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Heizungsmodernisierung: Umstellung von Öl auf Erdgas

 

Ölheizung auf Gasheizung umstellen

 

7 wichtige Tipps für die Umstellung von Öl auf Erdgas

Wer heute noch mit Öl heizt, muss bald umdenken. Denn mit dem Klimapaket plant die Bundesregierung ein Verbot der Ölheizung. Es soll ab 2026 gelten und den Einbau der Technik in neuen und alten Gebäuden betreffen. Ziel des Verbots ist es, den CO2-Ausstoß zu senken und das Klima zu schonen. Aber auch für Hausbesitzer hat es viele Vorteile, die alte Ölheizung zu ersetzen. Sie profitieren von effizienter Heiztechnik, sinkenden Heizkosten und einer hohen Förderung. Besonders interessant: Die Heizungsumstellung von Heizöl auf Erdgas. Denn diese rechnet sich meist am schnellsten. Wir geben Ihnen wichtige Tipps, was Sie bei einer Umstellung von Öl auf Erdgas beachten müssen.

 

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Tipp 1: Vorteile von Erdgas

Unser Vergleich der Klimabilanz verschiedener Energieträger zeigt: Erdgas ist der sauberste fossile Rohstoff und Hausbesitzer können bei einem Heizungstausch ihren Ausstoß an CO2 reduzieren. Wer seine alte Ölheizung tauscht und eine neue Erdgas-Brennwertheizung einbauen lässt, spart im besten Falle bis zu 30 Prozent der Treibhausgase ein. Im gleichen Maße fallen dabei auch die Heizkosten.
Ein weiterer Pluspunkt: Erdgas ist, soweit eine Anschlussmöglichkeit besteht, jederzeit verfügbar und im Vergleich zu Heizöl bequem ohne Bevorratung und Vorfinanzierung zu beziehen. Im Keller ist keine Lagerfläche mehr notwendig, es gibt neuen Platz.

Im Gegensatz zu Heizöl lässt sich der gasförmige Rohstoff außerdem komplett regenerativ herstellen. Möglich ist das in Biogas- oder Power-to-Gas-Anlagen. Letztere nutzen überschüssigen Sonnen- und Windstrom, um mithilfe der Elektrolyse von Wasser synthetisches Erdgas herzustellen.

 

Tipp 2: Das ist bei einer Umrüstung zu beachten

Wer eine alte Ölheizung zur Gasheizung umrüsten möchte, muss einige Voraussetzungen erfüllen. Zunächst ist zu klären, ob bereits ein Gasanschluss vorhanden ist. Liegt dieser nicht im Haus, müssen Verbraucher einen neuen Anschluss herstellen lassen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 1.500 bis 2.500 Euro. Ist ein Gasanschluss nicht möglich oder zu teuer, bietet sich ein Flüssiggastank als Alternative an. Während Tanks zum Kaufen etwa 1.500 bis 3.000 Euro kosten, können Verbraucher diese für 10 bis 15 Euro im Monat auch mieten.

Ist die Brennstoffversorgung sichergestellt, müssen Hausbesitzer den alten Öltank entsorgen lassen. Die Kosten dafür hängen von der Art des Tanks ab und liegen in der Regel zwischen 500 und 1.500 Euro.
Wer seine alte Ölheizung ersetzt, entscheidet sich häufig für eine moderne Brennwertheizung. Da die Technik mit niedrigeren Abgastemperaturen arbeitet, kann es allerdings passieren, dass im Schornstein Kondensat anfällt. Um Schäden zu vermeiden, muss dieser feuchteunempfindlich sein. Sicherstellen lässt sich das zum Beispiel mit einer Kunststoffleitung, die Experten einfach in den alten Abgasweg einziehen. Die Kosten dafür belaufen sich in der Regel auf 500 bis 1.000 Euro.

 

 

Tipp 3: Kosten für Anschaffung und Betrieb vergleichen

Der Vergleich von Gasheizung und Ölheizung zeigt: Die moderne Gasheiztechnik ist mit vielen Vorteilen verbunden, sodass sich der Austausch häufig lohnt. Und das auch finanziell, denn: Die Anschaffungskosten für eine neue Gasheizung sind in der Regel günstiger als die Ausgaben für eine neue Ölheizung.

Wichtig bei der Betrachtung sind dabei aber auch die Kosten für den Energieträger. Während der Erdgaspreis in den frühen 2000er Jahren lange über dem Heizölpreis lag, war der gasförmige Rohstoff zwischen 2010 und 2014 günstiger. Es folgte ein starker Preisrutsch für den Brennstoff Öl, der Ende 2018 wieder teurer war als Gas. Was bei der Betrachtung auffällt: Im Vergleich zu den Heizölpreisen sind die Preise für Erdgas seit 2010 stabiler. Der Ölpreis unterliegt hingegen immer wieder starken Schwankungen. Aktuell befinden sich beide Rohstoffpreise auf einem ähnlichen Niveau. Eine starke Veränderung der Preise für Heizöl sehen Experten aktuell eher nicht voraus. Der Grund: Im Moment heben sich preissteigernde und preissenkende Faktoren fast komplett auf. (Stand: Oktober 2019)

 

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Artikel Gaspreis aktuell.

