Emissionsfrei, umweltfreundlich, Nutzung kostenloser Umweltwärme: Heizen mit der Wärmepumpe kann die Energiewende weiter vorantreiben. Lesen Sie bei Effizienzhaus-online mehr zu den verschiedenen Typen von Wärmepumpe, deren Funktionsweise, sowie den Kosten und den Fördermöglichkeiten für Wärmepumpen.

 

Wärmepumpen – Arten und Funktion

Wärmepumpen nutzen natürliche Wärme aus dem Erdboden, der Umgebungsluft oder dem Grundwasser und stellt diese der Heizung oder der Warmwasserbereitung zur Verfügung. Wärmepumpen sind in verschiedenen Leistungsklassen erhältlich und werden meist mit Strom betrieben. Es gibt jedoch auch gasbetriebene Wärmepumpen auf dem Markt. Je nach Wärmequelle unterscheidet man dabei folgende Arten von Wärmepumpen:

Luftwärmepumpe

Luftwärmepumpe

 

Erdwärmepumpe

Erdwärmepumpe

 

Wasser-Wasser-Waermepumpe

Wasser-Wasser-Waermepumpe

 

Hybridwärmepumpe

Hybridwärmepumpe

Brauchwasser-Wärmepumpe

Brauchwasser-Wärmepumpe

 

Wärmepumpe mit Solarthermie

Wärmepumpe mit Solarthermie

Wärmepumpe mit Photovoltaik

Wärmepumpe mit Photovoltaik

Fragen zur Wärmepumpe? Nutzen Sie unsere Navigation:

1. So funktionieren Wärmepumpen

2. Vorteile und Nachteile einer Wärmepumpe

3. Wärmepumpe: Anschaffungskosten

4. Heizen mit Wärmepumpen: Betriebskosten

5. Förderung für Wärmepumpen

6. Darauf sollten Sie bei einer Wärmepumpe achten

 

Einsparpotential ermitteln Ob eine Wärmepumpe die richtige Heizung für Ihr Gebäude ist, lässt sich ganz einfach mit Hilfe des kostenlosen Heizungs-Vergleichs-Rechners ermitteln. Hier können Sie sich unverbindlich und einfach Kosten und Einsparungen für Wärmepumpen im Vergleich zu anderen Heiztechnologien aufzeigen lassen.

Zum Sanierungsrechner

 

 

So funktionieren Wärmepumpen

Wärmepumpen arbeiten im Prinzip wie ein Kühlschrank – nur mit umgekehrter Nutzung. Wärme wird der Umgebung entzogen und auf nutzbarem Niveau in das Haus gebracht. Im Wärmepumpenkreis wird die Wärme aus Erdreich, Grundwasser oder Luft in der Wärmepumpe über einen Wärmetauscher, den sogenannten Verdampfer, auf ein flüssiges Kältemittel übertragen. Durch den sehr niedrigen Siedepunkt des Kältemittels, erwärmt es sich schnell und verdampft schon bei niedrigen Temperaturen. Anschließend verdichtet ein Kompressor das gasförmige Kältemittel, das sich dabei zusätzlich stark erhitzt. Die so erzeugte Wärme wird über einen zweiten Wärmetauscher, den Verflüssiger, vollständig an das Heizsystem und den Warmwasserspeicher abgegeben. Dadurch kühlt das Kältemittel stark ab und wird wieder flüssig. Das Kältemittel wird anschließend über das Expansionsventil zurück zum Verdampfer geleitet. Der beschriebene Prozess wiederholt sich, der Kreislauf ist geschlossen.

Durch diese Technologie lassen sich bis zu drei Viertel der erzeugten Heizenergie kostenlos aus dem Energiespeicher der Natur gewinnen. Lediglich der Betrieb des Kompressors selbst erfordert einen elektrischen Energieaufwand. Wird diese elektrische Leistungsaufnahme ebenfalls über grünen Strom aus dem Netz oder über die eigene Photovoltaik-Anlage gedeckt, kann die Wärmeversorgung des Hauses nahezu ohne CO2 Emission erfolgen.

