Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe ist eine Wärmepumpe, bei der die Wärme aus Oberflächen- oder Grundwasser entzogen und diese an die Heizung abgegeben wird.

Sie finden im Neubau und Bestandsgebäude dann Anwendung, wenn Wasser in direkter Nähe vorhanden oder über Brunnen leicht erschließbar ist.

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Funktionsprinzip einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Die Wärme aus dem Grundwasser wird über Förder- und Schluckbrunnen erschlossen, Oberflächenwasser wird direkt oder über einen Solekreis zur Wärmepumpe geführt.

 

Wärmepumpenkreislauf

Im Kältekreis der Wärmepumpe nimmt ein Kältemittel durch Verdampfen bei niedriger Temperatur und niedrigem Druck Wärme auf und gibt sie durch Verflüssigen bei höherer Temperatur und höherem Druck an das Heizungswasser ab (Prinzip Kühlschrank).

Wärmepumpenkreislauf

Foto: Buderus

Die so entstandene Heizwärme besteht zu ca. drei Vierteln aus kostenloser Umweltwärme und nur zu ca. einem Viertel aus elektrischer Energie für den Kompressor.

Da Grundwasser auch im Winter moderate Temperaturen aufweist werden hohe Leistungszahlen erreicht. Wasser-Wasser-Wärmepumpen decken den gesamten Wärme- und Warmwasserbedarf Ihres Hauses.

 

Vorteile und Nachteile von Wasser-Wasser-Wärmepumpen

Vorteile von Wasser-Wasser-Wärmepumpen:

  • Niedrigste Heizkosten durch Einbindung kostenloser Umweltenergie und gesonderter Stromtarife
  • Wirkungsgrade (bei Wärmepumpen COP - Coefficient of Performance) zwischen 4 und 5 (entspricht 400…500 % Wirkungsgrad) sind erreichbar.
  • Schonung fossiler Brennstoffe, deutliche Reduzierung von CO2-Emissionen
  • Kein Gas, Öl und keine Emissionen im Haus, kein Schornstein notwendig

 

Nachteile von Wasser-Wasser-Wärmepumpen:

  • Niedrige Heiztemperaturen erforderlich, Flächenheizung (z.B. Fußbodenheizung) notwendig
  • Genehmigung erforderlich, da Kontakt mit Grundwasser
  • Bei speziellen Wärmepumpentarifen sind Pufferspeicher einzuplanen
  • Effizienz von Wassermenge und -qualität abhängig
  • Effizienzverlust bei fallenden Grundwasserständen

 

Kosten einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Heizsysteme aus erneuerbaren Energien werden durch die konstanten Preissteigerungen bei den fossilen Energieträgern immer interessanter. Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt die kostenlose Umgebungswärme aus der Erde. Neben den reinen Gerätekosten kommen auch die Kosten zur Erschließung der Wärmequelle hinzu. Grundwasseranlagen sind grundsätzlich genehmigungspflichtig.

- Gerätekosten:

Für strombetriebene Wärmepumpen als Komplettanlage müssen mit Kosten je nach Leistungsgröße zwischen 8.000 und 16.000 EUR gerechnet werden (zzgl. Montagekosten).

- Erschließungskosten:

Bei Wasser-Wasser-Wärmepumpen kommen noch die Kosten für die Wärmequellen-Erschließung mit Förder- und Schluckbrunnen (Erdbohrung) hinzu.

Die Bohrtiefe und damit die Bohrkosten differieren je nach den Gegebenheiten vor Ort von 8.000 bis zu 20.000 EUR.

Wärmepumpen arbeiten höchst effizient, am besten in Verbindung mit einer Fußbodenheizung und einem gut gedämmten Haus. Zwar sind die Anschaffungskosten etwas höher als bei einem herkömmlichen System aber durch einen sehr niedrigen Verbrauch und damit geringen Betriebskosten sind sie eine sinnvolle Alternative.

 

Förderung von Wasser-Wasser-Wärmepumpen

Wer eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe installiert, kann staatliche Förderung beantragen. Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) können einmalige Zuschüsse für die Investition in eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe beantragt werden. Sollten Sie gleichzeitig eine förderfähige Solaranlage mit installieren, erhalten Sie außerdem einen regenerativen Kombinationsbonus.

 

Sparpotential ermitteln  

Mit Hilfe unserer kostenlosen Fördermittelauskunft können Sie sich alle in Frage kommenden Förderungen für Ihre Wasser-Wasser-Wärmepumpe aufzeigen lassen.

Zu den Förderungen von Wärmepumpen

 

Darauf sollten Sie bei einer Wasser Wasser Wärmepumpe achten

  • Je geringer der Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle und Heizkreis dabei ist, desto höher die Effizienz der Anlage. Deshalb läuft solch eine Anlage nur optimal in Verbindung mit einer Fußbodenheizung. Anwendungen im Altbau sind dadurch nur mit größerem Aufwand umsetzbar.
  • Vergünstigte Stromtarife einiger Energieversorger bedingen Sperrzeiten (optionales 1-4 stündiges Abschalten pro Tag), deshalb Heizungs-Pufferspeicher ratsam (Kosten, Platzbedarf)

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Buderus

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