Vergleich Preisentwicklung Gas und Heizöl
Quelle: www.fastenergy.de

 

Tipp 4: Solarthermie am besten gleich mit einplanen

Wer eine umweltfreundliche Alternative zur Ölheizung sucht, kann die neue Gasheizung mit Solarthermie kombinieren. Durch die Nutzung der Sonnenwärme lassen sich zusätzlich bis zu elf Prozent Energiekosten einsparen und Hausbesitzer können außerdem ihren Ausstoß an CO2 reduzieren.

Ein weiterer Vorteil: Im Sommer muss die Heizung nicht für die Trinkwassererwärmung in Betrieb bleiben. Die Versorgung mit warmem Wasser erfolgt über einen ausreichend dimensionierten Brauchwasserspeicher. Wer mehr sparen möchte, kann die Solaranlage größer auslegen. Dann dient sie auch der Heizungsunterstützung und hilft, den Energieverbrauch sowie den CO2-Ausstoß weiter zu senken.

 

Weitere Informationen zu Kosten von Solarthermie-Anlagen

 

Tipp 5: Maximale Förderung sichern

Wer seine alte Ölheizung ersetzt, profitiert heute von hohen Fördermitteln. Politisch ist häufig die Rede von einer Abwrackprämie, die mit einer Zuschussförderung in Höhe von 40 Prozent auch im aktuellen Entwurf zum Klimapaket der Bundesregierung aufgenommen wurde.

Aber auch ohne die Abwrackprämie bekommen Hausbesitzer finanzielle Unterstützung vom Staat, wenn sie ihre Ölheizung tauschen und eine Gasbrennwertheizung einbauen. So gibt es zinsgünstige Darlehen mit einem Tilgungszuschuss in Höhe von mindestens 7,5 Prozent über das KfW-Programm 152. Alternativ dazu stellt der Staat über das KfW-Programm 430 auch eine Zuschussförderung in Höhe von mindestens 10 Prozent der anfallenden Kosten zur Verfügung. Wer die alte Heizungsanlage im gleichen Zuge optimiert, profitiert von noch besseren Konditionen. Denn dann steigt der Tilgungszuschuss bei der Kreditvariante auf 12,5 Prozent. Der einmalige Zuschuss aus dem Programm 430 der KfW steigt in diesem Fall auf 15 Prozent an.

Noch mehr Geld bekommen Hausbesitzer, die auch eine Solaranlage installieren. Denn dann gibt es zusätzliches Geld über das Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Während Verbraucher für Warmwasser-Solaranlagen 500 Euro extra bekommen, steigt der Zuschuss für eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung auf mindestens 2.000 Euro an.

Voraussetzung ist, dass Verbraucher in jedem Fall auch einen hydraulischen Abgleich durchführen. Sie müssen die hohen technischen Anforderungen der Fördergeber einhalten und die Mittel bereits vor der Auftragsvergabe an einen Handwerksbetrieb beantragen.

 

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Tipp 6: Fachmännische Beratung von Anfang an

Nach einer Besichtigung vor Ort gibt ein qualifizierter Fachbetrieb zuverlässig Auskunft über individuell notwendige Umbaumaßnahmen. Er informiert über die richtige Dimensionierung der neuen Heizungsanlage und sorgt dafür, dass die Technik optimal zur energetischen Qualität der Gebäudehülle passt. Fachbetriebe beraten außerdem zum optimalen Ort sowie zur passenden Art der Geräteinstallation - bei einer Gasheizung deutlich variabler als bei einer Ölheizung - und unterbreiten ein verbindliches Angebot. Natürlich zeigen sie auch mögliche Alternativen zur Ölheizung auf. Dabei informieren sie über die Umstellung auf eine Holzheizung, eine Pelletheizung oder auf eine Wärmepumpe und die Kosten, die hierfür anfallen. Fachkundige Handwerker in Ihrer Nähe, die kompetent beraten und jede Heizungsmodernisierung komplett realisieren, finden Modernisierer auf Effizienzhaus-online.

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Tipp 7: Gasanbieter vergleichen und weiter sparen

Mit der Umstellung von Öl auf Gas haben Verbraucher fortan die Möglichkeit, durch die Wahl des richtigen Anbieters und des richtigen Gastarifes mehrere Hundert Euro im Jahr zu sparen. Das bestätigte auch eine Untersuchung der Stiftung Warentest. Den Experten zur Folge können Verbraucher heute auf zwei Wegen sparen:


•    Option eins: Den günstigsten Anbieter mit einem dauerhaft niedrigen Gastarif suchen.
•    Option zwei: Regelmäßig den Gasanbieter wechseln & Bonuszahlungen für Neukunden mitnehmen

 

Egal, ob sich Kunden lieber bequem verhalten oder aktiv wechseln möchten: Im Artikel “Gastarife“ beschreibt die Stiftung Warentest, wie sich Verbraucher auf Vergleichsportalen mit den Suchmasken am besten zurechtfinden und so viel Geld sparen können.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
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