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Heizung Checkliste

Checkliste Solarthermie - Planung bis Inbetriebnahme

Was Sie bei Ihrer neuen Solaranlage Schritt für Schritt beachten sollten

Wer Heizkosten sparen und die Umwelt schonen möchte, für den ist die Investition in eine thermische Solaranlage eine überlegenswerte Alternative. Was es von der Planung bis zur Inbetriebnahme und Wartung alles zu beachten gilt, haben wir als Checkliste in vier Schritten für Sie zusammen gestellt. So gelangen Sie zuverlässig und sicher zu den besten Bedingungen für Ihre neue Solarthermie-Anlage.

 

Checkliste Schritt 1: Planung der Solarthermie-Anlage

Ist Ihr Haus für die Installation einer Solaranlage überhaupt geeignet?

Das Dach, auf dem eine Solaranlage montiert werden kann, sollte möglichst über eine Südausrichtung verfügen. Eine Abweichung von plus/minus 30 Grad nach Westen oder Osten ist tolerierbar.

Ist die Dachfläche für die Montage der Solarkollektoren ausreichend groß?

Schon fünf bis sechs Quadratmeter, also etwa 3 Kollektoren, reichen aus, um den Warmwasserbedarf eines Vier-Personen-Haushaltes optimal zu unterstützen. Bei einer kombinierten Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung ist fast die doppelte Fläche einzuplanen. Durch Verwendung leistungsstärkerer Vakuum-Röhrenkollektoren lässt sich dieser Flächenbedarf reduzieren. Die Anlagengröße der Solaranlage wird an den Verbrauch des Haushalts angepasst und ist somit besonders effizient.

Stimmt die Dachneigung für Solarthermie?

Fachverbände empfehlen für eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung eine Dachneigung von 30 bis 50 Grad, bei einer Solaranlage zur zusätzlichen Heizungsunterstützung sind es idealerweise 45 bis 60 Grad. So werden im Winter bei tiefstehender Sonne mehr Sonnenstrahlen eingefangen. Bei Flachdächern sind die optimalen Neigungswinkel über eine Aufständerung zu erzielen.

Wichtig: Die ausgesuchte Dachfläche sollte nicht verschattet sein. Solaranlagen sind in aller Regel genehmigungsfrei. Es empfiehlt sich allerdings, beispielsweise beim Thema Denkmalschutz, vorab mit der Baubehörde in Kontakt zu treten, um sich über eventuelle Beschränkungen bei der Errichtung einer Solarthermie-Anlage zu informieren.

 

Checkliste Schritt 2: Beratung vor Ort zur Solaranlage durch einen Fachbetrieb

Fragen Sie den Fachbetrieb nach seinen Referenzen zum Thema Solarthermie. Können Referenzprojekte vorab besichtigt werden? Zunächst sollten Sie mit dem Fachmann gemeinsam mit der Standortanalyse beginnen und im Detail klären, ob sich Ihr Haus für eine Solarthermie-Anlage eignet und ob eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung oder eine Kombianlage zur Heizungsunterstützung in Ihrem Fall die bessere Wahl ist. Eins ist klar: wenn nur sehr wenig Warmwasser verbraucht wird rechnet sich keine Solaranlage!

 

Informieren Sie sich ebenfalls über die Größe und die Technik des Wärmespeichers, der zum Einsatz kommen soll. Vielleicht lässt sich die neue Solaranlage ja auch an den bestehenden Warmwasserspeicher oder an den Pufferspeicher Speichersystem anbinden. Besprechen Sie verschiedene Anlagenkonzepte mit verschiedenen Solarkollektor-Typen und deren Montagemöglichkeiten mit einem Fachbetrieb in Ihrer Nähe.

 

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Checkliste Schritt 3: Angebote für Solarthermie einholen und vergleichen

Holen Sie zwei bis drei Angebote von Fachbetrieben ein, die zur besseren Vergleichbarkeit alle Bestandteile der angebotenen Solarthermie Anlage, im Detail beschrieben, umfassen sollten. Hierzu zählen Solarkollektoren, Kollektorverbindungen, Solarpumpe, Solarfluid, Wärmespeicher, Rohrleitungen und deren Isolierung, Ausdehnungsgefäß, Regelungssysteme/-ventile. Jedes Angebot sollte die Bruttokollektorfläche ausweisen sowie den Deckungsgrad, auf den die neue Solaranlage ausgelegt ist. Für eine Vergleichbarkeit der Solarthermie Angebote ist es erforderlich, dass Gerätekosten sowie Anfahrt- und Montagekosten voneinander getrennt aufgeführt sind. Vergleichen Sie die Garantiezeiträume der angebotenen Produkte. Handelt es sich um ein Festpreisangebot oder können Nachforderungen auf Sie zukommen? Sind die Kosten für Inbetriebnahme, Einweisung und Nachkontrolle nach einigen Wochen enthalten? Vergleichen Sie die Angebote zur Solarthermie Anlage auch in punkto der geforderten Vorauszahlung. Ist diese in der Höhe angemessen? Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann den Rat eines Energieberaters einholen und die Angebote fachmännisch prüfen lassen.

 

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Checkliste Schritt 4: Inbetriebnahme, Abnahme und Wartung von Solarthermie

In diesem Schritt der Checkliste sind alle Komponenten der Solaranlage installiert und der Kreislauf wird mit Solarfluid, einem Gemisch aus Wasser und Frostschutz, gefüllt. Dann macht der Fachbetrieb eine Druckprobe und führt eine Leckagenkontrolle durch. Die Anlage wird entlüftet, bis sich der notwendige Anlagenbetriebsdruck einstellt. Damit ist die Inbetriebnahme der Solarthermieanlage abgeschlossen.

Nach der Inbetriebnahme unterschreibt der Fachhandwerker das Inbetriebnahmeprotokoll oder Übergabeprotokoll. Mit dem Protokoll bestätigt der Fachbetrieb nicht nur die fachgerechte Montage der Solaranlage. Es dient mit den angegebenen Daten zu Anlagenkomponenten, Solarkreisverrohrung, verwendeter Solarflüssigkeit sowie Messdaten zu Druckverhältnissen und eingestellten Temperaturen und Regelungen auch als Checkliste und zur Information für spätere Wartungs- und Inspektionsarbeiten.

Lassen sie sich gründlich in die Funktion Ihrer neuen Solaranlage einweisen und kontrollieren Sie die Aushändigung aller Datenblätter und Handbücher zur Anlage und zu den einzelnen Komponenten.

Einige Wochen nach Inbetriebnahme sollte dann eine erste Nachkontrolle erfolgen. Fachverbände empfehlen eine jährliche Inspektion der Solaranlage sowie eine detaillierte Wartung alle drei bis fünf Jahre. Neben der Sichtprüfung aller Komponenten sowie der Wärmedämmung wird die Einstellung der Regelung geprüft und ob die Solarflüssigkeit noch genügend Frost- und Korrosionsschutz aufweist.

 

Interessant zu wissen  

Haben Sie noch offene Fragen rund um das Thema Solarthermie? Unser FAQ rund um Voraussetzungen, Installation und Betrieb einer thermischen Solaranlage beantwortet Ihnen sicher Ihre Fragen.

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: seen - Fotolia.com