Der Gebäudebereich verursacht jedes Jahr einen hohen CO2-Ausstoß. Das schadet nicht nur dem Klima, sondern Hausbesitzer zahlen auch überhöhte Heizkosten. Abhilfe schafft eine Heizungssanierung, bei der Heizungs-Experten die alte Technik gegen neue und effiziente Heiztechnik austauschen. Das Besondere daran: Durch die Einsparung bei den Heizkosten liegt die Amortisationszeit meist deutlich unter 10 Jahren. Erfahren Sie, wie Sie die durch die Wahl der richtigen Heiztechnik und durch die passenden staatlichen Förderprogramme viel Geld sparen.

 

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Heizung sanieren: Zahlreiche Gründe sprechen dafür

Mit einer Heizungssanierung können Hausbesitzer dazu beitragen, die Klimaschutzziele zu erreichen. Denn moderne Heiztechnik stellt Wärme für Heizung und Trinkwasser effizienter bereit. Die Heizungssanierung hat aber auch eine Reihe weiterer Vorteile. Die wichtigsten sind:

•    sinkende Heizkosten
•    höherer Heizkomfort
•    steigende Zuverlässigkeit
•    Wertsteigerung der Immobilie
•    Schonung fossiler Ressourcen
•    Umwelt- und Klimaschutz

Mit dem Klimapaket hat die Regierung bereits wichtige Punkte beschlossen, um den hohen CO2-Emissionen entgegenzuwirken. So wird es in Zukunft einen Preis für CO2 und ein Verbot für den Einbau von Ölheizungen geben.

 

Die richtigen Maßnahmen zur Heizungssanierung

Wer Haus oder Heizung sanieren möchte, hat viele Maßnahmen zur Auswahl. Welche die höchsten Einsparungen versprechen, hängt dabei vom Gebäude ab. Ist das Budget begrenzt, zählt der Heizungstausch zu einer der wirtschaftlichsten Sanierungsarbeiten. So lassen sich alte Öl- oder Gasheizungen mit überschaubarem Aufwand durch neue Kessel mit Brennwerttechnik ersetzen. Letztere nutzen im Abgas versteckte Energie und holen deutlich mehr Wärme aus der gleichen Brennstoffmenge. Hausbesitzer können ihre Heizkosten auf diese Weise um bis zu 30 Prozent senken. Sie schonen aber nicht nur den eigenen Geldbeutel: Verbraucht die Heizung weniger, kommt sie mit einem geringeren CO2-Ausstoß aus. Sie benötigt weniger fossile Rohstoffe und schont damit auch Klima und Umwelt.

 

Im Hinblick auf das inzwischen beschlossene Verbot von neuen Ölheizungen, lohnt es sich bei einer Heizungssanierung, auch den Energieträger zu wechseln. So können Besitzer einer Ölheizung einen vorhandenen Gasanschluss nutzen oder diesen legen lassen. Ist das nicht möglich, bietet Flüssiggas eine günstige und zukunftssichere Alternative.

Regenerative Alternativen sind Wärmepumpen, Holzheizungen und Solaranlagen, die sich in vielen Fällen sogar mit der Gasheiztechnik kombinieren lassen. Auch eine intelligente Mischung mit Photovoltaik verspricht im Zuge der Heizungssanierung beachtliche und langfristige Spareffekte.

Wer die Heizung sanieren möchte, sollte aber nicht nur an die Wärmequelle und den Energieträger denken. Auch der Austausch alter Heizkörper und der Einbau einer Flächenheizung lohnen sich. Sinnvoll sind außerdem der Austausch alter Heizungspumpen, der Einbau neuer Thermostatventile und der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage. All diese Maßnahmen sorgen für eine effizientere Wärmeverteilung und sinkende Heizkosten.

Ist das Budget größer, lohnt es sich, das gesamte Gebäude auf den Prüfstand zu stellen. Zu hohe Wärmeverluste vermeiden Hausbesitzer dabei durch die Dämmung von Wänden, Dächern oder den Austausch der Fenster. Wichtig zu wissen ist, dass der Weg zum energieeffizienten Haus immer eine Kombination aus den passenden Maßnahmen ist.

 

Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH

 

Welche Heizung ist die richtige für Ihre Immobilie?

