Sie sind ein attraktiver Blickfang und sorgen für eine behagliche, gemütliche Wärme: Die Auswahl reicht vom Kaminofen über Heizkamine bis hin zum traditionellen Kachelofen, der sich mit Pellets oder auch in Kombination mit Scheitholz befeuern lässt. Der individuellen Gestaltung und dem eigenen Geschmack sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Auch beim Komfort bleiben keine Wünsche offen: Moderne Kaminöfen können teilweise über eine Fernbedienung gesteuert werden.


Navigation

1. Welche Kaminöfen gibt es?

2. Vorteile Kaminofen

3. Vorschriften beim Kaminofen-Einbau

4. Kaminofen kaufen – was es vorab zu beachten gilt

5. Was kostet ein Kaminofen?

6. BAFA-Förderung für einen Kaminofen


Unterschiedliche Ansprüche – unterschiedliche Kaminöfen

Ein Kaminofen steht frei und besteht aus Guss oder Edelstahl und gibt Strahlungswärme direkt in den Raum ab. Damit schafft es ein Kaminofen – auch Schwedenofen genannt – einen Raum sehr schnell aufzuheizen. Ein Kachelofen hingegen benötigt Zeit zum Aufheizen bis er richtig warm wird. Er hält dafür die Wärme länger vor als ein Kaminofen. Zur besseren Wärmespeicherung lässt sich ein Kaminofen optional mit Speckstein oder Naturstein ausrüsten.

Ein Kaminofen wird entweder mit Scheitholz (Holzofen) oder mit Pellets betrieben (Pelletkaminofen). Es gibt auch Geräte, die sowohl mit Scheitholz als auch mit Pellets zu beheizen sind. Der große Vorteil von vormontierten Schwedenöfen mit großem Sichtfenster ist, dass sie schnell in Ihren Wohnraum zu integrieren sind. Während ein vom Ofenbauer gemauerter Kachelofen viel Platz und Planung erfordert, braucht ein Kaminofen lediglich einen direkten Zugang zum innen liegenden Schornstein (über das Ofenrohr) oder einen Außenschornstein und schon kann er für gemütliche Wärme sorgen. Durch die niedrigen Kosten für einfache Kaminöfen und den geringen Aufwand für die Installation erhalten Sie auf diese Weise eine sehr einfache und preiswerte Heizung.

 

Wärmequelle mit schönem Flammenbild

Beliebt ist der Kaminofen auch, weil er durch das Flammenbild hinter der Sichtscheibe ähnlich wie ein klassischer Kamin die Atmosphäre im Raum aufwertet. Durch große Sichtfenster oder auch drehbare Kaminöfen können Sie dem Flackern des Feuers zuschauen, was für eine besonders gemütliche Atmosphäre in Ihrem Zuhause sorgt.

 

Achten Sie auf ausreichende Luftzufuhr

Einfache Kaminöfen nutzen den Sauerstoff der Raumluft. Dann muss der Raum über eine sichere Frischluftzufuhr verfügen. In modernen Wohnraumlösungen, die auch die offene Küche mit Dunstabzug beinhalten, muss auf eine ausreichende Sauerstoffzufuhr beim gleichzeitigen Betrieb von Kamin und Dunstabzug geachtet werden. Um dies zu gewährleisten wird eine funkgesteuerte Abluftsteuerung mit Fenster-Magnetkontakt eingebaut, so dass es zu keiner Vergiftung mit Kohlenmonoxid (CO) kommen kann. Die ordnungsgemäße Einbau wird vom Schornsteinfeger überprüft.

Raumluftunabhängige Geräte sind hochwertiger und kosten mehr, benötigen außerdem einen speziellen Schornstein. Dafür erfolgt die Luftzufuhr gesondert über den Schornstein. Unabdingbar ist das für den Einsatz im Niedrigenergiehaus und Passivhäuser, weil die dichte Gebäudehülle keine passive Frischluftzufuhr erlaubt. Die Steuerung der Luftzufuhr mit Primär- und Sekundärluft sorgt für optimale Verbrennung und geringe Emissionen. Möglich macht dies z.B. die automatische Verbrennungssteuerung Logamatic TCA200 von Buderus.

