Solarthermie wird immer beliebter

Dank besserer Förderung ist die Solarthermie-Anlage auf dem eigenen Dach für Hausbesitzer noch einmal attraktiver geworden.

 

Mehr Förderanträge für Solarthermieanlagen 2018

Mit einer thermischen Solaranlage lässt sich Wärme besonders umweltschonend gewinnen. Die Technik kommt ohne klimaschädliche CO2-Emissionen aus und versorgt Häuser kostenfrei mit Energie. Gründe, aus denen ihre Bedeutung immer weiter zunimmt. Deutliche Anzeichen dafür sind aktuelle Umfrageergebnisse sowie die gestiegenen Antragszahlen für BAFA-Fördermittel. Solaranlagen lassen sich in neuen sowie bestehenden Gebäuden einsetzen und sind eine gute Möglichkeit, die vom Staat geforderten Anteile erneuerbarer Energien abzudecken. Einzige Voraussetzung: Eine ausreichend große und unverschattete Dachfläche muss vorhanden sein.

 

Solarthermie: Erprobte Technik und steigendes Interesse

Aus Sonnenenergie wird Wärme – das ist das einfache Prinzip der Solarthermie. Die Anlagen fangen die Energie der Sonne meist mit Kollektoren auf dem Dach ein, bevor sie diese in den Heizungskeller transportieren. Dort angekommen, lässt sich die kostenfreie Wärme dann für die Warmwasserbereitung oder sogar zum Heizen nutzen. Das Besondere daran: Die ausgereifte Technik stößt keine Schadstoffe aus. Sie schont das Klima, reduziert den Energieverbrauch und senkt die Heizkosten.

Dass sich immer mehr Hausbesitzer für die bewährte und vergleichsweise günstige Technik interessieren, zeigen die Antragszahlen für Fördermittel des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Denn diese stiegen von 2017 zu 2018 um rund 20 Prozent an. Nach Angaben des Bundesverbandes der Solarwirtschaft (BSW e.V.) wurden 2018 71.000 neue Solarwärme-Anlagen installiert. Insgesamt setzen damit nun mehr als 2,36 Millionen Deutsche auf die kostenfreie Wärme der Sonne. Sie erzeugten 2018 rund acht Terawattstunden Solarwärme und konnten so über zwei Millionen Tonnen CO2 einsparen. Gleichzeitig sanken die Brennstoffkosten um mehr als 200 Millionen Euro. Wie sich die Anzahl der installierten Solarthermie-Anlagen in den letzten zehn Jahren entwickelte, zeigt die nachfolgende Infografik:

 

 

Hohe Förderung für die Solarthermie vom BAFA

Neben der Heizkosteneinsparung sorgt auch die hohe Förderung für steigendes Interesse an der Solarthermie. So vergibt der Staat über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hohe Zuschüsse. Während es für Anlagen zur Warmwasserbereitung mindestens 500 Euro gibt, bekommen Verbraucher mindestens 2.000 Euro für die Solarthermie zur Heizungsunterstützung. Noch höhere Zuschüsse gibt es, wenn Hausbesitzer mit dem Einbau der Technik:

 

 

Wichtig zu wissen: Verbraucher müssen die Mittel vor dem Beginn der Maßnahme online beim BAFA beantragen. Kollektoren und Solaranlagen, z.B. von Buderus, müssen außerdem in der Liste förderbarer Anlagen des BAFA aufgeführt sein.

Während das BAFA nur Zuschüsse vergibt, lassen sich die übrigen Kosten mit einem zinsgünstigen Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanzieren. Zur Verfügung stehen dazu Kredite aus dem KfW-Programm 167. Darüber hinaus gibt es auch von vielen Städten, Gemeinden und Landkreisen Fördermittel für die Solarthermie. Die Mittel lassen sich in der Regel mit den BAFA-Zuschüssen kombinieren und senken die Anschaffungskosten weiter.

Im Beitrag Mehr Förderung für das Heizen mit erneuerbaren Energien haben wir die wichtigsten Informationen zum Thema Förderung übersichtlich zusammengestellt.

 

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Solarthermie: Erneuerbare Energien für neue Heizungen

Aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov (März 2019) geht hervor, dass etwa zwei Drittel aller Hausbesitzer nach einem Heizungstausch auch erneuerbare Energien nutzen möchten.
 

Quelle: BSW - Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

 

Die Solarthermie ist eine vergleichsweise einfache Möglichkeit, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Schließlich lässt sich Solarwärme perfekt ins bestehende Heizsystem integrieren und mit Gasheizung, Ölheizung, Wärmepumpe oder Pelletheizung kombinieren.

 

Gesetzgeber fordert Erneuerbare bei Hausbau und Sanierung

Um die Energiewende im Wärmebereich voranzubringen, fordert der Gesetzgeber Bauherren zum Einbinden erneuerbarer Energien auf. Festgehalten ist die Pflicht im EEWärmeG der Bundesregierung. Baden-Württemberg schreibt die Einbindung regenerativer Energien darüber hinaus sogar nach einem Heizungstausch vor. So müssen Hausbesitzer laut EWärmeG bei der Erneuerung der Heizung mindestens 15 Prozent ihres Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien decken. Die Solarthermie ist in beiden Fällen eine gute Option dafür.

 

Interessant zu wissen  

Finden Sie hier weitere Informationen zu Solarthermieanlagen.
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Quelle: BAFA / Bosch Thermotechnik
Foto: Bosch Thermotechnik GmbH, Buderus Deutschland

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