Planen Sie Ihren Heizölkauf zu einem Zeitpunkt ein, an dem die Preise niedrig sind, können Sie mehrere hundert Euro sparen. Doch wohin entwickeln sich die Ölpreise in Deutschland und welche Faktoren nehmen darauf Einfluss?

 

Aktuelle Heizölpreise – dahin geht die Tendenz

Heizöl kostete Mitte Oktober 2018 (18.10.18), bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern, 81,31 Cent pro Liter im bundesweiten Durchschnitt. Mitte Oktober 2017 lag der Preis dagegen bei etwa 57 Cent pro Liter, seitdem ist die Tendenz steigend. Aktuell befinden sich die Ölpreise im Aufwärtstrend. Allerdings hat sich die Lage an den internationalen Ölmärkten seit Anfang Oktober beruhigt und die Rohölpreise sind teilweise deutlich unter Druck geraten.
Vor allem die Rücknahme der globalen Nachfrageprognosen in den Monatsberichten von EIA, OPEC und IEA brachten Entlastung. Zudem sind die Iran-Sanktionen nun fast vollständig umgesetzt und der Markt ist trotzdem noch ausreichend versorgt, wenngleich natürlich die Reservekapazitäten sehr gering sind (Vergleichen Sie auch Heizölbarometer von fastenergy.de).

 

Heizölpreis Verlauf 2016 - 2018

Heizölpreis Verlauf 2016 -2018

Quelle: www.fastenergy.de

 

Grundsätzliche Einflussfaktoren auf den Heizölpreis

Erdöl wird an internationalen Rohstoffbörsen gehandelt. Einfluss auf die Preisentwicklung nehmen das weltweite Angebot und die weltweite Nachfrage sowie die Förder- und Verarbeitungskapazitäten. Hinzu kommen die Entwicklung des Dollarkurses, der Einfluss der Finanzmärkte sowie geopolitische Themen. Der Preis für Rohöl und der Preis für Heizöl hängen sehr eng zusammen. Fallen die Preise für Rohöl, dann sinken in der Regel auch die Preise für Heizöl. Dazu kommen regionale Schwankungen beim Heizölpreis. Abweichungen von einigen Cent pro Liter sind durchaus möglich.


Heizöl im Preisvergleich mit anderen Energieträgern

Legt man die Brennstoffkosten zugrunde, platziert sich Heizöl mit 7,96 Cent pro Kilowattstunde über Pellets (5,00 ct/kWh) und Erdgas (5,91 ct/kWh). Die Preise für Heizstrom bildeten mit 19,69 ct/kWh die einsame Spitze (Stand Oktober 2018). Im Hinblick auf die Versorgungslage für die Zukunft lässt sich sagen, dass die weltweiten Ölreserven, die nach heutiger Technologie wirtschaftlich erschlossen werden können, bei über 200 Mrd. Tonnen liegen. Der jährliche weltweite Verbrauch beträgt aktuell etwa 4,9 Mrd. Tonnen. Bereits heute wächst das Angebot an Erdöl schneller als die Nachfrage. Sie wird mittelfristig nach Einschätzung von Marktbeobachtern weiter zurückgehen. Gründe hierfür sind Fortschritte bei der Energieeffizienz und bei der Elektromobilität sowie der weiter steigende Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix.
(Quelle: depi.de / Verivox.de)


So setzt sich der aktuelle Heizölpreis zusammen

Der Preis für Heizöl besteht aus dem sogenannten Produktpreis, der Energie- und Mehrwertsteuer sowie dem Deckungsbeitrag des Mineralölhandels. Beim Preis von 81,80 Cent pro Liter im Oktober 2018 entfielen damit etwa 54,07 Cent auf den Einkaufspreis an den Ölmärkten, 19,23 Cent auf Steuern sowie 8,50 Cent auf den Deckungsbeitrag des Mineralölhandels. Interessant bei den Steuern: Die Energiesteuer beträgt 6,14 Cent pro Liter, egal wie hoch der Heizölpreis gerade ist.
(Quelle: Statista)


Heizöl günstig kaufen: der beste Zeitpunkt

Betreiber einer Ölheizung können dank Ihrer Bevorratung den Markt genau beobachten und zu einem günstigen Zeitpunkt Heizöl nachtanken. Die alte Faustregel, dass der Ölpreis im Sommer am günstigsten ist, gilt leider nicht mehr. Aussichtsreicher ist es, die Heizölpreise zu vergleichen – entsprechende Portale im Internet oder eine telefonische Abfrage bei regionalen und überregionalen Anbietern schaffen Klarheit. Weiterhin können Sie sparen, wenn Sie das Heizöl gemeinsam mit Ihren Nachbarn bestellen. Die größere Abnahmemenge bei der Sammelbestellung reduziert den Preis.

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH; IWO; DEPV Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V.; Verivox GmbH
Foto: Jürgen Fälchle - Fotolia.com

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