrzehnte als zuverlässiger und umweltschonender Energieträger bewährt. Deshalb ist es verständlich, wenn ohnehin schon mit Gas geheizt wurde, im Falle einer Modernisierung den Energieträger beizubehalten. So lässt sich eine Modernisierung schnell, einfach und kostengünstig umsetzen. Nach Berechnungen der Initiative Zukunft Erdgas rechnet sich eine neue Gasheizung mit Brennwerttechnik schon nach acht Jahren. Eine neue Gasheizung mit solarer Trinkwassererwärmung amortisiert sich nach weniger als 10 Jahren.

 

Was sollte man bei der Auswahl einer neuen Gasheizung beachten?

Die neue Gasheizung sollte genau auf den Wärmebedarf dimensioniert sein, auf keinen Fall größer. Bei einer Neuinstallation kann auch der Aufstellort neu bestimmt werden. Gasheizungen gibt es  als bodenstehende und wandhängende Geräte. Neben dem Keller kann die neue Gasheizung auch in der Wohnung oder auf dem Dachboden installiert werden. Für eine Installation auf dem Dachboden sprechen die kurzen Wege für Frischluft und Abgas. So kann eventuell auch eine aufwändige Sanierung des alten Schornsteins umgangen werden. Diese Flexibilität in der Installation bietet nicht jedes Heizsystem.Steht eine Sanierung (und damit Wärmedämmung) von Dach und/oder Fassade an, sollte unbedingt auch der Austausch der alten Heizung mit geprüft werden. In diesem Fall verringert sich der Wärmebedarf und die neue Gasheizung kann kleiner ausfallen. Wer sich heute für das Erneuern seiner alten Gasheizung entscheidet, ist auch für künftige Technologien gut gerüstet. Der Haussanierer kann später auf eine mit Erdgas betriebene Wärmepumpe umstellen oder auf eine mit Erdgas betriebene Strom erzeugende Heizung.  Auch die Zukunftstechnologie Brennstoffzelle ist heute schon marktreif und dann für den kommenden Heizungstausch eine bewährte Alternative.

 

Beim Erneuern der Gasheizung das Gesamtsystem optimieren

Wichtig ist ein hydraulischer Abgleich der gesamten Heizungsanlage, damit Heizkessel, Umwälzpumpe und Thermostatventile optimal aufeinander eingestellt sind. Danach steht für jeden Heizkörper die richtige Wärmemenge zur Verfügung, der Brennstoffverbrauch wird dadurch minimiert und lästige Fließgeräusche in der Heizung gehören der Vergangenheit an. Wer eine Förderung durch die KfW für das Erneuern seiner Gasheizung nutzen möchte, muss vorab einen hydraulischen Abgleich durchführen lassen und einen Berechnungsnachweis mit Fachunternehmererklärung vorlegen. Die Kosten für den hydraulischen Abgleich sind wiederum von der KfW förderfähig. Kann die Vorlauftemperatur im Heizsystem reduziert werden arbeitet die neue Gasheizung länger im Brennwertbereich und der Brennwerteffekt kann voll ausgespielt werden. Beim Erneuern der alten Gasheizung muss der Aufstellort nicht immer der Heizungskeller sein. Eine Montage im beheizten Wohnbereich spart zusätzlich Energie, eine Montage unterm Dach punktet mit kurzen Wegen für Zuluft und Abluft und kann im Einzelfall eine Alternative sein zu einer aufwändigeren Schornsteinsanierung.

 

Fördermittel für die neue Gasheizung aktuell

Mit dem Ende 2019 beschlossenen Klimapaket hat die Bundesregierung die bisher verfügbare KfW-Förderung der Gasheizung gestrichen.

Dafür gibt es heute Zuschüsse von bis zu 40 Prozent, wenn Sanierer eine neue Gasbrennwertheizung mit erneuerbaren Energien kombinieren. Infrage kommen thermische Solaranlagen, Biomassekessel, wasserführende Pelletöfen oder Wärmepumpen. Wer eine reine Gasbrennwertheizung einbauen lässt, kann zumindest die Lohnkosten der Handwerker steuerlich absetzen. Arbeitet die Gasheizung noch zuverlässig? Dann bekommen Hausbesitzer hohe Zuschüsse, Darlehen oder steuerliche Vergünstigungen für die Heizungsoptimierung.

Einen Überblick über aktuelle Fördermöglichkeiten geben wir im Beitrag zur Förderung der Gasheizung ab 2020.

Weitere Informationen zur Buderus Brennwerttechnik

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Buderus