Die Biomasseheizung spielt bei der Altbausanierung eine wichtige Rolle, wenn ökologische Alternativen für fossile Brennstoffe wie Öl und Gas gesucht werden. Die hohen Anschaffungskosten lassen sich durch staatliche Förderungen spürbar mindern. Lesen Sie bei Effizienzhaus-online mehr über die Voraussetzungen und die Höhe der Förderung für Holzheizungen!
 

Förderung Holzheizung: Fördermöglichkeiten für unterschiedliche Heizanlagen

CO2-neutrale Biomasse-Heizungen sind ein wichtiger Baustein, um die Ziele für die Energiewende zu erreichen. Als Anreiz dienen die Förderprogramme des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAfA. Wer jetzt plant, die Heizung mit Pellet-, Hackschnitzel- oder Scheitholzkessel zu erneuern, sollte die Förderungsangebote in die Planung mit einbeziehen.

Die wichtigste Voraussetzung, wenn Sie eine Förderung für Holzheizungen beantragen möchten, ist die Sanierung eines Bestandsgebäudes. Im Neubau werden andere Technologien wie Wärmepumpen und Solarthermie aus verschiedenen Gründen bevorzugt. Weitere Voraussetzungen für die Förderung einer Holzheizung ist der Nachweis über die Einhaltung der aktuellen Emissionsgrenzwerte und ein ausreichend dimensionierter Pufferspeicher. Die Fördersummen setzen sich aus unterschiedlichen Teilen zusammen. Grundlage ist jeweils ein Basisbetrag. Dazu können noch Bonusbeträge und Innovationsförderungen kommen. Dazu mehr im letzten Abschnitt.

 

Hackschnitzelheizung und Pelletheizung: Komfortable Biomasseheizung

Heizanlagen, die mit Hackschnitzeln oder Pellets arbeiten, sind sich in der Handhabung und im Wirkungsgrad ähnlich. Die Unterschiede liegen eher im Bezug des eingesetzten Brennmaterials. Pellets zeichnet ein hoher Brennwert und ein geringer Wassergehalt aus. Sie sind leicht zu lagern und zu transportieren, brauchen aber mehr Energie zur Herstellung. Hackschnitzel liefern weniger Energie pro Kilogramm, sind aber günstiger in der Herstellung. Unter Umständen sind daher hohe Einsparung gegenüber Pellets möglich.

Beide Brennstoffe haben im Normalfall eine gute CO2-Bilanz. Das rechtfertigt die Förderung für Holzheizungen mit beiden Brennstoffen. Für Anlagen im Bestandshaus erhalten Sie 3.500 EUR Basisförderung für die Holzheizung mit Pelletkessel oder Hackschnitzelkessel. Für Kombikessel, die Pellets und Scheitholz verwerten, gelten die Vorgaben für Stückholzheizungen.

 

Scheitholzvergaserkessel: Günstig und langlebig

Eine Scheitholzheizung oder Stückholzheizung ist relativ einfach, robust und günstig in der Anschaffung. Sie bietet etwas weniger Komfort durch die manuelle Befüllung der Brennkammer vor jedem Brennvorgang. Auch die Verbrauchskosten sind etwas höher, als bei Pellets und Hackschnitzeln. Dafür spricht neben der Ersparnis in der Anschaffung auch die Möglichkeit, günstiges Brennholz aus privaten Quellen zu nutzen. Wer sich dafür entscheidet, erhält 2.000 EUR Basisförderung zur Holzheizung mit Scheitholzkessel oder Pellet-Scheitholz-Kombikessel.

 

Kaminofen: Die dekorative Holzheizung

Bei Kaminöfen gibt es eine sehr große Vielfalt von Typen und Ausführungen. Für die einfachste Art freistehender, nicht wasserführender Einzelanlagen gibt es keine Förderung. Auch ein Kaminofen, der mit Scheitholz betrieben wird, ist nicht förderfähig. Das BAfA gewährt allerdings unter bestimmten Umständen eine Förderung für Holzheizungen, die mit wasserführendem Pellet-Kaminofen betrieben werden. Gern wird diese Möglichkeit bei Niedrigenergiehäusern eingesetzt, um die Vorteile effizienter Technik mit einer Aufwertung der Raumatmosphäre zu verbinden. Sie erhalten dann mindestens 2000 EUR Basisförderung für Holzheizungen mit geeignetem Pellet-Kaminofen.

 

Bonusförderung, KfW-Kredit und Innovationsförderung

Für alle förderfähigen Projekte gilt, dass Sie vom BAfA unter bestimmten Umständen Bonusförderungen zur Holzheizung erhalten können. Alternativ können Sie einen Effizienzbonus erhalten, wenn das Gebäude mindestens den KfW-55-Standard erreicht. In der Regel haben Bauherren auch Anspruch auf zinsvergünstigte Kredite der KfW. Mit der Innovationsförderung wird die Anwendung moderner, energieeffizienter und sauberer Technologien gefördert: Auf dem Gebiet der Holzheizung ist das insbesondere Brennwerttechnik und ein Partikelfilter.

Grundsätzlich gewährt das BAfA Förderung für Holzheizungen nur in Bestandsgebäuden. Wer effiziente und saubere Holzheizungen im Neubau einsetzt, kann für Partikelabscheider und Brennwerttechnik in etwas geringerem Umfang Fördermittel aus der Innovationsförderung nutzen. Für diese Maßnahmen erhalten Sie auch Förderung, wenn Holzheizungen im Bestand entsprechend nachgerüstet werden.

 

Die Förderung für Holzheizungen im Überblick

  • Basisförderung mit Mindestbetrag (nur Sanierung)
  • Kombinationsbonus für Solaranlage zur Stromerzeugung oder Warmwasserbereitung
  • Kombinationsbonus für Pufferspeicher mit einer Kapazität von mindestens 30 Litern pro kW Leistung der Heizanlage (55 Liter bei Scheitholzkesseln und Kombikesseln)
  • Effizienzbonus in Höhe von 50 Prozent der Basisförderung
  • zinsgünstiger Kredit über KfW-Programm 153: Energieeffizienter Neubau
  • zinsgünstiger Kredit über KfW-Programm 167: Energieeffiziente Sanierung
  • Innovationsförderung (Sanierung und Neubau)

 

Rechtzeitig Antrag stellen

Die Antragsunterlagen müssen innerhalb von neun Monaten nach Inbetriebnahme vollständig bei der entsprechenden Stelle eingehen. Für private Bauherren, Gewerbetreibende und Selbstständige endet ab 2018 die Antragsfrist vor Kauf bzw. Bestellung des Kessels. Dazu zählen:

  • Antragsformular

  • Fachunternehmererklärung

  • vollständige Rechnungen für jedes Element, zu dem Förderung beantragt wird

Der beste Ansprechpartner für alle Fragen von der Planung bis zum Antrag auf Förderung der Holzheizung sind Ihr Heizungsbauer und Ihr Energieberater.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: tech_studio - Fotolia.com

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