Steuerbonus für die Haussanierung

 

Sanierungskosten für Haus und Heizung steuerlich absetzbar 

Wer ab 2020 Sanierungsmaßnahmen am eigenen Haus durchführt, profitiert von hohen steuerlichen Vergünstigungen. Denn seit diesem Jahr gibt es einen neuen Steuerbonus, der mit dem Klimapaket Ende 2019 beschlossen wurde. Sanierer können damit ihre Steuerlast über drei Jahre um insgesamt 20 Prozent senken. Den Steuerbonus gibt es zunächst für 10 Jahren. Die Sanierungsarbeiten müssen also bis 2030 abgeschlossen sein. Welche Maßnahmen steuerlich gefördert werden und was genau zu beachten ist, erfahren Sie hier. 

 

Interessant zu wissen  

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Für welche Maßnahmen an der Heizung gibt es den neuen Steuerbonus?

Mit steuerlichen Vergünstigungen schafft der Staat seit 01.01.2020 neue Anreize für Sanierungsarbeiten am eigenen Haus. Wer seine Heizung erneuert, bekommt den Steuerbonus dabei für:

Gas-Hybridheizungsanlagen
Solarthermieanlagen
Wärmepumpen
Holz- und Pelletheizungen
„Renewable Ready“ Gasbrennwertheizungen
Brennstoffzellen und KWK-Geräte
den Anschluss an Nah- oder Fernwärme 

 

Interessant: Während es für Ölheizungen seit 2020 keine Fördermittel mehr gibt, unterstützt der Staat die Anschaffung von Gasheizungen nur noch, wenn sie mit erneuerbaren Energieanlagen kombiniert werden. So zum Beispiel mit Solaranlagen, Biomasse- oder Wärmepumpenheizungen. Wer erneuerbare Energien spätestens zwei Jahre nach der Inbetriebnahme nachrüstet, die Gasbrennwertheizung aber bereits für diese vorbereitet, bekommt den Steuerbonus ab 2020 für sogenannte „Renewable Ready“ Gasbrennwertheizungen ebenfalls. Voraussetzung dafür ist das Vorsehen einer hybriden Regelung und der Einbau eines Wärmespeichers.

 

Weitere steuerliche Vergünstigungen für folgende Sanierungsarbeiten: 

 

Übrigens: Begleiten Energieberater die Planung oder die Ausführung der Sanierungsmaßnahmen, können Hausbesitzer 50 % der entstehenden Kosten ebenfalls steuerlich geltend machen. Es besteht jedoch keine Verpflichtung einen Energieberater einzubinden. 

 

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Wie hoch sind die steuerlichen Vergünstigungen?

Der Steuerbonus für die Sanierung beträgt insgesamt 20 Prozent. Er lässt sich erstmalig im Jahr der Fertigstellung einer Sanierung in Anspruch nehmen und ist über einen Zeitraum von drei Jahren gestaffelt. So reduziert das Finanzamt die jährliche Einkommenssteuerlast von Hausbesitzern:

 

im ersten Jahr um 7 Prozent der Kosten (maximal 14.000 Euro)
im zweiten Jahr um 7 Prozent der Kosten (maximal 14.000 Euro)
im dritten Jahr um 6 Prozent der Kosten (maximal 12.000 Euro)

 

Insgesamt liegt der Förderhöchstbetrag pro Gebäude bei 40.000 Euro. Ob sich Hausbesitzer dabei für Einzelmaßnahmen, ganzheitliche Sanierungen oder Teilsanierungen im Rahmen eines Sanierungsfahrplans entscheiden, spielt keine Rolle. Denn insgesamt haben sie bis 2030 Zeit, die geplanten Maßnahmen umzusetzen.

 

Wer profitiert vom Steuerbonus für Sanierungen?

Grundsätzlich können alle Eigentümer selbstbewohnter Wohnhäuser die steuerlichen Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Wichtig ist, dass sich Wohnhäuser und Eigentumswohnungen innerhalb der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums befinden. Außerdem müssen die Objekte bei der Sanierung älter als zehn Jahre sein. Bei der Durchführung der Maßnahmen ist ein Fachbetrieb Pflicht.

 

Interessant zu wissen  

Wichtig zu wissen: Der Staat fördert Sanierungsarbeiten an Haus und Heizung nicht doppelt. Hausbesitzer dürfen die entsprechenden Ausgaben daher nicht als Betriebsausgaben, Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen oder sonstige Steuerbegünstigungen angeben. Auch die zusätzliche Förderung über ein anderes Förderprogramm ist nicht erlaubt.

 

Sanierungskosten absetzen: Wie funktioniert das?

Um den Steuerbonus für Sanierungen ab 2020 zu nutzen, geben Hausbesitzer die förderfähigen Kosten in ihrer Einkommenssteuererklärung an. Voraussetzung dafür ist eine Bestätigung für die ordnungsgemäße Durchführung der Maßnahme durch den Fachbetrieb. Wichtig ist außerdem, dass Sanierer in der Zeit, in der sie vom Steuerbonus profitieren, das entsprechende Haus selbst bewohnen.

 

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Ergänzt der Steuerbonus ab 2020 die Heizungsförderung der KfW?

Nein. Denn mit dem Jahreswechsel von 2019 auf 2020 ist die Heizungsförderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) weggefallen. Zuschüsse gibt es heute lediglich über das geänderte BAFA-Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ oder den neuen Steuerbonus für die Sanierung. Eine Ausnahme stellt die Zuschuss- oder Darlehensförderung für die Heizungsoptimierung dar. Diese gibt es, genau wie den Ergänzungskredit zur Finanzierung der Heizungserneuerung über das KfW-Programm 167, auch 2020.

 

Hintergründe und technische Voraussetzungen

Die Anforderungen an den Steuerbonus für Sanierungen finden sich im neu eingefügten § 35 c des Einkommensteuergesetzes (EStG) „Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden“. Welche technischen Voraussetzungen zur Förderung an die Sanierungsarbeiten gestellt sind, ist in der Ende 2019 erlassenen „Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nach § 35c des Einkommensteuergesetzes“ (kurz: Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung – ESanMV [pdf] ) nachzulesen.

 

Interessant zu wissen  

Wie Sie Ihre 'normalen' Handwerkerkosten von der Steuer absetzen können, erklären wir Ihnen im Beitrag "Wie Sie bei der Modernisierung und Sanierung Steuern sparen können".
Hier informieren

 

Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH; https://www.buzer.de/35c_EStG.htm; http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/153/1915312.pdf 
Bild: Adobe Stock | Andrey Popov

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