Die eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ist mehr denn je eine lohnende Investition. Grund hierfür sind die weiter gesunkenen Kosten für Photovoltaik-Anlagen sowie die in 2016 stabilen Vergütungssätze für Solarstrom. Immer lukrativer wird der Eigenverbrauch von Solarstrom, um die gestiegenen Kosten für den Strombezug zu senken.
 

Die Kosten für die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage sind in den letzten zwei Jahren um bis zu 10 Prozent gesunken (Solar Cluster Baden-Württemberg). In den letzten 10 Jahren haben sich die Kosten für eine schlüsselfertige Photovoltaik-Anlage (Aufdach) mit bis zu 10 Kilowatt installierter Leistung von durchschnittlich 5.000 Euro pro kWp auf unter 1.500 Euro im vergangenen Jahr reduziert. Die Kosten für eine 5 kWp Photovoltaik-Anlage für ein Einfamilienhaus betragen etwa 7.500 Euro.

 

Solarmodule sind größter Kostenblock

Die Kosten für die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage setzen sich aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammen. Etwa 85 Prozent betragen die Kosten für die Komponenten der Photovoltaik-Anlage. Größter Kostenblock sind die Solarmodule, deren Kosten je nach Modulart und Leistungsfähigkeit unterschiedlich hoch sind, gefolgt von den Kosten für den Wechselrichter, der den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Hinzu kommen noch die Kosten für den Unterbau der Module, für Kabel und Anschlüsse sowie den Kosten für den zusätzlich erforderlichen Stromzähler, der gekauft oder gemietet werden kann. Die Kosten für die fachgerechte Montage der Photovoltaik-Anlage schlagen mit etwa 15 Prozent der Gesamtkosten zu Buche. Zu den Kosten für die Anschaffung kommen noch die jährlichen Kosten für den Betrieb der Photovoltaik-Anlage hinzu. Zu den Betriebskosten zählen die Kosten für die zu empfehlende jährliche Wartung, für Versicherung und für die Zählermiete, falls dieser nicht gekauft wurde. Überschlägig werden hierfür Kosten in Höhe von 2 Prozent der Anschaffungskosten kalkuliert.

Eigenverbrauch wird immer interessanter

Den gesunkenen Kosten für die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage stehen gestiegene Einnahmen gegenüber. Wird der produzierte Solarstrom soweit als möglich auch selbst verbraucht, reduzieren sich die Kosten für den Fremdbezug von Strom. In 2016 sind die Strompreise nochmal um etwa 2 Prozent gestiegen und werden auch 2017 weiter steigen (Link auf Preise für Energie 2017 in D). Die Kosten für Haushaltsstrom betragen derzeit etwa 28,6 Cent pro kWh, die Kosten für eigenen Solarstrom belaufen sich auf zirka 11 bis 13 Cent pro kWh. Wer also den eigenen Strom verbraucht, spart derzeit etwa 15 Cent. Durch einen Solarstromspeicher kann der Eigenverbrauch weiter optimiert werden. Zudem sind die Vergütungssätze für eingespeisten Solarstrom in 2016 sowie im 1. Quartal 2017 nicht weiter gesunken. Wer im 1. Quartal 2017 eine Photovoltaik-Anlage bis zu 10 kWp Leistung auf dem Dach seines Hauses installiert, erhält pro eingespeister Kilowattstunde (kWh) 12,31 Cent. Dieser Wert gilt dann für die nächsten 20 Jahre. Laut Aussage der Experten vom Solar Cluster Baden-Württemberg kann bei guter Planung und einem erhöhten Eigenverbrauch mit der eigenen Photovoltaik-Anlage eine Rendite von 5 bis 6 Prozent erwirtschaftet werden. Bei der Minimierung der Kosten für die eigene Photovoltaik-Anlage hilft die KfW-Bankengruppe mit zinsgünstigen Krediten im Programm 270 oder im Programm 275 für Solarspeicher.

 

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Eine Übersicht über staatliche Förderprogramme bis hin zu Fördergeldern von Kommunen gibt die Fördermittelauskunft auf Effizienzhaus-online.

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
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