Besser bekannt unter der Marke Styropor ist Polystyrol oder EPS der Klassiker unter den Dämmstoffen mit einem sehr breiten Einsatzgebiet. Styropor ist leicht, preisgünstig und lässt sich einfach verarbeiten – ideal für die energetische Sanierung.

 

EPS-Dämmstoff: Einsatzbereiche des Dämmklassikers

Polystyrol Hartschaumplatten

Polystyrol Hartschaumplatten zur Dämmung.

Foto: Jürgen Fälchle - Fotolia.com

  Expandiertes Polystyrol (EPS) ist ein synthetischer Dämmstoff, der vor allem durch den BASF-Markennamen Styropor bekannt wurde. Hartschaumplatten aus dem Material kommen vor allem bei der Fassadendämmung mit Wärmeverbundsystemen (WDVS) zum Einsatz, aber auch bei der Innendämmung oder bei der Dämmung der Kellerdecke. Das verwandte extrudierte Polystyrol (XPS) ist druckstabiler und witterungsbeständiger, weshalb es bevorzugt für die Dach-Außendämmung verwendet wird. Neben weißem Styropor ist am Markt auch graues Polystyrol mit Grafit als Zusatz erhältlich, ein Markenname ist Neopor. Es erreicht bessere Eigenschaften bei der Wärmedämmung.

 

Eigenschaften von Polystyrol

Mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit von 0,032 bis 0,40 W/m²K erreicht der EPS-Dämmstoff die für die Gebäudesanierung erforderlichen Dämmwerte, ohne dass die Dämmung übermäßig dick ausfallen muss. Für einen U-Wert von 0,24 W/(m²K) genügen 14 cm starke EPS-Platten. Zum Vergleich: Eine PUR-Dämmung benötigt hier Platten von 10 cm Dicke, Holzfaser 18 cm. Styropor wird darüber hinaus auch lose für die Einblasdämmung verwendet. Auch die weiteren Eigenschaften des EPS-Dämmstoffs empfehlen ihn für die energetische Sanierung.

 

Vorteile des EPS-Dämmstoffs:

  • hohe Feuchtebeständigkeit
  • günstige Kosten
  • einfach und überall zu beziehen
  • leichte Verarbeitung

 

Nachteile des EPS-Dämmstoffs

Aus ökologischer Sicht gibt es bessere Dämmstoffe als das auf Erdölbasis energieintensiv hergestellte Polystyrol. Auch erreicht das Material nur die Brandschutzklassen B1 und B2, was bedeutet, dass es entflammbar bzw. normal entflammbar ist. Der Sonne ausgesetzt, vergilbt Styropor auch leicht und wird spröde. Fragen Sie im Zweifelsfall am besten Ihren Energieberater, wann eine EPS-Dämmung ungünstig sein könnte.


Förderung einer Sanierung mit EPS-Dämmstoff

Die Kosten für eine Fassadendämmung mit einem Wärmedämm-Verbundsystem auf Basis von Polystyrol fallen mit 5 bis 20 Euro pro m² vergleichsweise günstig aus. Sie können Ihr Budget weiter entlasten, wenn Sie die staatliche Förderung für eine energetische Sanierung nutzen. Infrage kommen die KfW-Programme 151 und 152 (Kredit) sowie ein Investitionszuschuss im Rahmen des KfW-Programms 430.

 

Sie wollen mit dem EPS-Dämmstoff eine Fassadendämmung durchführen? Nutzen Sie die zinsgünstigen Kredite und Zuschüsse von der KfW für Ihr Sanierungsvorhaben. Unsere Fördermittelauskunft zeigt, mit welchen Leistungen Sie rechnen können.

 

Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Wolfgang Kruck - Fotolia.com

Jetzt Sanierungsrechner starten

 

Kalkulieren Sie jetzt die Kosten für eine Fassadendämmung mit dem EPS-Dämmstoff für Ihr Haus: kostenlos und unverbindlich mit unserem Sanierungsrechner!

Jetzt Sanierungsrechner starten

 

 

   
 

Informieren – mehr über das Thema Dämmstoffe

 

Dämmstoffe im Überblick
Lebensdauer von Dämmstoffen

 


Planen – Förderung nutzen

 

Förderung für die Wärmedämmung
Checkliste Förderung durch KfW und BAFA


  Umsetzen – Fachleute und Handwerker finden
 

Energieberaterverzeichnis für Deutschland
Fachbetriebe in Ihrer Nähe


  Gut zu wissen – praktische Tipps rund um die Dämmung
 

Nachträgliche Dämmung – darauf müssen Sie achten
Die optimale Dämmdicke
Richtig dämmen – so vermeiden Sie Fehler