Der Einbau oder die Modernisierung einer Ölheizung ist aufgrund der stark gefallenen Preise für Heizöl gerade heute wieder eine Überlegung wert. Moderne Brennwerttechnik macht es darüber hinaus möglich, auch mit einem Öl befeuerten Heizkessel sehr sparsam zu heizen.

 

Moderne Öl-Brennwertkessel sind in der Lage, die im Wasserdampf der Abgase enthaltene Wärme zusätzlich zu nutzen. Der Wirkungsgrad wird durch die Kondensationswärme , die beim Abkühlen der Abgase entsteht, deutlich erhöht. Damit arbeitet ein mit Brennwerttechnik ausgestatteter Öl-Heizkessel besonders energieeffizient. Gegenüber einem alten Ölheizkessel mit Niedertemperaturtechnik lassen sich mit einem Öl-Brennwertkessel bis zu 10 Prozent Energie einsparen, gegenüber einem alten Standard-Heizkessel (Konstanttemperatur-Heizkessel) sogar bis zu 30 Prozent. Das spart nicht nur Heizkosten, sondern reduziert auch die Emissionen auf ein Minimum. Weitere Einsparmöglichkeiten ergeben sich, wenn der Öl-Brennwertkessel gleich mit regenerativen Energiequellen wie einer Solarthermie-Anlage gekoppelt wird. Wird der Öl-Brennwertkessel sinnvollerweise mit einer Hocheffizienzpumpe kombiniert, dann lassen sich auch die Stromkosten für die Heizung deutlich senken.


Kosten für einen Öl-Brennwertkessel

Die Preise für einen Öl-Brennwertkessel liegen leicht über den Preisen für einen Gas-Brennwertkessel. Für einen Öl-Brennwertkessel betragen die Preise (Haus mit 120 Quadratmeter zu beheizender Fläche) etwa bei 5.000 bis 6.500 Euro. Die Kosten für die Installation durch einen qualifizierten Fachbetrieb vor Ort kommen noch hinzu. Gegebenenfalls auch die Kosten für einen neuen Warmwasserspeicher und für eine eventuell notwendige Schornsteinsanierung. Wird zusätzlich zum Öl-Brennwertkessel noch eine etwas größer dimensionierte Solarthermie-Anlage installiert, die neben der alleinigen Warmwasserbereitung in den Sommermonaten auch noch zur Heizungsunterstützung dient, dann fallen weitere Kosten in Höhe von etwa 10.000 Euro an.

 

Förderung für einen Öl-Brennwertkessel

Wer seinen alten Ölheizkessel mit Niedertemperaturtechnik oder seinen noch älteren Standard-Heizkessel ersetzt, wird von der KfW-Bankengruppe durch zinsgünstige, über einige Jahre tilgungsfreie Darlehen unterstützt. Wer selbst finanziert, kann einen Zuschuss beantragen. Für eine neue Solaranlage gibt es BAFA Zuschüsse. Einen aktuellen Überblick über die Fördermöglichkeiten gibt unsere Fördermittelauskunft. Interessant ist die vom Institut für Ölheizung (IWO), dem Mineralölhandel und Herstellern gestartete Aktion “Deutschland macht Plus!“. Bei der Umstellung auf einen Öl-Brennwertkessel mit Solaranlage kann die maximale Förderung hier bis 3.200 Euro betragen.

 

Nutzungsgrad bei einem Öl-Brennwertkessel

Der Heizwert gibt an, welche Energie durch die Verbrennung von Heizöl in einen Heizölkessel gewonnen werden kann. Allerdings bleibt beim Heizwert die thermische Energie des Wassers im Abgas unberücksichtigt. Wird diese Energie noch in die Berechnung mit einbezogen werden Wert über 100 Prozent erreicht. Moderne Öl-Brennwertkessel weisen deshalb Nutzungsgrade von bis zu 105 Prozent auf.

 

Richtige Dimensionierung

Viele ältere Heizungsanlagen sind überdimensioniert. Die Heizkessel sind mit ihrer Leistung oft zu groß für das entsprechende Gebäude ausgelegt. Sie sollen an einem statistisch ermittelten kältesten Tag eine bestimmte Temperatur im Haus sicher stellen, die sogenannte Auslegungstemperatur. Diese sogenannte Heizlast bestimmt dann die Leistung des Heizkessels, die allerdings sehr selten auch abgerufen wird. Moderne Öl-Brennwertkessel können sich modulierend an den jeweiligen Wärmebedarf anpassen und ihre Wirkungsgrade herunter regeln. Wichtig bei einer Neuanschaffung ist, dass die Heizlast von einem erfahrenen Fachbetrieb oder einem Energieberater exakt an den tatsächlichen Wärmebedarf angepasst wird.

 

Schornsteinsanierung bei Brennwertkessel

Während bei einem alten Öl-Heizkessel die heißen Abgase durch den Schornstein entweichen, sind die Abgastemperaturen bei einem Öl-Brennwertkessel so niedrig, dass sich viel Kondenswasser bildet. Hierfür muss in den alten Schornstein ein spezielles, korrosionsbeständiges Abgasrohr eingezogen werden, das den bisherigen Durchmesser des Schornsteins verengt. Zusätzlich benötigt ein Brennwertkessel einen Abwasseranschluss, damit das entstehende Kondenswasser in die Kanalisation abgeleitet werden kann.

 

Vorteile von Öl-Brennwertkessel und Solaranlage als Kombination

Mit einer Solaranlage lässt sich der Heizölverbrauch bei einem Brennwertkessel weiter senken. Das Tandem spart vor allem bei der Warmwasserbereitung. Durch die kostenlose solare Wärme kann in den Sommermonaten der Öl-Brennwertkessel fast vollständig ausgeschaltet bleiben. Das spart nicht nur Heizöl, sondern mindert auch den Verschleiß am Heizkessel. Auch als Heizungsunterstützung kann die Solaranlage noch einen Beitrag leisten. Hierfür wird allerdings eine größere Fläche an Solarkollektoren benötigt.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Buderus

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