 

Quelle: Effizienzhaus-online

 

Wärmepumpen arbeiten am besten mit Niedertemperaturheizkörpern wie einer Fußbodenheizung. Wenn Sie die Wärmepumpen-Technologie für Ihre Altbausanierung verwenden möchten, sollten Sie vorher unbedingt eine professionelle Energieberatung in Anspruch nehmen.

 

Vorteile und Nachteile einer Wärmepumpe

Vorteile Nachteile
Niedrige Heizkosten beim Heizen mit Wärmepumpen durch Einbindung kostenloser Umweltenergie und günstigem Wärmepumpenstrom Effizienter Betrieb erfordert eine Flächenheizung oder Gebläsekonvektoren
Bis zu drei Viertel der Heizenergie kommt aus natürlichen Energiequellen, dadurch sind Wirkungsgrade bei Wärmepumpen COP (Coefficient of Performance) von über 4 (entspricht 400 % Wirkungsgrad) erreichbar Für Erd- und Wasserwärmepumpen besteht eine Genehmigungspflicht
Kein Kamin notwendig, da keine Abgase oder Emissionen bei strombetriebenen Wärmepumpen entstehen Installation abhängig von örtlichen Gegebenheiten (Grundwasserstand, Bodenbeschaffenheit etc.)
Kein Platz für Lagerung des Energieträgers nötig Bei Erdwärmepumen mit Tiefenbohrung sind hohe Investitionskosten erforderlich. Hier können Erdwärmepumpen mit Kollektoren eine Alternative sein
Schonung fossiler Brennstoffe, deutliche Reduzierung von CO2-Emissionen Bei Luftwärmepumpen kommt es durch das Gebläse zur Geräuschentwicklung im Außenbereich
Reversible Wärmepumpen können auch zur Kühlung eines Gebäudes im Sommer eingesetzt werden

 

Wärmepumpe: Anschaffungskosten

Die Kosten für die Investition einer Wärmepumpe liegen höher als bei Gas- oder Öl-Brennwertgeräten. Allerdings sind die Betriebskosten deutlich geringer. Der große Vorteil der Wärmepumpen ist die kostenfreie Nutzung der Umweltenergie, wodurch – je nach Effizienz der Anlage – nur ein Drittel bis ein Fünftel der bereitgestellten Wärme als Energiekosten anfallen. Spezielle Wärmepumpentarife der Energieversorger liegen aktuell bei ca. 20 Cent je Kilowattstunde und damit deutlich unter denen für normalen Haushaltsstrom. So lassen sich die Kosten für eine Kilowattstunde Wärme mit einer Wärmepumpe auf bis zu 4 Cent reduzieren.

Die Kosten für Wärmepumpen variieren dabei jedoch je nach Art der Wärmepumpe:

Art der Wärmepumpe Kosten
Erdwärmepumpen Bei Erdwärmepumpen (auch als Erdwärmeheizung bekannt) muss man Investitionskosten zwischen 12.000 und 15.000 Euro rechnen. Hier kommen allerdings noch die Kosten für eine Erdsondenbohrung im Schnitt mit rund 10.000 Euro dazu. Außerdem sind die anfallenden Montagekosten für den Installateur noch zu berücksichtigen.
Luftwärmepumpen Luftwärmepumpen (oder auch Luft-Wasser- oder Luft-Luft Wärmepumpen genannt) sind preiswerter, aber nicht ganz so leistungsstark. Hier fallen Investitionskosten von 13.000-24.000 Euro an (zzgl. Montagekosten für den Installateur). Diese Wärmepumpen sind vor allem im energieeffizienten Neubau eine gute Wahl.
Wasserwärmepumpen Je nach Leistungsgröße kann bei einer Wasserwärmepumpe mit einer Investition zwischen 8.000 und 16.000 Euro gerechnet werden, zuzüglich Montagekosten. Auch hier schlägt die Erschließung der Wärmequelle und die benötigten Genehmigungen für die Grundwassernutzung zusätzlich zu Buche. Je nach örtlichen Gegebenheiten und Bohrtiefe können Sie für die Erschließung nochmals mit 8.000 bis 20.000 Euro rechnen.
Brauchwasser-Wärmepumpen Die Brauchwasser-Wärmepumpe ist ein günstiges Einsteigermodell, das aber nur zur Warmwasser Bereitung genutzt werden kann. Die Kosten für diese Art Wärmepumpe liegen bei ca. 3.000 Euro. Da es sich um eine Luftwärmepumpe handelt, fallen hierfür keine Erschließungskosten an.
Hybrid-Wärmepumpe Bei dieser Technologie werden zwei Heizsysteme optimal miteinander kombiniert. Ob Gas- oder Ölbrennwert, Solarthermie oder Pelletheizung: Die Wärmenpumpentechnik lässt sich mit allen bestehenden Heizarten kombinieren. Die Kosten hierfür liegen zwischen 3.000 Euro und im niedrigen fünfstelligen Bereich.

