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Energiepreise 2020 in Deutschland

Energiepreise in Deutschland

 

Energieträger: Kombination macht Hausbesitzer unabhängiger

Wer die Entwicklung der Energiepreise verfolgt, kann auf lange Sicht bares Geld sparen. Denn während sich Strom- und Gasanbieter einfach wechseln lassen, helfen langfristige Trends bei der Entscheidung für eine neue Heizung. Auf einen Energieträger allein sollten sich Hausbesitzer heute nicht mehr verlassen, erneuerbare Energien gehören zu jedem Heizkonzept selbstverständlich dazu. Nicht zuletzt auch durch die CO2-Steuer, die fossile Brennstoffe ab 2021 kontinuierlich verteuert.  Einen Überblick über die Entwicklung der Energiepreise in Deutschland, mit Blick in die Zukunft, finden Sie hier.

 

Energiepreisentwicklung für gasförmige Brennstoffe

Betrachten Hausbesitzer die langfristige Entwicklung der Energiepreise für Gas, fällt vor allem im Zeitraum zwischen den Jahren 2000 und 2009 ein starker Anstieg auf. Zurückzuführen ist dieser auf die Bindung an den Ölpreis. Denn durch diese stieg der Erdgaspreis deutlich schneller als die realen Förderkosten. Bis Ende 2018 konnte sich der Preis an die tatsächlichen Kosten angleichen. Bis dahin fiel er auf einen Wert von 5,63 Cent pro Kilowattstunde. Aktuell zahlen Hausbesitzer jedoch wieder mehr. Anfang Ende 2019 liegt der durchschnittliche Gaspreis bereits bei 6,315,98 Cent pro Kilowattstunde. Gründe dafür sind gestiegene Großhandelspreise und höhere Netznutzungskosten. EExperten vermuten, dass die Preise in den kommenden Monaten weiter steigen, bevor sie dann ab 2021 noch einmal kräftig zulegen. Denn dann tritt die CO2-Steuer in Kraft. Die im Klimapaket geplante Abgabe soll die Energiepreise an den tatsächlichen CO2-Gehalt der Brennstoffe anpassen und Jahr für Jahr steigen. 

Geht es um die längerfristige Energiepreisentwicklung, wird spricht auch die Verknappung der Erdgasvorräte über kurz oder lang zufür einenm Anstieg führen. Power-to-Gas-Technologien, bei denen synthetisches Gas aus erneuerbarem Strom entsteht, könnten langfristig jedoch stabile Verbraucherpreise sichern.
[Quelle: Verivox Verbraucherpreisindex Gas; Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V.)

 

Entwicklung der Energiepreise für Öl

Kaum ein anderer Rohstoff unterlag in der Vergangenheit so hohen Schwankungen wie Heizöl. So stiegen die Heizölpreise bis zum Jahr 2009 an, bevor sie von 2008 auf 2009 rapide sanken. Als Grund dafür sehen Experten die damalige Bankenkrise. Nur drei Jahre später, also im Jahr 2012, stieg der Ölpreis erneut und erreichte sein Allzeithoch. Nachdem sich die Preise bis zum Jahr 2016 kontinuierlich nach unten bewegten, ging es bis Ende 2018 wieder steil bergauf. Ende 2019 zahlen Hausbesitzer rund 6,46 Cent pro Kilowattstunde. In Bezug auf die Energiepreisentwicklung gehen Analysten mittelfristig von einem Seitwärtstrend aus. Denn preissteigernde und preissenkende Einflussfaktoren gleichen sich aktuell aus. Während die politisch instabile Lage in vielen Ölförderstaaten zu einem Anstieg der Energiepreise führen könnte, spricht die hohe Ölförderrate in den USA eher für sinkende Heizölpreise. Mehr zum Thema Heizölpreis-Entwicklung finden Sie hier.  

Genau wie Erdgas ist auch Heizöl ein endlicher, sprich fossiler Rohstoff. Ohne Alternativen ist eine langfristig steigende Energiepreisentwicklung dabei unausweichlich.

