Biomasse liegt im Trend. Bei einem Pelletofen verbinden Sie die Möglichkeit, CO2-neutral zu heizen, mit hohem Komfort und schöner Raumatmosphäre. Lesen Sie bei Effizienzhaus-online, wann ein Pelletofen im Test am besten abschneidet!

 

Die verschiedenen Varianten von Pelletkaminöfen

Wenn von Pelletofen gesprochen wird, ist nicht gleich klar, um welche Art von Heizgerät es sich handelt. Es gibt eine große Bandbreite von Einsatzmöglichkeiten, die auch preislich sehr weit auseinander liegen. Daher lohnt es sich, zunächst einige Kategorien zu unterscheiden.

Als wichtigste Kategorien lassen sich freistehende Pelletofen, wasserführende Pelletofen und hochentwickelte, raumluftunabhängige Pelletofen definieren. Allerdings sind die Grenzen fließend. Es gibt durchaus raumluftunabhängige Geräte, die deutlich geringere Wirkungsgrade aufweisen und auch wesentlich günstiger sind, als ein sehr hochwertiger, wasserführender Kaminofen.

Von den verbauten Komponenten bis zur Stärke und Qualität der Ummantelung gibt es noch viele Merkmale, die über Einsatzbereich, Effizienz, Komfort und nicht zuletzt den Preis entscheiden. Die Preisspanne reicht von etwas über 1.000 Euro bis zu fast 10.000 Euro. Die einzelnen Kategorien sind daher nur schwer miteinander vergleichbar. Das erklärt zum Teil auch, weshalb in Pelletofen Tests oft sehr große Unterschiede zwischen den einzelnen Geräten zu erkennen sind.

 

Einfache Wärmequelle: Der freistehende Kaminofen

Ein freistehender Pelletofen ist die einfachste Art, Pellets als Wärmequelle zu verwenden. Ähnlich wie ein Kachelofen oder ein einfacher Holzofen heizt er nur den Aufstellraum. Seine größten Vorteile liegen in der einfachen Installation, dem niedrigen Anschaffungspreis und dem hohen Bedienkomfort durch die automatische Beschickung der Brennkammer.

Er erreicht in der Regel eher mittelmäßige Wirkungsgrade von 70 bis 80 Prozent. So entweicht recht viel Wärme durch den Schornstein. Das ist ungünstig, doch wenn eine einfache Heizlösung für einen selten genutzten Einzelraum gesucht wird oder das Gerät vor allem dekorativen Zwecken und der Aufwertung des Raumgefühls dient, ist das nicht das zentrale Kriterium bei der Anschaffung.
Dafür spielt das Design eine wichtige Rolle. Eine Specksteinabdeckung erhöht den Anteil an Strahlungswärme. Die Sekundärluftspülung der Sichtfenster beugt bei hochwertigen Geräten unansehnlichen Rußflecken vor.

Noch ein Aspekt, der im Pelletofen Test deutlich geworden ist: Gerade bei den freistehenden Öfen ohne Wärmetauscher ist es wichtig, die Leistung richtig zu kalkulieren. Ein zu großer Kaminofen überhitzt den Aufstellraum da Er die überschüssige Wärme nicht an einen Pufferspeicher abgeben kann. So bleibt als letzte Möglichkeit die energetisch ungünstigste: Der Betreiber reißt während des Heizens zum Kühlen die Fenster auf.

 

Wasserführender Kaminofen: Effektive Heizungsunterstützung

Mit Wassertasche und Anschluss an den Pufferspeicher des Heizsystems erreicht ein wasserführender Kaminofen im Test meist deutlich bessere Effizienzwerte. Ein Teil der Wärme wird in das Heizsystem eingespeist. Damit leistet der Pelletofen je nach Ausführung und Nutzung effektive Heizungsunterstützung und spart fossile Brennstoffe der Primärheizung ein.

Je mehr Anteil das Gerät an der Gebäudeheizung haben soll, desto wichtiger wird der sparsame Verbrauch. In dieser Kategorie besteht daher ein höherer Anspruch an den Wirkungsgrad, der bei diesen Geräten deutlich über 80 Prozent betragen kann. Die automatisch geregelte Beschickung der Brennkammer sorgt für hohen Bedienkomfort, spielt aber auch eine wichtige Rolle, um eine dauerhaft optimale Verbrennung sicherzustellen.

 

Raumluftunabhängige Kaminöfen: Heizungsoption im Niedrigenergiehaus

Raumluftunabhängige Kaminöfen können auch in Räumen mit Lüftungsanlage betrieben werden, da ihre Luftzufuhr über den speziell ausgerüsteten Schornstein erfolgt. Das macht sie zu guten Alternativen als primäre Heizanlage für Niedrigenergiehäuser, die nur einen geringen Energieeintrag benötigen.

Durch die hohen Ansprüche an die Energieeffizienz schneidet so ein Pelletofen im Test oft mit sehr guten Noten ab. Ein Pelletofen, der als Gebäudeheizung dienen will, sollte auch mit einer Solarthermieanlage kompatibel sein. So können Sie außerhalb der Heizperiode komfortabel und kostengünstig das Warmwasser herstellen.

 

Auf niedrige Emissionen achten: Pelletofen Test

Selbst, wenn der Wirkungsgrad nicht von übermäßiger Bedeutung ist, müssen die aktuellen Emissionsgrenzwerte zwingend eingehalten werden. Wenn der Pelletofen die Test-Messung durch den Schornsteinfeger nicht besteht, kann der Betrieb untersagt werden.

Am besten schneidet ein Pelletofen beim Test des Emissionsausstoßes ab, wenn er mit einem modernen Partikelfilter ausgestattet ist. Das ist allerdings meist nur bei Geräten ab der oberen Mittelklasse der Fall.

 

Gute Beratung sorgt für lange Zufriedenheit

Der Pelletofen gilt zurecht als einfache Lösung, wenn Sie die Heizung erneuern und Biomasse als Wärmequelle nutzen möchten. Allerdings wird das Thema durch die große Angebotsvielfalt schnell unübersichtlich und es ist nicht ganz einfach, für den eigenen Bedarf eine ideale Lösung zu finden. Sprechen Sie deswegen vor der Kaufentscheidung mit Ihrem Heizungsbauer und lassen Sie sich kompetent beraten!
 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Wodtke GmbH

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