 

 

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Heizen mit Wärmepumpen: Betriebskosten

In der Anschaffung mögen Wärmepumpen ziemlich teuer erscheinen, aber bei den Betriebskosten holen sie wieder deutlich auf. Den Großteil der benötigten Heizenergie ziehen sich Wärmepumpen aus kostenloser Umweltenergie, so dass lediglich ein Drittel bis ein Fünftel der bereitgestellten Energie in Form von Stromkosten fällig werden. Bei einem gut gedämmten Haus, Flächenheizungen und kompetenter Installation der Wärmepumpen-Heizung liegen Ihre laufenden Kosten deutlich unter denen von Öl oder Gas – von den nahezu nicht vorhanden CO2-Emissionen ganz zu schweigen.

 

Hohe Förderung für Wärmepumpen

Seit Januar 2020 erhalten Bauherren und Sanierer attraktivere Fördermittel für die Wärmepumpe vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). So gibt es Zuschüsse in Höhe von 35 Prozent für alle, die eine Wärmepumpenheizung einbauen. Ergänzt die Umweltheizanlage eine Gasbrennwerttherme, sind Zuschüsse von 30 Prozent möglich. Wer eine alte Ölheizung austauscht, bekommt sogar 40 bis 45 Prozent der Kosten über das BAFA-Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ erstattet. Die offenen Kosten finanzieren Sanierer aus eigener Tasche oder mit einem günstigen Darlehen aus dem KfW-Programm 167.

Einen Überblick über aktuelle Fördermöglichkeiten geben wir im Beitrag zur Förderung der Wärmepumpe ab 2020.

 

Darauf sollten Sie bei einer Wärmepumpe achten

  • Eine Wärmepumpe als Heizung nutzt den natürlichen Energiespeicher der Umgebung, um Wärme auf einem höheren Temperaturniveau bereitzustellen. Je geringer der Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle und Heizkreis dabei ist, desto höher die Effizienz der Anlage.
  • Bei Neubauten muss gemäß Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) regenerative Energie eingesetzt werden. Wärmepumpen helfen bei der Erfüllung dieser Auflage. Auch bei einem Passivhaus, Null- oder Energieplushaus ist die Einbindung von Umweltwärme dank geringen Wärmebedarfs und niedriger Heiztemperaturen sinnvoll.
  • Einige Energieversorger bieten vergünstigte Wärmepumpen Stromtarife an.
  • Gesonderte Wärmepumpen-Tarife für Strom bedingen Abschaltzeiten, deshalb sind Wärmespeicher (Pufferspeicher) vorzusehen.
  • Durch das Gebläse der Luftwärmepumpen sind Geräuschentwicklungen möglich. Die Aufstellung sollte daher nicht in der Nähe von Schlafzimmern etc. erfolgen.
  • Erdwärmepumpen mit Erdsondenbohrung sind genehmigungspflichtig und vom jeweiligen Landratsamt abhängig.

Weitere Produkt-Informationen zu Wärmepumpen von Buderus

 

Partner finden Damit eine Wärmepumpe effektiv und wirtschaftlich arbeiten kann, muss die passende Wärmepumpe kompetent eingebaut und eingestellt werden. Geschulte Fachkräfte auf dem Gebiet finden Sie in der Bauexperten-Suche von Effizienzhaus-online!
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