Wärme wird nicht immer dann verbraucht, wenn sie erzeugt wird, beispielsweise von der Solaranlage auf dem Dach. Um Wärme optimal zu speichern – zur Heizungsunterstützung oder zur Trinkwasserbereitung – kommen moderne, bestens gedämmte Wärmespeicher zum Einsatz. Wir geben Ihnen einen Überblick über Merkmale und Einsatzbereiche sowie Kosten für Pufferspeicher, Trinkwasserspeicher, Kombispeicher & Co.

 

Einen Pufferspeicher installieren

Der Pufferspeicher zur Speicherung von Heizungswasser ist ein wichtiger Baustein einer Heizungsanlage. So hilft ein Pufferspeicher den Überschuss an Wärme, der beispielsweise von einem Heizkessel oder einem wasserführenden Pelletofen erzeugt wurde, zu speichern und bei Bedarf wieder an das Heizungssystem abzugeben. Ein Heizungs-Pufferspeicher mit einem Volumen von rund 500 Litern kostet etwa 900 Euro, das Pendant mit rund 1.000 Liter Inhalt kostet etwa 1.600 Euro. Bei Solaranlagen, die zur Heizungsunterstützung dienen, kommen Pufferspeicher ebenfalls zum Einsatz. Die Solaranlage wird in der Regel über einen Solarwärmetauscher angeschlossen. Bei Speicherneinem Pufferspeicher ergibt sich eine natürliche Schichtung des Warmwassers. Aufgrund der geringeren Dichte befindet sich das warme Wasser oben und das kalte Wasser unten im Speicher. In sogenannten Schichtenspeichern wird das von der Solaranlage erwärmte Wasser exakt in die Ebene gleicher Temperatur eingeschichtet und steht somit schneller auf dem passenden Temperaturniveau dem Heizsystem zur Verfügung, ohne dass der ganze Speicher erwärmt werden muss. Ein Heizungs-Pufferspeicher mit Solarwärmetauscher und temperatursensibler Rücklaufeinspeisung schlägt bei 500 Liter Volumen mit rund 1.450 Euro Kosten zu Buche, bei 1.000 Liter Fassungsvermögen mit etwa 2.500 Euro Kosten.

Wärmespeicher für Trinkwasser

Trinkwasserspeicher halten erwärmtes Trinkwasser vorrätig. Sie sind aus Hygienegründen emailliert oder aus Edelstahl. Ihr Fassungsvermögen ist in der Regel auf den Bedarf von zwei Tagen ausgelegt, ihre maximale Temperatur auf 60 Grad Celsius. Die Kosten für einen Trikwasserspeicher mit 120 Litern betragen rund 1.000 Euro. Wird eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung nachgerüstet, kann der vorhandene Trinkwasserspeicher weiter genutzt und um einen zweiten monovalenten TrinkwasserSolarspeicher erweitert werden. Der Wasserinhalt wird über einen Wärmetauscher erwärmt, der von der Solarflüssigkeit durchflossen wird. Ein bivalenter Trinkwasserspeicher ersetzt den vorhandenen Trinkwasserspeicher mit. Er besitzt zwei Wärmetauascher. Neben dem Wärmetauscher für die Solaranlage ist der zweite Wärmetauscher an den Heizkessel angeschlossen. Er heizt das Wasser im Trinkwasserspeicher konventionell nach, wenn die Solarwärme nicht ausreicht. Die Kosten für einen bivalenten Trinkwasserspeicher belaufen sich bei einem Fassungsvermögen von rund 300 Litern auf etwa 1.700 Euro.

 

Kombispeicher für Heizungswasser und Trinkwasser

Ein Kombispeicher ist eine Mischung aus Pufferspeicher und Trinkwasserspeicher. Er besteht aus einem Pufferspeicher für das erwärmte Heizungswasser und einem innen liegenden Trinkwasserspeicher. Kombispeicher kommen zum Einsatz, wenn die Solaranlage gleichzeitig zur Heizungsunterstützung und zur Trinkwasserbereitung genutzt wird. Der Kombispeicher kann mit mehreren Wärmeerzeugern kombiniert werden. Gegenüber getrennt aufgestellten Speichern ist er platzsparender und hydraulisch einfacher in das Heizsystem einzubinden. Die Solaranlage erwärmt über einen Wärmetauscher den gesamten Speicherinhalt, der Heizkessel erwärmt im Bedarfsfall zu. Gängige Baugrößen sind 500 bis 1.000 Liter. Für einen Kombispeicher mit 750 Liter Fassungsvermögen sind Kosten von etwa 3.100 Euro zu kalkulieren.

Solarer Wärmespeicher mit Frischwasserstation

Erwärmtes Trinkwasser auf Abruf und damit hygienisch einwandfrei bereitstellen, das ist das Prinzip einer Frischwasserstations Solarspeichers, der aus einem Pufferspeicher und einer angebauten Frischwasserstation besteht. Im Pufferspeicher befindet sich Heizungswasser, das solar und von anderen Wärmequellen erwärmt wird. Über einen an der Speicheraußenwand angebrachten Wärmetauscher, die sogenannte Frischwasserstation, findet das Übertragen der Speicherwärme an das „frische“ Trinkwasser im Durchflussprinzip und damit bei verbesserter Hygiene statt. Für eine Frischwasserstation mit 750 Litern Fassungsvermögen betragen die Kosten etwa 4.500 Euro.

 

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Dimensionierung Wärmespeicher

Wie ein Wärmespeicher dimensioniert sein sollte, hängt vom energetischen Zustand des Hauses, der Anzahl der Bewohner, von Heizverhalten und Warmwasserverbrauch sowie von der Art der gewählten Heizung ab. Solare Wärmespeicher sollten an die Größe der Kollektorfläche angepasst werden. So legt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) Mindestvoraussetzungen für eine Förderung fest: Je nach verwendeten Kollektortyp sind es 40-50 l/qm bei solarer Warmwasserbereitung und bei kombinierter Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Gängige Speichergrößen für einendie solare Trinkwasserbereitungspeicher liegen bei 200 bis 500 Litern, bei Pufferspeichern zur Heizungsunterstützung bei 600 bis 1.200 Litern, Kombispeicher bei 800 bis 1500 Litern.

Die Kosten für einen Wärmespeicher

Wärmespeicher gibt es in den unterschiedlichsten Größen, mit Hightech-Innenleben und einer Vielzahl möglicher Anschlüsse sowie als Design Wärmespeicher. Entsprechend unterschiedlich sind die Kosten. Wir haben für Sie in der Tabelle „Kosten Wärmespeicher“ die gängigsten Größen für Pufferspeicher, Trinkwasserspeicher, Kombispeicher & Co. als erste Übersicht zusammengestellt.


Die Kosten für Wärmespeicher werden vom BAfA sowie von der KfW Bankengruppe mit Investitionszuschüssen und Darlehen gefördert. Falls Sie weitere Fragen zum Wärmespeicher oder zu Ihrer neuen Heizung haben oder eine persönliche Beratung wünschen, kontaktieren Sie einen der auf Effizienzhaus-online gelisteten Fachbetriebe ganz in Ihrer Nähe.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH