Wenn das Haus in die Jahre kommt, viel Energie über die Außenwände verloren geht und der Wohnkomfort zu wünschen übrig lässt, steht eine Fassadendämmung zur Diskussion. Doch lohnt sich das? Viele Hausbesitzer sind unsicher, ob die oft hohen Kosten für eine Dämmung der Außenwände eine gute Investition sind. Was also kostet eine Fassadendämmung genau? Unsere Beispielrechnung gibt einen Kostenüberblick.

 

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Einfluss auf die Kosten einer Fassadendämmung haben allgemein viele Faktoren: Je komplizierter die bauliche Situation ist, umso höher werden auch die Kosten einer Fassadendämmung ausfallen. Daneben spielt eine Rolle, für welche Art der Dämmung Hausbesitzer sich entscheiden: Möglich sind Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS), vorgehängte hinterlüftete Fassade, Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk und die Innendämmung. Und nicht zuletzt entscheidet auch der gewählte Dämmstoff sowie dessen Dicke über die Kosten: Während eine Dämmung mit Polystyrol (Styropor) in der Regel die günstigste Variante ist, müssen Hausbesitzer für Mineralwolle oder Naturdämmstoffe mit etwas höheren Kosten rechnen. Und eine dicke Dämmung schlägt mit höheren Kosten zu Buche.

 

Beispielrechnung Fassadendämmung

Um die Kosten für eine Dämmung der Außenwände zu ermitteln, haben wir ein Beispielgebäude definiert: ein freistehendes Einfamilienhaus Baujahr 1973, 140 Quadratmeter Wohnfläche, Massivbauweise mit verputzter Fassade. Die Außenwände weisen einen U-Wert von 1,0 W/(m²K) auf. Ein durchschnittliches und unsaniertes Einfamilienhaus also, wie es in Deutschland oft zu finden ist.

Wenn es an die Sanierung und Dämmung der Außenwände geht, müssen die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) eingehalten werden. Sie schreibt für die Außenwände einen maximalen U-Wert von 0,24 W/(m²K) vor, der nach der Fassadendämmung nicht überschritten werden darf. Die Tabelle zeigt die Kosten einer Fassadendämmung in unserem Beispielhaus. Da es sich um eine verputzte Fassade handelt, kommt ein Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) mit dem Dämmstoff Polystyrol in der Wärmeleitgruppe (WLG) 035 zum Einsatz:

Dämmstärken Investition Energie
8 cm* 13.100 € 690 €/a
12 cm 13.800 € 770 €/a
16 cm 14.600 € 810 €/a
20 cm 15.300 € 840 €/a
24 cm 16.000 € 860 €/a
28 cm 16.700 € 880 €/a

*Maßnahme erfüllt nicht EnEV-Standard (als Einzelmaßnahme)

  • Um die Anforderungen der EnEV zu erfüllen, muss mindestens zwölf Zentimeter dick gedämmt werden. Für diese Fassadendämmung fallen Kosten von 13.800 Euro an. Die jährliche Energiekosteneinsparung beträgt dafür 770 Euro.
  • Die Tabelle zeigt auch, dass eine dickere Fassadendämmung nur geringfügig höhere Einsparungen bringt und sich dadurch auch nicht schneller amortisiert.
  • Zum Vergleich: Die Erneuerung der Ölheizung (auf Öl-Brennwerttechnik) würde 9.800 Euro kosten, die jährliche Energiekosteneinsparung würde dadurch 630 Euro betragen.

Förderung für die Fassadendämmung in Anspruch nehmen

Wer sich für eine Fassadendämmung entscheidet, kann dafür auch eine Förderung der KfW in Anspruch nehmen. Dafür muss die Außenwand nach der Dämmung mit dem WDVS allerdings einen U-Wert von maximal 0,20 W/(m²K) aufweisen. Auch die Bundesländer stellen eigene Fördermittel für eine Modernisierung und Haus-Sanierung zur Verfügung.

 

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Dann gibt es von der KfW entweder einen Zuschuss in Höhe von zehn Prozent der Sanierungskosten oder einen zinsgünstigen Kredit.

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Planen Sie auch eine Fassadendämmung und möchten die Kosten individuell für Ihr Haus berechnen? Mit dem Sanierungsrechner kann das Einsparpotenzial einer Sanierung ermittelt werden und Sie erhalten eine Kosten-Nutzen-Bewertung.

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: grafikplusfoto - Fotolia.com

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