Wärmepumpen immer beliebter im Neubau

Wärmepumpen im Neubau beliebt

Fast jeder zweite Bauherr entscheidet sich dafür

Wärmepumpen gewinnen Heizwärme aus kostenfreier Umweltenergie. Sie sind damit nicht nur klimafreundlich – sie liegen auch voll im Trend. Während der Absatz von 2018 auf 2019 um etwa 2 Prozent stieg, entschieden sich allein im ersten Halbjahr 2020 23,5 Prozent mehr Bauherren für eine Wärmepumpe als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein Grund dafür: Die wesentlich verbesserte Förderung der Umweltheizung, die als Hybridheizung auch in Bestandsgebäuden immer häufiger zum Einsatz kommt.

In 45,9 Prozent aller Neubauten kam 2019 eine Wärmepumpe zum Einsatz. Die klimafreundliche Umweltheizung verdrängte damit die Gasheizung vom Platz eins der beliebtesten Heizsysteme. Für Letztere entschieden sich nur noch 38,7 Prozent der Bauherren, 15,4 Prozent setzten hingegen auf Lösungen wie Holz, Öl, Fernwärme oder Biogas. Der Bundesverband Wärmepumpe e.V. rechnet damit, dass der Marktanteil der Umweltheizungen im Neubau weiter steigen wird. Ein Grund dafür seien die hohen Anforderungen im Gebäudeenergiegesetz. Für finanzielle Anreize sorge zudem die wesentlich verbesserte BAFA-Förderung und die 2021 kommende CO2-Steuer. Letztere verteuert fossile Brennstoffe wie Heizöl, Erd- oder Flüssiggas teils deutlich.

Ein Blick auf die Absatzzahlen 2020 zeigt: Der Trend setzt sich fort. Denn allein im ersten Halbjahr entschieden sich 23,5 Prozent der Bauherren mehr für die Technik als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die folgende Grafik zeigt.

Waermepumpen erobern den Heizungskeller

 

Beliebtheit der Heizung nach Bundesländern

Im Saarland kamen die Umweltheizungen im Neubau 2019 am häufigsten zum Einsatz. Der Wärmepumpen-Anteil betrug hier 61,9 Prozent. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Baden-Württemberg (61,0 Prozent) sowie Rheinland-Pfalz (55,3 Prozent). Am stärksten wird im Süden und in der Mitte Deutschlands auf das Heizen mit regenerativer Umweltenergie gesetzt. In vielen Bundesländern ist die klimafreundliche Technik schon das am häufigsten installierte Heizsystem im Neubau.

 

Heizen mit einer Wärmepumpe: So funktioniert es

Wärmepumpen zapfen die Erde, das Wasser oder die Luft in ihrer Umgebung an, um kostenfreie Umweltenergie zu gewinnen. Anschließend machen sie die Wärme mit einem technischen Prozess zum Heizen nutzbar. Das folgende Video erklärt, wie das funktioniert.

 


Hausbesitzer profitieren von vielen Vorteilen

Bauherren schätzen die hocheffiziente Arbeitsweise, mit der die jährlichen Heizkosten deutlich sinken. Die Unabhängigkeit von steigenden Preisen bei fossilen Brennstoffen sowie der Wegfall von Lagerraum für Brennstoffe sind weitere Vorteile. Wärmepumpen sind aber auch gut für die Umwelt. Sie nutzen regenerative Energiequellen und verursachen keine CO2-Emissionen vor Ort. Nutzt die Umweltheizung grünen Strom aus dem Netz oder der eigenen Photovoltaikanlage, arbeitet sie zudem CO2-neutral.

Ein weiterer Vorteil: Während die Anlagen Wohngebäude im Winter energiesparend beheizen, können reversible Wärmepumpen im Sommer genauso effizient auch kühlen. Eine Funktion, die kein anderes Heizsystem am Markt ermöglicht.

 

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Auch Sanierer setzen häufiger auf die Umweltheizung

Gut gedämmte Häuser und groß ausgelegte Heizflächen sind Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Betrieb einer Wärmepumpe. Sinnvoll ist die Technik aber auch in Altbauten, die diese Vorgaben nicht komplett erfüllen. Und zwar als Hybridheizung in Kombination mit einer Gas- oder Ölheizung. Während die Umweltheizung hier in der immer länger andauernden Übergangszeit für warme Räume sorgt, schalten sich die konventionellen Heizgeräte nur an sehr kalten Tagen zu. Das Besondere daran: Wer Wärmepumpe und Gas-Brennwertheizung in einem Zuge nachrüstet, bekommt bis zu 40 Prozent Förderung vom Staat – und zwar für die Komplettanlage.

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Quelle: Bosch Thermotechnik/Bundesverband Wärmepumpe e.V.
Foto: Buderus