Bei der Planung, wie Sie optimal die Heizung sanieren, werden die Eigenschaften des Gebäudes und die Bedürfnisse seiner Nutzer und Bewohner in den Blick genommen. Welche Anlage ist vorhanden und an welcher Stelle hat die Sanierung der Heizung den größten Effekt? Wie viel können und möchten Sie investieren, um die Heizung zu sanieren? Und welche Möglichkeiten gibt es vor Ort, um verschiedene Energieträger sinnvoll zu nutzen? Diese Fragen entscheiden schließlich, welche Heizung die richtige ist.


#Heizung sanieren – Gas und Öl

Bei Ein- und Mehrfamilienhäusern sind meist Gas- oder Ölheizungen vorhanden. Die optimale Lösung zur Sanierung ist dabei oft ein Brennwertkessel. Denn dabei müssen Hausbesitzer nur den Wärmeerzeuger tauschen. Die bestehenden Anschlüsse und Komponenten können sie weiter nutzen.

Durch das beschlossene Verbot der Ölheizung ab 2026 lohnt es sich schon heute, von Öl auf Gas zu wechseln, wenn die Heizung saniert werden soll. Die Gaspreise liegen aktuell unter dem Ölpreis, könnten langfristig aber auch ansteigen. Nachteilig ist die Klimabilanz der Heizung. Gaskessel punkten zwar mit einer sauberen Verbrennung, stoßen im Vergleich zu Pellets oder Scheitholz aber mehr CO2 aus.

Wichtig zu wissen: Die Brennwerttechnik arbeitet mit deutlich geringeren Abgastemperaturen. So ist in vielen Fällen auch eine Schornsteinsanierung Pflicht, um den Abgaszug vor Kondensat zu schützen.

 

#Heizung sanieren – Solarthermie

Ein eleganter Weg, wie Sie eine Heizung sanieren und bei der Warmwasserbereitung noch mehr sparen können, ist die Nutzung der Sonnenenergie. Dieser Weg ist im Betrieb kostenlos, leicht verfügbar und emissionsfrei. Durch die Einsparung von Brennstoffen amortisieren sich die Anlagen in der Regel schnell und zuverlässig. Darüber hinaus wird die Nutzung von Sonnenenergie von KfW und BAFA sehr stark gefördert und kann den Pflichtanteil von 15% an erneuerbarer Energie in Baden-Württemberg (eWärmeG) beim Heizungstausch abdecken.

 

#Heizung sanieren – Wärmepumpen

Eine innovative und sparsame Möglichkeit der Wärmegewinnung ist die Nutzung von Umgebungswärme aus der Luft, der Erde oder dem Wasser. Die Umweltwärme ist kostenfrei verfügbar. Sie lässt sich mit einer Wärmepumpe zum Heizen nutzbar machen und kann im Altbau auch eine Gasheizung ergänzen. Letzteres lohnt sich vor allem dann, wenn das Gebäude im Winter auf hohe Vorlauftemperaturen angewiesen ist. Während die Wärmepumpe dabei weite Teile des Jahres kostengünstig allein arbeitet, hilft die Gasheizung an besonders kalten Tagen aus. Das sichert niedrige Heizkosten und eine klimaschonende Wärmeversorgung.

Im Artikel "Wärmepumpen erobern den Heizungskeller" erfahren Sie noch mehr zum Trend zur Wärmepumpe.

Im Betrieb der Wärmepumpe entstehen keine direkten Emissionen. Allerdings ist der elektrische Strom für den Kompressor einzubeziehen. Die CO2-Bilanz hängt dabei vom Angebotsmix des Stromversorgers ab. Mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien oder der Eigenversorgung mit einer Photovoltaikanlage lässt sich eine Wärmepumpe fast CO2-neutral betreiben.

Voraussetzung für die Technik ist, dass die örtlichen Gegebenheiten den effizienten Einsatz möglich machen. Ob das der Fall ist, prüfen unsere kompetenten Handwerkspartner vor Ort!

 

#Heizung sanieren – Holzheizung

Pellets, Hackschnitzel oder Scheitholz sind nachwachsende Rohstoffe, die weitestgehend CO2-neutral verbrennen. Die Holzheizung ist aber nicht nur umweltfreundlich. Sie ist auch eine interessante Alternative, um sich langfristig von steigenden Rohstoffpreisen unabhängig zu machen. Wenn Hausbesitzer die Heizung sanieren und auf Holz umstellen, muss neben dem Kessel allerdings auch für den Brennstoffvorrat viel Platz vorhanden sein. Bei der Sanierung einer alten Ölheizung lässt sich dafür häufig der Standplatz der Öltanks nutzen.

