Mit einer Wärmepumpe die Heizkosten um bis zu 50 Prozent reduzieren, das klingt verlockend für Hausbesitzer, deren alte Ölheizung oder Gasheizung zur Modernisierung ansteht. Vor allem dann, wenn der Staat bis zu 45 Prozent der Kosten für den Heizungstausch übernimmt. Damit die Umstellung auf eine Wärmepumpe auch im Altbau effizient funktioniert, gibt es allerdings einiges zu beachten.

 

Fakt ist: Prinzipiell lässt sich jedes Haus mit einer Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser ausrüsten. Aber eine Umstellung im Altbau lohnt nicht in jedem Fall. Alte Ölheizung oder alte Gasheizung raus und neue Wärmepumpe rein. Ganz so einfach geht das bei einem Altbau nicht. Meist sind noch ältere Heizkörper verbaut. Diese benötigen zu hohe Vorlauftemperaturen und stören den effizienten Betrieb von Wärmepumpen. Wichtig ist, dass Hausbesitzer vor der Umstellung den tatsächlichen Wärmebedarf eines jeden Raumes von einem Energieberater oder Heizungsinstallateur prüfen lassen. Jedes Grad Celsius, das an der Vorlauftemperatur eingespart werden kann, steigert die Effizienz einer Wärmepumpe.

 

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Modernisierung im Altbau macht Wärmepumpen interessant

Wärmepumpen funktionieren effizient, wenn die alten Heizkörper durch Niedertemperaturheizkörper (auch Wärmepumpenheizkörper) oder Flächenheizsysteme ausgetauscht werden. Ideal für Wärmepumpen ist der Einbau von Fußbodenheizung oder Wandheizung in den Altbau. Denn die moderne Heiztechnik benötigt vergleichsweise geringe Systemtemperaturen.

Aber auch Modernisierungsmaßnahmen wie die Dämmung von Fassade und Dach sowie der Austausch der Fenster senken den Wärmebedarf bei einer Umstellung. Damit können Wärmepumpen sehr effizient bei geringen Heiztemperaturen arbeiten.

Da Wärmepumpen keinen Kamin benötigen, entfallen außerdem die Kosten für eine etwaige Schornsteinsanierung. Bei der Umstellung einer alten Ölheizung oder Gasheizung auf Brennwerttechnik ist diese fast immer erforderlich.

 

Welche Wärmepumpe eignet sich beim Altbau am besten?

Wärmepumpen nutzen die Umgebungswärme aus Luft, Erde oder Wasser – die Erschließung jeder regenerativen Energiequelle ist abhängig von den örtlichen Gegebenheiten und damit nicht bei jedem Altbau möglich. Jeder Wärmepumpen-Typ verursacht unterschiedliche Kosten in der Erschließung.
Ist die alte Ölheizung oder Gasheizung noch funktionsfähig, dann ist eine zusätzliche Luft-Wärmepumpe eine überlegenswerte Alternative. Sie arbeitet zwar nicht so effizient wie Erd- oder Wasser-Wärmepumpen, allerdings kann die alte Ölheizung oder Gasheizung bei Spitzenbedarf im Winter zugeschaltet werden.

Natürlich ist bei Wärmepumpen im Altbau auch die Kombination mit einer Solaranlage und einem Wärmespeicher möglich. Auch lässt sich der für den Wärmepumpen-Betrieb notwendige Strom überwiegend über eine hauseigene Photovoltaik-Anlage gewinnen.

Für die Umstellung auf eine Erd-Wärmepumpe muss entweder eine Erdbohrung durchgeführt werden (genehmigungspflichtig) oder der Garten wird umgegraben und Erdkollektoren verlegt. Bei der Umstellung auf eine Wasser-Wärmepumpe ist vorab ebenfalls die Genehmigung für eine Bohrung (Grundwasser) einzuholen.

Die Kosten für eine Wärmepumpe variieren je nach Typ und den individuellen Kosten für die Erschließung. Am preiswertesten bei einer Umstellung sind Luft-Wärmepumpen.

Und weil Wärmepumpen im Prinzip wie ein großer Kühlschrank funktionieren, können sie auch zur energieeffizienten Kühlung des Wohnraumes in den Sommermonaten eingesetzt werden. Hier muss auch eine moderne Ölheizung oder Gasheizung passen.

 

Einsparpotential ermitteln

 

Einen ersten Überblick über die entstehenden Kosten und die Einsparungsmöglichkeiten mit einer Wärmepumpen-Heizung im Altbau gibt unser kostenfreier Sanierungsrechner.

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Wie eine Wärmepumpe funktioniert, wird  hier anschaulich erklärt:

 

 

Förderung für Wärmepumpen

Seit Januar 2020 erhalten Bauherren und Sanierer attraktivere Fördermittel für die Wärmepumpe vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). So gibt es Zuschüsse in Höhe von 35 Prozent für alle, die eine Wärmepumpenheizung einbauen. Ergänzt die Umweltheizanlage eine Gasbrennwerttherme, sind Zuschüsse von 30 Prozent möglich. Wer eine alte Ölheizung austauscht, bekommt sogar 40 bis 45 Prozent der Kosten über das BAFA-Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ erstattet. Die offenen Kosten finanzieren Sanierer aus eigener Tasche oder mit einem günstigen Darlehen aus dem KfW-Programm 167.
Übrigens: Die attraktiven Fördermittel gibt es nicht nur für die neue Wärmepumpe. Auch Ausgaben für viele Umfeldmaßnahmen, wie die Entsorgung der Altanlage oder den Einbau neuer Heizkörper sowie Flächenheizsysteme werden bezuschusst.

Einen Überblick über aktuelle Fördermöglichkeiten geben wir im Beitrag zur Förderung der Wärmepumpe ab 2020.

Weitere Informationen zu Wärmepumpen

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Buderus