 

Welche Kaminöfen gibt es?

Den freistehenden Kaminofen gibt es in zwei Varianten: Als preisgünstige, umweltfreundliche und attraktive Raumheizung oder als wasserführender Kaminofen zur Heizungsunterstützung. Über eine innenliegende Wassertasche gibt der wasserführende Kaminofen einen Teil seiner Wärme an das Heizsystem ab und unterstützt damit die Heizung. Ein Kaminofen oder Kachelofen kann auch – wenn entsprechend dimensioniert – als Zentralheizung fungieren. Das ist eine Option bei sehr gut gedämmten Häusern.

Kaminofen ohne Wassertasche

Wasserführender Kaminofen

Kaminofen Erklärung wasserzuführender Kaminofen
Kaminofen für den Wohnraum.
Foto: Buderus
Querschnitt eines wasserführenden Kaminofens mit verglastem Sichtfenster und Wasserwärmetauscher. 
Foto: killus-technik.de
 

 

Vorteile von Kaminöfen

Ein Kaminofen passt in fast jedes Zimmer, das über einen Kaminanschluss verfügt, ist ohne große Baumaßnahmen aufzustellen und punktet mit folgenden Vorteilen:

  • schnelle und behagliche Strahlungswärme
  • gemütliches Holzfeuer durch Sichtscheibe
  • günstige Anschaffungskosten
  • schnell montiert
  • schnell wieder abgebaut
  • günstiger nachwachsender Rohstoff Holz
  • nahezu CO2-neutral bei Bezug Brennstoff aus der Region
  • einfache Reinigung des Kaminofens

 

Vorschriften beim Kaminofen-Einbau

An das Aufstellen eines Kaminofens sind einige Bedingungen aus Brandschutzgründen geknüpft:

  • Mindestens 20 Zentimeter Wandabstand sind bei einem Kaminofen vorzusehen.
  • Vor der Kaminofen-Tür sind 50 Zentimeter Abstand für ein sicheres Öffnen einzuhalten.
  • Brennbarer Boden muss durch eine ausreichend dimensionierte Bodenplatte, z.B. aus Glas vor Funkenflug und damit Brandgefahr geschützt werden.
  • Die Obergrenzen des Bundesimmisionsschutzgesetzes zum Ausstoß von Feinstaub sind strikt einzuhalten.
  • Für den durchgängigen Betrieb eines wasserführenden Kaminofens ist eine geschlossene Feuerraumtür notwendig und die Zufuhr von Verbrennungsluft muss ausreichend geregelt sein.
  • Richtiger Ansprechpartner zur Klärung dieser Fragen vor dem Kaminofen Einbau ist der Bezirksschornsteinfeger.

 

Kaminofen kaufen – was es vorab zu beachten gilt

Vor dem Kaufen sollten Interessenten die Frage beantworten, was genau der neue Kaminofen beheizen soll – ein einzelnes Zimmer oder auch angrenzende Räume mit. Im zweiten Fall ist ein wasserführender Kaminofen die bessere Wahl. Er entlastet die Heizung und kann diese in der Übergangszeit sogar ersetzen. Wichtig ist die Installation von einem ausreichend dimensionierten Pufferspeicher, der die überschüssige Heizwärme aus dem Kaminofen aufnehmen und speichern kann.

Ebenso steht vor dem Kaufen die Frage an, mit welchem Brennstoff der Kaminofen betrieben werden soll: Scheitholz oder Pellets? Ein Pelletkaminofen arbeitet komfortabler als ein mit Scheitholz betriebener Kaminofen, kostet aber auch mehr. Im Vergleich zu anderen Heiz-Energieträgern wie Öl oder Gas, sind die Kosten für eine Stunde Heizenergie mit Pellets immer noch am niedrigsten, siehe: Heizwert Pellets.

