Eine Solaranlage zur kombinierten Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung hat höhere Preise als die reine solare Warmwasserbereitung. Den höheren Kosten stehen aber auch höhere Einsparungen  gegenüber. Durch die Förderung mit Zuschüssen in Höhe von 30 Prozent und zinsgünstigen Darlehen lassen sich die Kosten weiter senken.

 

Ein wichtiger Punkt bei den Kosten für eine kombinierte Solaranlage, die auch der Heizungsunterstützung dient, ist die Auslegung. Im Vorfeld gilt es zu klären, wie viel Prozent der Energie, die für die Bereitung von Warmwasser und Heizwärme benötigt wird, durch die Solaranlage abgedeckt werden soll. Hat ein Fachmann diese Berechnung durchgeführt, kann er, unter Einbeziehung der Gegebenheiten vor Ort, eine seriöse Auskunft zu den Preisen dieser individuellen Solaranlage mit zusätzlicher Heizungsunterstützung geben.

 

Beispielrechnung für eine Solaranlage mit Heizungsunterstützung

Als grober Anhaltswert gilt, dass pro Person 3 bis 4 Quadratmeter Fläche für Flachkollektoren und 3 Quadratmeter für Vakuum-Röhrenkollektoren sowie ein Speichervolumen von 150 bis 200 Liter benötigt wird. Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit etwa 150 Quadratmetern zu beheizender Wohnfläche kann dabei mit einer Kollektorfläche von etwa 12 Quadratmetern (ca. 5 – 6 Flachkollektoren) und einem Pufferspeicher-Volumen von 600 bis 800 Litern Volumen gerechnet werden.

Die Preise für eine kombinierte Solaranlage zur Bereitung von Warmwasser und zur Heizungsunterstützung liegen als Richtwert bei 8.000 bis 9.000 Euro. Für Montage und Installation kommen noch einmal Kosten von rund 2.000 Euro hinzu. Mit einer so dimensionierten Heizungsunterstützung lassen sich ca. 20 Prozent des gesamten Heizenergieverbrauchs einsparen und die Kosten für die Heizung deutlich senken.

 

 

Verständlich erklärt: Die Funktionsweise eine Solaranlage

 

 

 

Video: Bosch Junkers Deutschland

Weitere Informationen zur Funktionsweise einer Solarthermie-Anlage erhalten Sie in unserem Artikel.

 

Fördermittel senken die Preise für eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung

Die Wirtschaftlichkeit der eigenen Solarthermie-Anlage zur Heizungsunterstützung lässt sich steigern, wenn die zur Verfügung stehenden Fördermittel optimal ausgeschöpft werden. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert die Errichtung einer Solaranlage aktuell mit einem Zuschuss in Höhe von 30 Prozent. Voraussetzung ist, dass Bauherren und Sanierer die geforderten Mindestgrößen erreichen. Wie hoch diese sind, zeigt die folgende Tabelle:

 

Art von Solarthermie Kollektorgröße Speichergröße
Solarthermieanlagen zur Warmwasserbereitung mind. 3 m² mind. 200 Liter
Flachkollektoren zur Heizungsunterstützung mind. 9 m² mind. 40 l/m²
Vakuumröhrenkollektoren zur Heizungsunterstützung mind. 7 m² mind. 50 l/m²
Solarthermie im Neubau
(weitere Voraussetzungen zur Förderung beachten)
mind. 20 m² mind. 40 l/m² bei Flachkollektoren oder
mind. 50 l/m² bei Vakuumröhrenkollektoren

 

Interessant zu wissen Wichtig zu wissen: Die Förderrate bezieht sich seit 2020 auf die Gesamtkosten. Neben dem Preis für Kollektoren, Speicher und Armaturen schließt das also auch die Verrohrung und die Montage mit ein. Selbst die Kosten für Baugerüst, Lastenkran, Aufständerung oder Unterkonstruktionen auf dem Dach bezuschusst das BAFA hier zu 30 Prozent.

 

Ein Rechenbeispiel inklusive Förderung

Kostet die Solaranlage zur Heizungsunterstützung inklusive Speicher und Regelung 9.000 Euro, kommen noch einmal rund 2.000 Euro für die Montage hinzu. Ist auch ein Baugerüst für etwa 500 Euro nötig, entstehen Gesamtkosten von 11.500 Euro. Die Förderung beträgt in diesem Fall 3.450 Euro. Sie reduziert den Preis der Komplettanlage damit auf 8.050 Euro.

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Buderus