Die Gasheizung ist in Deutschland aus vielen Gründen eine der beliebtesten Heiztechniken. Einer davon ist der Gaspreis, der sich aktuell auf einem niedrigen Niveau befinden. Lesen Sie bei Effizienzhaus-online mehr über die Zusammensetzung des Gaspreises und über die Möglichkeit, Prognosen für die Gaspreisentwicklung aufzustellen!

 

Erdgas: Der beliebteste Brennstoff in Deutschland

Gasheizungen sind mit über acht Millionen Anlagen im Betrieb die beliebteste Heiztechnik in Deutschland. Sie versorgen etwa die Hälfte aller Haushalte mit Heizwärme und Warmwasser: Weit vor Ölkesseln und alternativen Heiztechniken.

Es gibt eine Reihe großer Vorteile, die Gasheizungen so attraktiv machen: Hohe Effizienz, hoher Komfort platzsparende Technik und sparsame, saubere Verbrennung. Daneben ist aber auch der nach wie vor relativ niedrige Gaspreis ein bedeutender Faktorfür das anhaltende Interesse an der bewährten Technik.

 

Woher kommt unser Gas?

Deutschland ist bei der Versorgung mit Erdgas stark von Importen abhängig. So liefert Russland mit einem Anteil von rund 42 den Großteil unseres Gases. Die Niederlande folgen mit 29 Prozent und Gas aus Norwegen hat immerhin noch einen Anteil von 21 Prozent. Etwa 3 Prozent der deutschen Gasimporte stammen aus Dänemark und Großbritannien. Die wirtschaftlich förderbaren Gasvorräte im eigenen Land schrumpfen hingegen immer weiter. Während Deutschland seinen Gasverbrauch im Jahr 2007 noch zu 15 Prozent selber decken konnte, lag der Anteil der inländischen Förderung 2017 nur noch bei 5 Prozent.

 

Erdgasbezugsquellen Stand Februar 2018

 

Gaspreis aktuell und Entwicklung im Vergleich mit anderen Energieträgern

Die meisten Experten sind sich einig: Fossile Energie wird in mittlerer Zukunft teurer werden. Aktuell ist das für den Verbraucher aber noch nicht deutlich spürbar. Seit 2013 erleben Gaskunden im Durchschnitt eine Phase fallender Preise. Kostete der Rohstoff im Jahr 2013 durchschnittlich 6,8 Cent pro kWh, lag der Durchschnittswert im Jahr 2018 bei ca. 5,69 Cent pro kWh.

Aktuell sind die Preise leicht angestiegen. So zahlten Verbraucher im Oktober 2019 durchschnittlich 6,31 Cent pro kWh. Grund dafür sind vor allem die gestiegenen Einkaufspreise, die Anbieter nun auch an die Endverbraucher weitergeben.

Brennstoffkosten in Deutschland Oktober 2019

Quelle: https://www.depv.de

 

Wie setzt sich der Gaspreis zusammen?

Für Verbraucher ist der Gaspreis die Summe, die Versorger am Ende eines Jahres berechnen. Diese setzt sich jedoch aus verschiedenen Anteilen zusammen, die sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden können. Grundsätzlich setzt sich der Gaspreis wie folgt zusammen:

  • Kosten für Einkauf des Erdgases
  • Handelsspanne des Versorgers
  • Kosten für Netznutzung
  • Umsatzsteuer
  • Gassteuer
  • Konzessionsabgabe an die Kommunen

Zusammensetzung des Gaspreises 2019

Infografik von: 1-gasvergleich.com

 

Bei der Abrechnung arbeiten die meisten Gasanbieter mit dem Modell von Grundgebühr und Arbeitspreis. Die feste Grundgebühr deckt die Infrastrukturkosten ab: Vor allem die Kosten für Netznutzung und den Gaszähler. Der Arbeitspreis beschreibt die Kosten pro verbrauchter Kilowattstunde.
 

Gaspreis 2019: Wie werden sich die Gaspreise entwickeln?

Für das Jahr 2019 steht nun eine Trendwende bevor. So haben viele Gasversorger bereits die Preise erhöht. Und das im Schnitt um etwa 10 Prozent. Für Hausbesitzer mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden sind das Mehrkosten von rund 130 Euro im Jahr. Ein Blick auf die einzelnen Regionen zeigt, dass Verbraucher in Rheinland-Pfalz sogar mit Preissteigerungen von etwa 13 Prozent rechnen müssen. Weitestgehend verschont bleiben Haushalte in Berlin, Bremen und Hamburg.

Die Gaspreisentwicklung ist mittelfristig jedoch nur schwer vorherzusagen. Eine feste Ölpreisbindung gibt es heute offiziell nicht mehr. Dieses Instrument diente dazu, die Konkurrenz zwischen Öl und Gas zu vermeiden und dem Energieträger den Weg auf den Markt zu öffnen. Als freiwillige Absprache spielt es allerdings noch immer eine untergeordnete Rolle. Ein wichtiger Grund für das niedrige Preisniveau im Jahr 2018 war die Erschließung unkonventioneller Förderquellen (Schiefergasförderung mittels Fracking), die die konventionellen Erzeuger unter Preisdruck gebracht hat.

Die derzeit bekannten Reserven sind groß genug, um nach heutigem Stand für mehr als 250 Jahre Versorgungssicherheit zu garantieren. Die Fördermengen und das Angebot auf dem Weltmarkt sind also stabil. Wesentlich schwieriger einzuschätzen sind tiefgreifende Auswirkungen geopolitischer und wirtschaftlicher Entwicklungen, auch vor dem Hintergrund der Energiewende.

 

Ein Wechsel lohnt oft: Günstigere Preise bei alternativen Anbietern

Bei den örtlichen Grundversorgern zahlen Kunden teilweise bis zu 30 Prozent mehr als bei alternativen Anbietern, die im letzten Jahrzehnt zunehmend auf den Markt drängten. Wer Preise vergleicht und rechtzeitig wechselt, kann so bis zu 400 Euro im Jahr sparen. 

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto Gasabrechnung: Klaus Rein - Fotolia.com

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