Eine der wichtigsten Fragen vor dem Kauf ist, wo der Kaminofen genau positioniert werden soll und wie dort der Kaminofen auf einem feuerfesten Untergrund stehen kann. Eine ausreichend große Bodenplatte aus Glas oder Stahl sichert den meist nicht feuerfesten Boden – eine wichtige Voraussetzung für die Abnahme durch den Schornsteinfeger. Vor einem Kauf ist auch zu klären, ob der Schornstein für den Betrieb eines Kaminofens geeignet ist oder welche Umbaumaßnahmen vorab noch erforderlich sind. Auch sollte an ausreichend trockene Lagerfläche für den Betrieb eines Kaminofens mit Scheitholz gedacht werden. -> Je trockener das zu verbrennende Scheitholz ist, desto höher ist der Wirkungsgrad des Kaminofens.

 
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Was kostet ein Kaminofen?

Der Preis bei einem Kaminofen ist von mehreren Einflussgrößen abhängig: Heizleistung in kW, Materialqualität, Ausstattung und Design sowie Zubehör. Je mehr Heizleistung, desto höher ist der Preis. Eine massivere Ausführung verspricht eine längere Haltbarkeit. Das Kaminofen-Material wird durch hohen Temperaturen sowie Temperaturschwankungen stark beansprucht. Bei einem Vergleich von unterschiedlichen Kaminöfen vor einem Kauf sollte hierauf geachtet werden. Der von der Stiftung Warentest durchgeführte Kaminofen Test datiert aus dem November 2011 und kann weitere Anhaltspunkte für einen Kauf bieten. Allerdings ist der technologische Fortschritt der letzten Jahre in der Entwicklung von Kaminöfen in diesem Test nicht abgebildet. Die Preise für Kaminöfen hier im kurzen Überblick, weitere Informationen zu den Kosten für Kaminöfen finden Sie auf der entsprechenden Seite von Effizienzhaus-online:

Kaminofen Preis
Scheitholz-Kaminofen 600 bis 2.500 Euro
Wasserführender Kaminofen 2.000 bis 5.000 Euro
Pellet-Kaminofen 2.500 Euro bis 6.000 Euro
Wasserführender Pellet-Kaminofen 5.000 bis 8.000 Euro


Wichtiger Hinweis: Vergessen Sie bei der Kostenkalkulation nicht die meist benötigte, feuerfeste Bodenplatte (Kostenpunkt etwa 100 Euro) mit einzuplanen. Die Ofenrohre, ein ausreichend dimensionierter Pufferspeicher (bei wasserführenden Kaminöfen) und die Montage verursachen weitere Kosten.

 

 

BAFA-Förderung für einen Kaminofen

Ein Kaminofen wird vom BAFA nur gefördert, wenn er wasserführend arbeitet und über eine automatische Pellet-Beschickung verfügt. Die Kaminofen Förderung wird als Zuschuss vergeben und muss nicht zurückgezahlt werden. Der wasserführende Pellet-Kaminofen erhält einen Zuschuss von mindestens 2.000 Euro.

3.000 Euro Förderung erhalten Kaminöfen über das BAFA-Innovationsprogramm, wenn sie über eine Vorrichtung zur Partikelabscheidung verfügen. Weitere 500 Euro Förderung sind bei der BAFA als Zusatzbonus möglich, wenn zeitgleich eine förderfähige Solarthermie-Anlage oder eine Wärmepumpe mit eingebaut wird. Weitere Informationen zur Förderung von Kaminöfen finden Sie bei Effizienzhaus-online!

 
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Hier finden Sie weitere Produktinformationen zu Kaminöfen.

 

Quelle:  Bosch Thermotechnik
Foto: Buderus

Kaminofen einbauen

 

Buderus: Webspecial Kaminöfen

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