Energiekosten

 

Energieträger: Kombination macht Hausbesitzer unabhängiger

Wer die Entwicklung der Energiepreise verfolgt, kann auf lange Sicht bares Geld sparen. Denn während sich Strom- und Gasanbieter einfach wechseln lassen, helfen langfristige Trends bei der Entscheidung für eine neue Heizung. Auf einen Energieträger allein sollten sich Hausbesitzer heute nicht mehr verlassen, erneuerbare Energien gehören zu jedem Heizkonzept selbstverständlich dazu. Einen Überblick über die Entwicklung der Energiepreise, mit Blick in die Zukunft, finden Sie hier:

 

Energiepreisentwicklung für gasförmige Brennstoffe

Betrachten Hausbesitzer die langfristige Entwicklung der Energiepreise für Gas, fällt vor allem im Zeitraum zwischen den Jahren 2000 und 2009 ein starker Anstieg auf. Zurückzuführen ist dieser auf die Bindung an den Ölpreis. Diese führte dazu, dass der Erdgaspreis deutlich schneller stieg als die anfallenden Förderkosten. Bis heute konnte sich der Preis an die tatsächlichen Kosten angleichen, was seither zu einer flachen Kurve führte. Aktuell zahlen Hausbesitzer mit durchschnittlich 5,79 Cent pro Kilowattstunde so wenig wie zuletzt im Jahr 2006.

Geht es um die Energiepreisentwicklung, werden die knapper werdenden Erdgasvorräte über kurz oder lang zu einem Anstieg führen. Power-to-Gas-Technologien, bei denen synthetisches Gas aus erneuerbarem Strom entsteht, könnten stabile Verbraucherpreise aber langfristig sichern.

[Quelle: Statistisches Bundesamt; Verivox Verbraucherpreisindex Gas]

 

Entwicklung der Energiepreise für Öl

Kaum ein anderer Rohstoff unterlag in der Vergangenheit so hohen Schwankungen wie Heizöl. So stiegen die Preise bis zum Jahr 2009 an, bevor sie von 2008 auf 2009 rapide sanken. Als Grund dafür sehen Experten die damalige Bankenkrise. Nur drei Jahre später, also im Jahr 2012, stieg der Ölpreis erneut und erreichte sein Allzeithoch. Nachdem sich die Preise bis zum Jahr 2016 kontinuierlich nach unten bewegten, zeigt die Energiepreisentwicklung jetzt einen leichten Aufwärtstrend. Aktuell zahlen Hausbesitzer mit rund 6,00 Cent pro Kilowattstunde ungefähr so viel wie zuletzt in den Jahren 2006 und 2009. Zurückzuführen sind die niedrigen Preise auf ein Überangebot am Weltmarkt.

Genau wie Erdgas ist auch Heizöl ein endlicher Rohstoff. Ohne Alternativen ist eine langfristig steigende Energiepreisentwicklung dabei unausweichlich.

[Quelle: Statistisches Bundesamt]

 

Stabile Preise für Holz, Pellets und Hackschnitzel

Scheitholz, Holzhackschnitzel und Holzpellets zählen zu nachwachsenden Rohstoffen. Sie sind bei nachhaltiger Verwendung unerschöpflich. Aus diesem Grund weist auch die Entwicklung der Energiepreise im langjährigen Verlauf kaum Schwankungen auf. Heute zahlen Hausbesitzer 2 bis 3 Cent pro Kilowattstunde für Holzhackschnitzel, etwa 5 Cent pro Kilowattstunde für Pellets und rund 6 Cent pro Kilowattstunde für trockenes Scheitholz. Ändert sich die Holznutzung in der Zukunft nicht grundlegend, wird auch die Energiepreisentwicklung dem Trend der vergangenen Jahre folgen.

[Quelle: C.A.R.M.E.N. e.V.; TFZ Bayern]

 

Energiepreisentwicklung für Strom aus dem Netz

Der Preis für Strom folgt in Deutschland seit Jahren einem Trend: Aufwärts. Während Hausbesitzer 2004 noch rund 17 Cent für eine Kilowattstunde zahlten, müssen sie 2017 über 28 Cent pro Kilowattstunde ausgeben. Die Gründe für die Entwicklung der Energiepreise sind vielschichtig. Denn der Strompreis setzt sich aus mehr als zehn Bestandteilen zusammen. Die größten Posten belegen dabei Ausgaben für Beschaffung und Vertrieb (24,7 Prozent), Netzentgelte (22,7 Prozent), EEG-Umlage (21,3 Prozent), Mehrwertsteuer (16,0 Prozent) und Stromsteuer (6,9 Prozent).  Mit der Umstellung auf erneuerbare Energien sollten in Zukunft zumindest die Erzeugerkosten stabil bleiben.

[Quelle: BMWi; Verivox Verbraucherpreisindex Strom]

 

Energiepreisentwicklung verfolgen und bares Geld sparen

Wer langfristig sparen möchte, sollte die Entwicklung der Energiepreise ständig im Auge behalten. Während Hausbesitzer bei Strom und Gas einfach einen günstigeren Anbieter wählen, lohnt es sich, Heizöl oder Holz in Niedrigpreisphasen zu kaufen. Doch das ist nur eine der Kostenschrauben, an denen sich drehen lässt. Hausbesitzer sind heute gut beraten, die Erzeugung von Wärme auf mehrere Techniken zu verteilen. Das macht unabhängiger von der Kostenentwicklung eines Brennstoffs. So ist die Kombination von Solarthermie zur Gasheizung oder Ölheizung heute schon Standard, bei Wärmepumpe und anderen Stromheizungen entlastet eine Photovoltaik-Anlage das Budget. Auch ein wasserführender Kaminofen findet seinen Platz in einem multivalenten Heizsystem.

Unser Tipp: Die beste Energie ist aber bekanntlich die, die nicht verbraucht wird. Moderne Heizungsanlagen arbeiten besonders effizient. Sie verbrauchen deutlich weniger als alte und schwächen zukünftige Energiepreissteigerungen ab – ganz gleich, welcher Energieträger dabei zum Einsatz kommt.

 

Interessant zu wissen  

Finden Sie hier unsere wertvollen Tipps für Ihr Zuhause: Energie sparen beim Heizen, durch eine energetische Sanierung oder durch die effiziente Nutzung der elektrischen Haushaltsgeräte

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: DOCRABE Media – Fotolia.com

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