 

Heiztechnik im Wandel: Digitale Heizung immer beliebter

Die Heiztechnik ist im Wandel und neben energiesparenden Kesseln werden auch Smart-Home-Lösungen immer beliebter. Und das ist kein Wunder: Denn die digitale Steuerung der Heizung nimmt Verbrauchern viel ab. Sie lernt Gebäude sowie Nutzer kennen und optimiert die Betriebsweise der Kessel von allein. Dabei reguliert sie die Raumtemperaturen abhängig von voreingestellten oder selbst erlernten Nutzungsprofilen. Die moderne Steuerung berücksichtigt den Wetterbericht und sorgt dafür, dass die Kessel nie mehr Energie verbrauchen, als nötig.

 

Kosten, Förderung und Amortisierung

Wenn Bauherren die Heizung sanieren, möchten sie wissen, wie schnell sich die Maßnahmen amortisieren. Neben den Investitionen für Anschaffung und Montage sind dabei auch die Verbrauchs- und Wartungskosten ausschlaggebend.

So stehen bei der Gasheizung geringe Anschaffungskosten relativ hohen Verbrauchskosten gegenüber. Die Wärmepumpe fordert anfangs hohe Investitionen, ist aber im Betrieb sehr günstig.

Ein Beispiel: In einem Einfamilienhaus Baujahr 1970 mit 140 qm Wohnfläche wird eine alte Ölheizung gegen ein modernes Gas-Brennwertgerät ausgetauscht. Veranschlagt werden dabei Investitionen von ca. 10.000 Euro. Durch niedrigere Energiepreise und den geringeren Verbrauch amortisiert sich die Heizungssanierung in weniger als 10 Jahren. -> Siehe auch Öl- und Gasheizung im Vergleich

Ein staatlicher Zuschuss bei Heizungserneuerung, Förderungen und niedrig verzinste Darlehen von KfW, BAFA, Kommunen, Versorgungsbetrieben und verschiedenen Herstellern machen es noch attraktiver, zeitnah die Heizung zu sanieren. Die günstigsten Szenarien für Ihre konkrete Immobilie ermitteln Sie mit unserem Sanierungsrechner.

 

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BAFA-Förderung für die Heizungssanierung

BAFA-Fördermittel gibt es für thermische Solaranlagen, Biomasseheizungen (Holz oder Pellets) und Wärmepumpen. Außerdem ist die finanzielle Unterstützung auch für Mini-KWK-Anlagen (Blockheizkraftwerke) mit einer Leistung von bis zu 20 Kilowatt (kWel) verfügbar.

Mit dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) hat die Bundesregierung zusätzliche Investitionsanreize gesetzt. Die Förderung umfasst den Einbau besonders effizienter Heizungen samt Maßnahmen zur Optimierung des gesamten Heizsystems (inklusive Heizkörpern und Rohrleitungen).

Die Beantragung erfolgt über das BAFA im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP). Modernisierer erhalten einen Zusatzbonus von 20 Prozent der bisherigen MAP-Förderung für den Heizungsaustausch und einen Zuschuss von 600 Euro für die Optimierung der gesamten Heizung. Einen Zuschuss erhält ebenfalls, wer seine bereits geförderte Heizung nachträglich optimieren oder einen Wärmepumpencheck durchführen möchte. Optimaler Start in eine Heizungssanierung ist die Vor-Ort-Beratung durch einen Energieberater, die vom BAFA ebenfalls bezuschusst wird.

 

KfW-Förderung für die Sanierung der Heizung

Die KfW-Bankengruppe fördert Maßnahmen am Haus über das Programm Energieeffizient Sanieren. Kommen bei einer Heizungssanierung fossile Energieträger wie Öl oder Gas zum Einsatz, ist dabei die Förderung über einen Kredit oder einen Zuschuss möglich. Die Kreditvariante (KfW-Programm 152) wartet mit sehr attraktiven Zinskonditionen, tilgungsfreien Anfangsjahren und einer langen Zinsbindung auf. Außerdem gibt es hier einen hohen Tilgungszuschuss, der die zurückzuzahlende Summe reduziert.

