Beim Kauf einer Pelletheizung oder eines Pelletofens greifen das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) und die KfW-Bankengruppe kräftig unter die Arme. Neben Zuschüssen werden auch zinsgünstige Kredite angeboten. Welche Voraussetzungen für eine Förderung der neuen Pelletheizung oder für den neuen Pelletofen gelten und wie sich die Fördermittel optimal kombinieren lassen, erfahren Sie hier.

 

 

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Das BAfA fördert Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse in Bestandsgebäuden. Dazu zählen Kessel zur Verfeuerung von Holzpellets und Holzhackschnitzeln, Kombinationskessel zur Verfeuerung von Holzpellets bzw. Holzhackschnitzeln und Scheitholz sowie Holzpelletöfen mit Wassertasche zur Heizungsunterstützung. Die Anlagen müssen der Bereitstellung des Wärmebedarfs eines Gebäudes dienen und die seit Anfang 2014 geltenden schärferen Grenzwerte für gasförmige und staubförmige Emissionen einhalten. Fördervoraussetzung ist die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs der Heizungsanlage, zusätzlich muss mindestens eine Umwälzpumpe im Heizungssystem die Effizienz-Anforderungen entsprechend der Effizienzklasse A erfüllen. Der Antrag muss beim BAfA innerhalb von sechs Monaten nach Inbetriebnahme der Anlage eingereicht werden (Ausschlussfrist) und den Förderantrag, die Fachunternehmererklärung sowie die vollständige Rechnung, adressiert an den Antragsteller, umfassen.

 

Zuschüsse des BAfA - Basisförderung

Die Förderung des BAfA für eine Pelletheizung oder einen Pelletofen gliedert sich in eine Basisförderung und in zusätzliche Bonusförderungen. Die Basisförderung umfasst Anlagen mit einer installierten Nennwärmeleistung von 5 kW bis 100 kW und beträgt 36 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch 1.400 Euro für einen Pelletofen mit Wassertasche, 2.400 Euro für einen Pelletkessel und immerhin 2.900 Euro für einen Pelletkessel mit neu errichtetem Pufferspeicher (Speichervolumen mindestens 30 l/kW). Zu den förderfähigen Pelletkesseln gehören auch Kombinationskessel zur Verfeuerung von Holzpellets und Scheitholz. Kombinationskessel müssen über ein Mindest-Pufferspeichervolumen von 55 Liter je Kilowatt Nennwärmeleistung für den handbeschickten Teil der Anlage verfügen.

 

Bonus-Förderungen des BAfA

Besonders innovative oder effiziente Anwendungen von Biomasseanlagen können zusätzlich zur Basisförderung noch mit Bonus-Förderungen bezuschusst werden: Wird gleichzeitig zur neuen Pelletheizung oder zum neuen Pelletofen eine förderfähige Solarthermie-Anlage für die Raumheizung und Warmwasserbereitung oder eine Solaranlage für die reine Warmwasserbereitung errichtet, erhält der Antragsteller einen regenerativen Kombinationsbonus in Höhe von 500 Euro. Den Effizienzbonus als zusätzliche Förderung erhält, wer die neue Pelletheizung oder der neue Pelletofen in ein besonders effizient gedämmtes Wohngebäude einbaut (aktuell KfW 55-Effizienzhaus-Standard). Er beträgt 50 Prozent der Basisförderung. Kombinationsbonus und Effizienzbonus sind kumulierbar. Wird eine bereits bestehende Pelletheizung oder ein Pelletofen nachgerüstet (Steigerung des Wärmeertrages durch Abgaskondensation und/oder Abgasminderung), kann sowohl für Neubau als auch für Gebäudebestand eine Innovationsförderung beantragt werden. Sie beträgt im Neubau 850 Euro pro Maßnahme und im Bestand 750 Euro.

 

Zinsgünstige Finanzierung und Zuschuss über die KfW

Für den Einbau einer Pelletheizung oder eines Pelletofens steht auch eine Förderung durch die KfW zur Verfügung. Finanzieren lässt sich die neue Pelletheizung oder der neue Pelletofen mit einem zinsgünstigen Darlehen der KfW im Programm 167 “Energieeffizient Sanieren - Ergänzungskredit“. Bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit gibt es hier für die Umstellung der Heizung auf erneuerbare Energien. Im Unterschied zur BAfA-Förderung muss die KfW-Förderung für Pelletheizung und Pelletofen vor Installation der Anlage beantragt werden. Wird bei einem Haus durch eine Sanierung oder bei einem Neubau ein KfW-Effizienzhaus-Standard erreicht, gewährt die KfW über die Programme “Energieeffizient sanieren“ und “Energieeffizient bauen“ Zuschüsse und Darlehen für eine neue Pelletheizung oder einen neuen Pelletofen.

 

BAfA-Förderung und KfW-Förderung lassen sich kombinieren

Zusätzlich zu den Zuschüssen des BAFA kann bei der KfW ein spezieller Ergänzungskredit beantragt werden (KfW-Programm 167: “Energieeffizient Sanieren -Ergänzungskredit“, Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien). Auf diese Weise lässt sich eine Heizungsmodernisierung komplett durch Kredit und Zuschuss finanzieren. Die Summe aus BAFA-Zuschuss und KfW-Kredit darf dabei die Kosten der Maßnahme nicht übersteigen. Für dieselbe Maßnahme ist die Kombination einer BAFA-Förderung mit einer KfW-Förderung ebenfalls zulässig, sofern eine umfassende Sanierung zum KfW-Effizienzhaus geplant ist und dafür eines der folgenden KfW-Programme in Anspruch genommen wird (KfW-Programm 151 “Energieeffizient sanieren - Effizienzhaus/Kredit“ und KfW-Programm 430 “Energieeffizient Sanieren - Effizienzhaus/Investitionszuschuss“). Für alle anderen Heizungserneuerungen als Einzelmaßnahmen muss sich der Antragsteller vorab zwischen KfW-Förderung oder BAFA-Förderung entscheiden. Hier besteht ein Kumulierungsverbot (KfW-Programm 152 “Energieeffizient Sanieren - Einzelmaßnahme/Kredit“ und KfW-Programm 430 “Energieeffizient Sanieren -Einzelmaßnahmen/Investitionszuschuss“).

 

Regionale Förderung Pelletheizung und Pelletofen

Der Einbau von Pelletheizung und Pelletofen wird zusätzlich von den Bundesländern gefördert über deren Landesbanken. Auch einige Kommunen und Versorgungsunternehmen bieten eine Förderung für den Einsatz von regenerativen Energien an. Wer sich ein genaues Bild verschaffen möchte, welche Förderung für Pelletheizung und Pelletofen es im individuellen Einzelfall gibt - von Bundesebene bis zur Kommune - findet einen aktuellen, umfassenden Überblick in der Fördermittelauskunft.

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: ZIHE - Fotolia.com

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