Mit jeder Kilowattstunde stößt eine Gasheizung rund 250 Gramm CO2 aus. Pro Haus und Jahr gelangen dabei vier bis fünf Tonnen Treibhausgas in die Atmosphäre und schaden dem Klima. Dabei können Hausbesitzer auf ganz einfache Weise viel CO2 sparen. Neben einem bewussten Umgang mit Energie hilft vor allem auch die Installation einer Umweltheizung. Denn wer weniger fossile Rohstoffe verbrennt, stößt geringere Mengen des klimaschädlichen Gases aus. Positiver Nebeneffekt: Effizientere Heizsysteme verbrauchen weniger und senken die jährlichen Heizkosten. Durch staatliche Zuschüsse von bis zu 45 Prozent lohnt sich eine Heizungssanierung dabei mehr denn je.

 

Förderung und Abgaben schaffen finanzielle Anreize

Wohngebäude haben einen hohen Anteil am deutschen CO2-Ausstoß. Sie bieten gleichzeitig große Einsparpotenziale und bilden damit einen Schwerpunkt im Klimaschutzplan 2030. Dieser beinhaltet Maßnahmen, die Hausbesitzer zum Sanieren und CO2-Sparen anregen sollen. Eine davon, die deutliche Verbesserung der Förderkonditionen, wurde Anfang 2020 bereits umgesetzt. Und das mit vollem Erfolg. Denn Zuschüsse von bis zu 45 Prozent für eine neue Umweltheizung regten viele Hausbesitzer dazu an, ihren Kessel auszutauschen. In den kommenden Jahren sollen weitere Maßnahmen helfen, die Sanierungsrate zu steigern.

 

Mit der neuen Heizung viel CO2 einsparen

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Die folgende Übersicht zeigt, was für Hausbesitzer seit 2021 gilt:

  • Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Die BEG vereint ab 2021 verschiedene Gebäudeförderprogramme unter einem Dach. Sie soll die Förderlandschaft überschaubarer gestalten und Sanierern einen einfacheren Zugang zu Krediten und Zuschüssen ermöglichen.
  • CO2-Abgabe auf fossile Energieträger: 25 Euro kostet eine Tonne CO2 im Jahr 2021. Bis 2025 steigt der Preis auf 55 Euro pro Tonne an. Wer fossile Brennstoffe verheizt, zahlt damit jährlich 100 bis 250 Euro Heizkosten zusätzlich. Ein Grund, aus dem sich der Heizungstausch mehr lohnt.
  • Weitreichendes Verbot der Ölheizung: Ab 2026 ist der Einbau einer neuen Ölheizung nur in Ausnahmefällen erlaubt. Und zwar dann, wenn Erdgas oder Umweltwärme nicht infrage kommen. Aber auch Hybridheizungen, die Heizöl und Erneuerbare kombinieren, sind weiterhin erlaubt.
  • EU-Strategiepapier zur „Renovation Wave“: Um die zukünftigen Klimaschutzziele zu erreichen, sind weitreichende Veränderungen erforderlich. Mit der „Renovation Wave“ legte die EU kürzlich ein Strategiepapier vor, das diese Veränderungen beschreibt. Demnach sollen Maßnahmen wie einfach zugängliche Fördermittel und höhere Gebäudestandards im Bestand die Sanierungsrate verdoppeln.

Wer seinen CO2-Fußabdruck verkleinern möchte, muss nicht das ganze Haus sanieren. Denn auch einfache Maßnahmen helfen, die Treibhausgasemissionen spürbar zu verringern. Neben Tipps zum sparsamen Verhalten zählen dazu auch die Heizungsmodernisierung und der Austausch alter Heizungsanlagen, wie die folgende Infografik zeigt.