[Quelle: FastEnergy GmbH; Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V. ]

 

Wechseloptionen für die Ölheizung

Infografik von Effizienzhaus-online

Mehr zum Thema 'Umweltfreundliche Alternativen zur Ölheizung' finden Sie hier.

 

Stabile Preise für Holz, Pellets und Hackschnitzel

Scheitholz, Holzhackschnitzel und Holzpellets zählen zu nachwachsenden Rohstoffen. Sie sind bei nachhaltiger Verwendung unerschöpflich. Aus diesem Grund weist auch die Entwicklung der Energiepreise im langjährigen Verlauf kaum Schwankungen auf. Heute zahlen Hausbesitzer 2 bis 3 Cent pro Kilowattstunde für Holzhackschnitzel, etwa 5,0 Cent pro Kilowattstunde für Pellets und 4,88 bis 7,39 Cent pro Kilowattstunde für ofenfertiges Scheitholz. Ändert sich die Holznutzung in der Zukunft nicht grundlegend, wird auch die Energiepreisentwicklung dem Trend der vergangenen Jahre folgen.
Quelle: C.A.R.M.E.N. e.V.; TFZ Bayern]


Energiepreisentwicklung für Strom aus dem Netz

Der Preis für Strom folgt in Deutschland seit Jahren einem Trend: Aufwärts. Während Hausbesitzer 2004 noch rund 17 Cent für eine Kilowattstunde zahlten, mussten sie 2018 durchschnittlich 27,82 Cent pro Kilowattstunde ausgeben. Ende 2019 liegt der Strompreis inzwischen bei 29,49 Cent pro Kilowattstunde. Die Gründe für die Entwicklung der Energiepreise sind vielschichtig. Denn der Strompreis setzt sich aus mehr als zehn Bestandteilen zusammen. Die größten Posten belegen dabei Ausgaben für Netzentgelte (25,6 Prozent), EEG-Umlage (23,6 Prozent), Beschaffung und Vertrieb (19,3 Prozent), Mehrwertsteuer (16,0 Prozent), Stromsteuer (7,0 Prozent), Konzessionsabgaben (5,7 Prozent) sowie KWK- und Netz-Umlagen (2,8 Prozent). Finanziert die Regierung in Zukunft einen Teil der Abgaben für elektrische Energie aus den Erlösen der CO2-Steuer, könnte das viele Haushalte in Deutschland erst einmal entlasten. Langfristig sollte die Umstellung auf erneuerbare Energien zumindest die Erzeugerkosten stabil halten.
[Quelle: BMWi; Verivox Verbraucherpreisindex Strom]

 

Energiepreisentwicklung verfolgen und bares Geld sparen

Wer langfristig sparen möchte, sollte die Entwicklung der Energiepreise ständig im Auge behalten. Während Hausbesitzer bei Strom und Gas einfach einen günstigeren Anbieter wählen, lohnt es sich, Heizöl oder Holz in Niedrigpreisphasen zu kaufen. Doch das ist nur eine der Kostenschrauben, an denen sich drehen lässt. Hausbesitzer sind heute gut beraten, die Erzeugung von Wärme auf mehrere Techniken zu verteilen. Das macht unabhängiger von der Kostenentwicklung eines Brennstoffs. So ist die Kombination von Solarthermie zur Gasheizung oder Ölheizung heute schon Standard. Bei Wärmepumpe und anderen Stromheizungen entlastet eine Photovoltaik-Anlage das Budget. Auch ein wasserführender Kaminofen findet seinen Platz in einem multivalenten Heizsystem - einer sogenannten Hybridheizung.

Unser Tipp: Die beste Energie ist bekanntlich die, die nicht verbraucht wird. Moderne Heizungsanlagen arbeiten besonders effizient. Sie verbrauchen deutlich weniger als alte und schwächen zukünftige Energiepreissteigerungen ab – ganz gleich, welcher Energieträger dabei zum Einsatz kommt.

 

Interessant zu wissen  

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Energiepreise in Deutschland | DOC RABE Media

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