Der zu einem guten Teil aus Altglas bestehende Mineraldämmstoff Glaswolle kommt zusammen mit Steinwolle am häufigsten bei der Wärmedämmung von Gebäuden zum Einsatz. Lesen Sie, warum das Material so beliebt ist und was es kostet.


Was ist Glaswolle?

Glaswolle zur Dachdämmung

Glaswolle zur Dämmung der obersten Geschossdecke.

Foto: Daylight Photo - Fotolia.com

  Glaswolle besteht überwiegend aus Glas, Quarzsand, Soda und Kalkstein. Für die Herstellung der Dämmplatten und Dämmmatten wird das Glas – meist Altglas – mit den Mineralmischungen eingeschmolzen und gehärtet. Glaswolle kommt hauptsächlich bei der Dachdämmung und Fassadendämmung zum Einsatz, wobei das Material wie auch Steinwolle vor Feuchtigkeit zu schützen ist.
 

Vorteile der Dämmung mit Glaswolle

Eine Glaswolle-Dämmung hat folgende Vorteile:

  • geringe Wärmeleitfähigkeit: der U-Wert beträgt nur 0,032 -0,040 W/m²K
  • Resistenz gegen Schimmel und Ungeziefer
  • nahezu unbegrenzter Vorrat an Rohstoffen
  • Glaswolle ist nicht brennbar (Baustoffklasse A1)

 

Nachteile der Dämmung mit Glaswolle

  • Schutz gegen Feuchtigkeit erforderlich, wie bei Steinwolle auch
  • hoher Energieaufwand bei Produktion

 

Was unterscheidet Glaswolle von Steinwolle?

Bei der Frage "Glaswolle oder Steinwolle?" spielen vor allem das Gewicht und der Preis eine Rolle. Steinwolle ist aufgrund ihrer hohen Rohdichte schwerer als Glaswolle. Vor allem Steildächer werden daher in der Regel eher mit der leichten Glaswolle gedämmt. Bei der Dachdämmung ist der Dämmstoff auch günstiger als Steinwolle. Letztere wird eher als Alternative zum EPS-Dämmstoff bei der Fassadendämmung eingesetzt.

 

Das kostet eine Dämmung mit Glaswolle

Um den in der Fassadensanierung üblichen U-Wert von 0,24 W/(m²K) zu erreichen, sind Glaswolledämmplatten mit einer Dicke von 14 cm erforderlich. Diese kosten etwa 20 Euro pro m². Klemmfilze für die Zwischensparrendämmung und Untersparrendämmung am Dach sind für weniger als 10 Euro erhältlich.

 

Glaswolle richtig entsorgen

Bei der Verarbeitung und Entsorgung von Glaswolle sollte Schutzkleidung getragen werden, da die Fasern nicht eingeatmet oder die Haut berühren sollten. Der Dämmstoff kann Reizzustände auslösen. Vor 2006 hergestellte Glaswolle – sogenannte alte Mineralwolle – darf nur über spezielle Entsorgungsstellen beseitigt werden. Neue Mineralwolle enthält keine krebserregenden Mineralfasern mehr und kann mit dem normalen Müll entsorgt werden.

 

Lassen Sie Ihr Dämmvorhaben mit Glaswolle vom Staat fördern: Es gibt Zuschüsse und zinsgünstige Kredite von der KfW, die Sie mit unserer Fördermittelauskunft schnell ermitteln können.

 

Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: brozova - Fotolia.com

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