 

Weniger CO2 mit der richtigen Heizung

 

Die Umstellung auf Brennwerttechnik

Verrichten alte Konstant- oder Niedertemperaturheizungen noch immer ihren Dienst, bringt schon der Austausch durch eine neue Brennwertheizung viel. Denn die modernen Heizgeräte nutzen die eingesetzten Brennstoffe besser aus. Sie erreichen höhere Wirkungsgrade und sorgen für Einsparungen von zehn Prozent oder mehr – und zwar in Bezug auf die CO2-Emissionen und die Heizkosten. Die Kosten einer Brennwerttechnik sind dabei vergleichsweise gering. Ohne die Kombination mit erneuerbaren Energieträgern erhalten Hausbesitzer allerdings keine Förderung für die Gasheizungen und Ölheizungen.

 

Die Heizung mit erneuerbaren Energien

Ganz ohne CO2 oder zumindest CO2-neutral kommen moderne Umweltheizungen aus. Neben Wärmepumpen sind das auch Scheitholz- oder Pelletheizungen. Erstere nutzen einen technischen Prozess, um Wärme aus der Umgebung zum Heizen nutzbar zu machen. Sie stellen hohe Ansprüche an das Haus und lohnen sich nicht in jedem Altbau. Die höheren Anschaffungskosten lassen sich dabei mit einer 35 bis 45-prozentigen Förderung für die Wärmepumpe abfedern.

Scheitholz- und Pelletheizungen verbrennen nachwachsende Rohstoffe. Da sie dabei kaum mehr CO2 ausstoßen als Bäume in Sauerstoff umwandeln, gelten sie als CO2-neutral. Infrage kommen die Systeme prinzipiell für jedes Haus. Voraussetzung ist lediglich genug Platz. Scheitholzvergaserkessel setzen außerdem viel Zeit voraus. Diese ist nötig, um die Scheite mehrmals täglich von Hand nachzulegen. Bei Pelletheizungen ist das nicht erforderlich – diese arbeiten vollautomatisch. Eine 35- bis 45-prozentige Förderung für Biomassekessel senkt dabei auch hier die Kosten.

 

Hybridheizung für Gebäude im Bestand

Auch wenn die effiziente Wärmepumpe allein nicht zu jedem Altbau passt: In Kombination mit einer modernen Gas- oder Heizöl-Brennwertheizung kann sie ihre Vorteile voll ausspielen. Denn dabei sorgt die Umweltheizung weite Teile des Jahres allein für warme Räume und warmes Wasser. Erst im Winter schaltet sich die fossile Heizung zu, um einen günstigen und zuverlässigen Heizbetrieb zu gewährleisten. 30 bis 40-prozentige Zuschüsse zur Förderung der Gas-Hybridheizungen sorgen dabei für niedrige Anschaffungskosten.

Kombinieren lassen sich auch verschiedene Umweltheizungen miteinander. Typische Beispiele sind Wärmepumpen mit Scheitholzvergaserkesseln oder Holz- und Pelletheizanlagen. Da die Lösungen komplett ohne fossile Energieträger auskommen, gibt es mit Zuschüssen von 35 bis 45 Prozent eine höhere Förderung der EE-Hybridheizungen.

 

Solarthermie für Heizung oder Warmwasser

Läuft der bestehende Kessel zuverlässig und effizient, bietet sich oftmals die Kombination mit einer Solaranlage an. Die Solarthermie wandelt kostenfreie Strahlungsenergie in Wärme um, mit der sie das Heiz- und/oder das Trinkwasser erwärmt. Während die Kosten einer solchen Anlage überschaubar sind, liegen die Einsparungen je nach Auslegung bei 5 bis über 20 Prozent. Eine 30-prozentige Förderung der Solarthermie macht die Nachrüstung besonders lohnenswert.

 

Heizungsoptimierung für bestehende Kessel

Auch ohne Heizungstausch oder Solarthermie bieten bestehende Heizungssysteme häufig große Einsparpotenziale. Diese liegen vor allem im Wärmeverteilsystem. Eine Heizungsoptimierung, bei der Experten die Anlage hydraulisch abgleichen, mit neuen Pumpen ausstatten und richtig einstellen, spart dabei nicht nur CO2. Auch die Strom- und Heizkosten sinken spürbar. Nicht zu vergessen: Die 20-prozentige Förderung der Heizungsoptimierung, durch die sich die Maßnahme schneller rechnet.

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Adobe Stock | Tamara