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Markt für Pelletheizungen

Niedriger Ölpreis bremst Zubau an Pelletheizungen

Marktentwicklung für Pellets und Pelletfeuerungen 2016, Prognose 2017

Rund 31.400 Haushalte haben sich 2016 für einen neuen Pelletofen oder eine neue Pelletheizung entschieden. Prognostiziert waren 38.000 neue Pelletkessel und Pelletöfen. 2015 hatten sich noch 32.500 Haushalte für dieses Heizsystem entschieden. Der niedrige Ölpreis hat wie im Vorjahr den Zubau an Pelletfeuerungen stark behindert. Insgesamt waren 420.900 Anlagen Ende 2016 in Betrieb. Für 2017 rechnet der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV), mit einer leichten Belebung im Markt für Pelletheizungen und Pelletöfen. Der Gesamtbestand an Pelletfeuerungen könnte so bis Jahresende auf rund 454.000 Anlagen anwachsen.

 

Bei einem Verbrauch von rund 2 Millionen Tonnen Holzpellets lag die Produktion mit bei lediglich 1,95 Millionen Tonnen 2016. Grund hierfür war der kurzzeitige Produktionsstopp einiger Pellets Werke aufgrund eines Eigentümerwechsels. Für 2017 rechnen die Verbandsexperten mit einem Anstieg der Pellets Produktion auf 2,3 Millionen Tonnen. Die Rohstoffsituation bezeichnen sie als weiterhin hervorragend.

Pelletheizungen und Pelletöfen sind modernste Holzfeuerungen, deren regionaler und nahezu CO2-neutraler Brennstoff ressourcenschonend aus Holzspänen hergestellt wird, die in Sägewerken anfallen. Pelletfeuerungen arbeiten effizient, komfortabel und mit niedrigen Feinstaubemissionen. Deshalb sieht der DEPV in Pellets auch für die Zukunft einen verlässlichen Energieträger, der mit hoher Brennstoffqualität, transparenter Preisentwicklung und breiter Verfügbarkeit am Markt überzeugt.

Pellets schlagen im Preisvergleich (Februar 2017) Erdgas und Heizöl. Für Erdgas zahlten Verbraucher im Durchschnitt 6,10 ct/kWh, für Heizöl 5,83 ct/kWh und für Pellets 5,07 ct/kWh. Dass Qualität weiterhin im Fokus der Branche liegt, belegt die Quote von mehr als 98 Prozent Pellets, die aus ENplus-zertifizierten Produktionen stammen.

 

Markt für Pelletheizungen und Pelletöfen im Detail

Markt Pelletheizung 2015

 

Von den 420.900 Anlagen, die laut DEPV Ende 2016 in Betrieb waren, ist der Großteil der typische Heizkessel für Ein- und Zweifamilienhäuser mit einer Leistung < 50 kW, von dem rund 246.000 260.500 in Betrieb sind. Hierin enthalten sind ebenfalls wasserführende Pelletöfen. Weiterhin stehen in deutschen Wohnzimmern 148.000 Pelletöfen (Pelletkaminöfen).

Von größeren Pelletfeuerungen (> 50 kW) sind rund 12.400 Anlagen in Betrieb.

Spitzenreiter bei der Installation von Pelletheizungen und Pelletöfen sind nach wie vor die Bundesländer Bayern (27,4 Prozent) und Baden-Württemberg (23,6 Prozent).

Für 2017 rechnet der DEPV mit einer neuerlichen leichten Belebung im Markt und einem Plus von etwa 15.000 Pelletheizungen und wasserführenden Öfen (< 50 kW), 900 Pelletheizungen und KWK-Anlagen (> 50 kW) sowie rund 17.000 neuen Pelletöfen (Pelletkaminöfen) und damit bis Ende 2017 mit einem kumulierten Anlagenbestand von knapp 454.000 Stück.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
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