Heizung rauscht

 

Ihre Heizung ist ein System mit einem geschlossenen Wasserkreislauf in dem spezifische Innendruckverhältnisse herrschen. Als solches ist die Geräuschentwicklung im System völlig normal. Nicht immer deuten Geräusche auf Probleme hin und nicht immer besteht sofortiger Handlungsbedarf, wenn Ihnen ein ungewohntes Geräusch auffällt. Ein leises Rauschen im Heizkörper stellt keinen Grund zur Besorgnis dar, sondern zeigt Ihnen an, dass das Heizwasser ordnungsgemäß durch das Rohrsystem gepumpt wird. Ist das Rauschen allerdings so laut, dass es Sie in Ihrem täglichen Leben unangenehm beeinträchtigt oder Sie gar feststellen, dass sich neben dem Störgeräusch nun auch Probleme bei der Wärmeentwicklung des Heizkörpers eingestellt haben, sollten Sie sofort reagieren. Nachfolgend verraten wir Ihnen, was zu tun ist, wenn Ihr Heizkörper rauscht. 

 

Auf das Geräusch reagieren

Heizkörpergeräusche sind vollkommen normal und oft nur von kurzer Dauer. Erhitzt sich ein Heizkörper, dehnt er sich aus. Dies führt häufig zu tickenden Knackgeräuschen, die allerdings nach der Ausdehnungsphase wieder verschwinden. Rauscht und plätschert Ihr Heizkörper allerdings lautstark und ununterbrochen, nachdem Sie den Thermostat aufgedreht haben, sollten Sie den Heizkörper schnellstmöglich entlüften. Denn Luft im Heizkörper vermindert nicht nur die Heizleistung des Geräts, sondern treibt gleichzeitig auch die Heizkosten immens in die Höhe.

 

Rauschen beenden, Heizung entlüften!

Glücklicherweise handelt es sich beim Heizungsentlüften um eine der simpleren handwerklichen Aufgaben. Selbst absolute Heimwerkernovizen können ihre Heizungen mit ganz einfachen Mitteln selbst entlüften. Dazu brauchen Sie lediglich einen Entlüftungsschlüssel (oder eine Zange, falls Sie keinen Entlüftungsschlüssel zur Hand haben) und ein kleines Gefäß.

Entlüftungsschlüssel

Foto: André Reichardt - fotolia.com

 

Als erstes sollten Sie sich mit dem Heizungssystem und den einzelnen Komponenten vertraut machen. Am Heizkörper finden Sie den Thermostat. Auf der ihm gegenüberliegenden Seite befindet sich das Entlüftungsventil. Bevor Sie sich diesem allerdings zuwenden, sollten Sie die Umwälzpumpe abschalten. Viele Mieter haben in ihren Wohnungen keinen direkten Zugang zur Umwälzpumpe; Hausbesitzer finden diese jedoch höchst wahrscheinlich in der Nähe ihres Heizkessels. Sobald die Umwälzpumpe abgedreht ist, müssen Sie den Thermostat am zu entlüftenden Heizkörper vollständig aufdrehen. Warten Sie danach einige Zeit, bis sich die im System befindliche Luft verteilt hat. Benutzen Sie den Entlüftungsschlüssel (oder die Zange), um das Entlüftungsventil leicht zu öffnen. Halten Sie das kleine Gefäß dicht unter dem Ventil bereit, um austretendes Heizwasser aufzufangen. Direkt nachdem Sie das Ventil geöffnet haben, sollten Sie ein Zischen hören. Dies ist ein gutes Zeichen, denn es handelt sich hierbei um die aus dem Heizkörper entweichende Luft. Schließen Sie das Ventil sofort wieder, sobald das Zischen aufhört und Heizwasser aus dem Ventil austritt. Sie sollten diesen Vorgang an allen Heizkörpern in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus wiederholen. Erst wenn Sie alle Heizkörper entlüftet haben, können Sie sicher sein, dass sich keine überschüssige Luft mehr im System befindet. Schalten Sie abschließend die Umwälzpumpe wieder ein.     

 

Wenn Sie selbst nach dem Entlüften der Heizkörper immer noch rauschende Störgeräusche vernehmen, sollten Sie sich an einen Heizungsfachmann wenden, um andere mögliche Problemursachen zu identifizieren.

 

Andere Ursachen für Störgeräusche und deren Behebung

Wenn Sie nach der Entlüftung der Heizkörper immer noch Störgeräusche wahrnehmen, könnte dies auch auf andere Problemquellen hinweisen. Störende Geräusche können beispielsweise auftreten, wenn die Umwälzpumpe nicht korrekt eingestellt ist. Arbeitet die Umwälzpumpe mit einer zu hohen Drehzahl, kann sich dies durch ein lautes Rauschen im Heizkörper bemerkbar machen. Wenn Sie Zugang zur Umwälzpumpe haben, drehen Sie diese auf eine niedrigere Stufe zurück. Dadurch sollte sich das laute Strömungsrauschen des Heizwassers im Heizkörper verringern. Hat das laute Strömungsrauschen seinen Ursprung allerdings nicht am Thermostatventil oder direkt im Heizkörper, sondern stammt vielmehr aus den in der Wand verlegten Heizungsrohren, kann es sich womöglich um eine sogenannte akustische Brücke handeln. Ursache hierfür sind schlecht isolierte oder komplett unisolierte Heizungsrohre in den Wänden. Ohne nachträgliche Isolierungen können diese akustischen Brücken nicht behoben werden. Durchführbarkeit und Aufwand für die umfangreiche Sanierung sollten Sie von einem Experten analysieren lassen. Nutzen Sie hierfür unseren Sanierungsrechner.

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
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