Wer für seine Heizungssanierung keinen Kredit aufnehmen, aber trotzdem von der KfW-Förderung profitieren möchte, findet im Investitionszuschuss über das KfW-Programm 430 das optimale Angebot.

Alle, die bei ihrer Heizungssanierung die Umstellung auf erneuerbare Energien finanzieren möchten, können das Programm 167 der KfW nutzen. Der Ergänzungskredit lässt sich mit den BAFA-Fördermitteln für Umweltheizungen kombinieren.

Weitere KfW-Fördermittel gibt es über das Programm 433 für Brennstoffzellen. Außerdem werden Photovoltaikanlagen über das Programm 270 gefördert.


Hier ein Überblick (Stand Oktober 2019)

  Als Einzelmaßnahme (Heizungstausch)

Zinsgünstiger Kredit

(Programm 151/152)

0,75% Effektivzins
(Laufzeit 4 bis 30 Jahre)
1-5 Jahre tilgungsfrei
maximal 50.000 € pro Einzelmaßn./Maßnahmenpaket
+ Tilgungszuschuss von 7,5 bis 12,5 %

Investitionszuschuss

(Programm 430)

10 bis 15% der förderfähigen Kosten
maximal 7.500 € Zuschuss pro Wohneinheit
(für Heizungs- und/oder Lüftungspaket)

Brennstoffzellen

(Programm 433)

 

Zuschuss bis zu 28.200 Euro
Bestehend aus Grundförderung 5.700 Euro plus leistungsabhängiger Zusatzförderung von 450 Euro pro angefangene 100 W elektrische Leistung

Umstellung Heizungsanlage auf erneuerbare Energien

(Programm 167)

0,78 % Effektivzins
(Laufzeit 4 bis 10 Jahre)
1-2 Jahre tilgungsfrei
maximal 50.000 € pro Wohneinheit

Photovoltaik-Anlagen

(Programm 270)

ab 1,03 % Effektivzins
abhängig von Bonität und Besicherung
(Laufzeit 5 bis 20 Jahre)
1-3 Jahre tilgungsfrei
maximal 50 Mio.€ pro Vorhaben 100 % der Nettoinvestitionskosten (ohne MwSt.)

 

Heizung sanieren mit kompetenten Partnern

Bei der Umsetzung ist der erfahrene Blick für die Details ebenso wichtig wie eine fachkundige Vorplanung. So kann eine in der Anschaffung günstige Gastherme mit tollen Wirkungsgraden locken. Der Vorteil ist, dass sie geringe Stillstandsverluste durch eine geringe Masse des Wärmeerzeugers hat. Eine Wandheizung kann eine attraktive Lösung für Wohnräume sein, will aber exakt auf Fläche, Form und Nutzung abgestimmt sein.

 

Klimapaket bringt bessere Förderkonditionen

Mit dem Klimapaket plant die Regierung neue Anreize, die Hausbesitzer zum Sanieren motivieren sollen. So wird es mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Zukunft nur noch ein zusammengefasstes Programm für erneuerbare Energien, fossile Heizungen und Sanierungsarbeiten am Haus geben. Außerdem ist damit zu rechnen, dass die Zuschüsse für die Heizungssanierung in Zukunft höher ausfallen.

Geplant sind auch neue Abschreibungsmöglichkeiten für Sanierungsarbeiten. So sollen Verbraucher ab 2020 Kosten von bis zu 200.000 Euro steuerlich geltend machen können. Über 3 Jahre zieht das Finanzamt dann 20 Prozent der Summe von der Steuerlast ab.

 

Heizung sanieren mit kompetenten Partnern

Bei der Umsetzung ist der erfahrene Blick für die Details ebenso wichtig wie eine fachkundige Vorplanung. So kann eine in der Anschaffung günstige Gastherme mit hohem Wirkungsgraden locken. Der Vorteil ist, dass sie geringe Stillstandsverluste durch eine geringe Masse des Wärmeerzeugers hat. Eine Wandheizung kann eine attraktive Lösung für Wohnräume sein, will aber exakt auf Fläche, Form und Nutzung abgestimmt sein.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Kzenon - Fotolia.com

   
 

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