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Förderung Gasheizung: Unterstützung von BAFA und KfW

Förderung Gasheizung: Unterstützung von BAFA und KfW

Fördermittel 2020 für Gas-Hybridheizungen und die Heizungsoptimierung

Für den Einbau einer neuen Gasheizung bekommen Hausbesitzer ab 2020 Zuschüsse von bis zu 40 Prozent vom BAFA. Voraussetzung für die hohe Förderung ist die Kombination mit erneuerbaren Energien. Für die Installation reiner Gasbrennwertheizungen gibt es allerdings kaum noch Unterstützung. Anders bei der Optimierung bestehender Heizungsanlagen: Diese fördern BAFA und KfW mit einmaligen Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen. 

 

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Keine Förderung ohne Einbindung erneuerbare Energien

Wer bis 2019 eine Gasbrennwertheizung im Bestand einbaute, bekam hohe Zuschüsse oder günstige Kredite über die KfW-Programme 430 und 152. Mit dem Ende 2019 beschlossenen Klimapaket hat die Regierung diese Mittel nun gestrichen. Für die Installation der Technik, die vor allem im Altbau sehr beliebt ist, gibt es damit heute kaum noch Unterstützung. Das gilt zumindest dann, wenn die Gasbrennwertheizung ohne Erneuerbare-Energien-Anlage arbeitet. Ist das der Fall, können Hausbesitzer lediglich die Lohnkosten für die Montage der Heizungsanlage steuerlich geltend machen. Bei einer Förderrate von 20 Prozent und anrechenbaren Handwerkerlohnkosten von maximal 6.000 Euro im Jahr, können Verbraucher ihre Steuerlast damit jedes Jahr um bis zu 1.200 Euro senken. Wie das funktioniert, erklären wir hier: So setzen Sie Handwerkerkosten richtig von der Steuer ab

 

Förderung hybrider Gasheizungen: Zuschüsse von bis zu 40 Prozent

Lukrativer als die geringe Förderung der Lohnkosten, ist das Förderangebot für sogenannte „Renewable Ready“- und Gas-Hybridheizungen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Denn über das Programm zum „Heizen mit erneuerbaren Energien“ bekommen Hausbesitzer Zuschüsse in Höhe von 20 bis 40 Prozent. Wie hoch die BAFA-Förderung der Gasheizung 2020 im Detail ausfällt und was dabei zu beachten ist, zeigt die folgende Tabelle. 

 

Förderbare Heizsysteme Zuschuss Voraussetzungen
„Renewable Ready“ Gasbrennwertheizung 20 %
  • Einbau einer Gasbrennwertheizung mit Wärmespeicher
  • Vorhalten oder Einbau einer hybridfähigen Regelung
  • Erstellung eines energetischen Gesamtkonzeptes für die Hybridheizung
  • Nachrüsten regenerativer Energien spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme (Solarthermie, Biomasseheizung oder Wärmepumpe)
  • Erneuerbare-Energien-Anlage muss die Heizlast zu mindestens 25 Prozent decken
Gas-Hybridheizung 30 %
  • Einbau einer Gasbrennwertheizung in Kombination mit regenerativen Energien 
  • Infrage kommt eine thermische Solaranlage, eine Biomasseheizung (Holzvergaser-, Pellet- oder Hackschnitzelheizung sowie Pelletofen mit Wassertasche)
  • Erneuerbare-Energien-Anlage muss die Heizlast zu mindestens 25 Prozent decken
Austausch Ölheizung durch Gas-Hybridheizung 40 %
  • Zusatzförderung in Höhe von 10 Prozent für den Austausch einer mindestens zwei Jahre alten Ölheizung durch eine neue Gas-Hybridheizung
  • Extrazuschuss ist nicht für „Renewable Ready“ Gasbrennwertheizungen erhältlich 

 

Wichtig ist, dass die bestehende Heizung mindestens 2 Jahre alt ist und noch nicht der EnEV-Austauschpflicht (§ 10 der Energieeinsparverordnung) unterliegt. Diese gilt für 30 Jahre alte Öl- und Gasheizkessel, die noch nicht mit Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik arbeiten. Unterliegt die Heizung der Austauschpflicht und Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhauses bewohnen eine der Wohneinheiten seit Februar 2002 selbst, gibt es die Förderung der Gasheizung bis zum Eigentümerwechsel. Die Kosten müssen dann allerdings dem Alteigentümer entstehen. Achtung: Ansonsten tritt die Sanierungspflicht beim Eigentümerwechsel in Kraft. 

 

Förderbare Kosten bei einer Heizungserneuerung 

Wer die Voraussetzungen der BAFA-Förderung für die Gasheizung erfüllt, kann Ausgaben von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit anrechnen. Förderbar sind dabei nahezu alle Leistungen, die mit der Heizungserneuerung anfallen. So zum Beispiel die Demontage und Entsorgung der alten Heizung, das Legen eines neuen Gasanschlusses, die Anschaffung eines Flüssiggastanks oder der Kauf sowie die Montage einer neuen Heizungsanlage.

 

KfW-Ergänzungskredite zur Förderung der Gasheizung 

Erfüllen Sanierer die hohen BAFA-Anforderungen, können sie offene Finanzierungslücken mit einem Ergänzungskredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) decken. Diesen gibt es über das KfW-Programm 167 zu besonders günstigen Konditionen. Die Beantragung erfolgt hier ebenfalls vor dem Beginn der Maßnahme. Der Ansprechpartner ist die eigene Hausbank oder ein anderes Finanzierungsinstitut.

 

Förderung der Gasheizung auch 2020 von Herstellern und Gasanbietern

Neben der staatlichen Förderung der Gasheizung bekommen Hausbesitzer auch von Herstellern und Gasanbietern finanzielle Unterstützung. Denn diese bieten häufig hohe Zuschüsse für neue Gasanschlüsse oder neue Gasbrennwertheizgeräte. Da die Programme meist regional und zeitlich begrenzt sind, lohnt es sich, vor dem Austausch der alten Heizung beim örtlichen Gasversorger oder Heizungsbauer nachzufragen.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: M. Schuppich - Fotolia.com

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