Brandschutz Photovoltaik

 

Photovoltaik-Anlagen sind in Deutschland vor allem bei Privatpersonen beliebt. Es halten sich allerdings hartnäckige Gerüchte, dass durch die Dachinstallation einer Photovoltaik-Anlage das Brandrisiko zunehmen würde. Kritiker der Anlagen zur sauberen Stromerzeugung behaupten, dass es Fälle spontaner Selbstentzündung gebe und die Löscharbeiten der Feuerwehr im Falle eines Brandes durch die stromführenden Anlagen erschwert würden. Doch was ist tatsächlich dran, an diesen Gerüchten? Und was können Sie tun, um Ihre Photovoltaik-Anlage ordnungsgemäß vor Brand zu schützen? Wir verraten es Ihnen!

 

Brandgefahr durch Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach?

Um die Gerüchte gleich zu Beginn zu entkräften: Entgegen landläufiger Meinungen entzünden sich Photovoltaik-Anlagen nicht einfach so von selbst. Bei ordnungsgemäßem Betrieb besteht keine Brandgefahr. Wie bei allen elektrischen Anlagen kann es allerdings immer dazu kommen, dass einzelne Komponenten fehlerhaft installiert wurden oder durch mangelhafte Wartung verschleißen. Immer dann, wenn der menschliche Faktor hinzukommt, besteht Brandrisiko! Komponentenverschleiß und Fehlinstallation sind besonders bei Photovoltaik-Anlagen problematisch, da diese Gleichstrom produzieren. Die Solarzellen liefern solange Gleichstrom, wie Lichtteilchen (Photonen) einfallen. Somit lassen sich die Anlagen nicht einfach abschalten, wenn ein Problem oder Fehlverhalten beobachtet wird. Damit es also gar nicht erst zu etwaigen Schwierigkeiten kommt, haben Sie bereits vor der Installation alle Möglichkeiten selbst in der Hand, für den besten baulichen Brandschutz zu sorgen.

 

Risikostellen und baulicher Brandschutz

Von Fachleuten identifizierte Risikostellen bei Photovoltaik-Anlagen sind die folgenden Komponenten:

  • Module und Unterkonstruktion
  • Wechselrichter und Generatoranschlusskasten
  • Leitungen.

Der bauliche Brandschutz erfolgt entlang dieser Bestandteile.

 

Module und Unterkostruktion

In Bezug auf die Module können Sie den baulichen Brandschutz einhalten, indem Sie darauf achten, Brandwände und Gebäudetrennwände nicht zu überbauen. Beim Erwerb der Module sollten Sie außerdem unbedingt darauf achten, dass diese vom Hersteller mit den nötigen Nachweisen über die Widerstandsfähigkeit gegen Flugfeuer und strahlende Wärme ausgestattet sind. Kaufen Sie Module von unseriösen Anbietern, die keine entsprechenden Nachweise haben, gehen Sie ein vermeidbares Brandrisiko ein.

Die Unterkonstruktion stellt eine weitere kritische Komponente dar. Bei der Installation müssen Sie oder die Handwerker unbedingt darauf achten, die vorgegebenen Mindestabstände zwischen Unterkonstruktion, Modulrückseiten und stromführenden Leitungen einzuhalten. Entspricht das Material der Unterkonstruktion nicht den Brandschutznormen, besteht bei zu geringem Abstand zu den Modulen Brandgefahr. Sparen Sie hier also nicht an der falschen Stelle und erwerben Sie die Unterkonstruktion nur von zugelassenen, professionellen Anbietern.  

 

Wechselrichter und Generatoranschlusskasten

Um möglichen brandverursachenden Fehlfunktionen des Wechselrichters oder des Generatoranschlusskastens vorzubeugen, sollten Sie sich in jedem Fall an die Anbringungs- und Installationshinweise des Herstellers halten. Die meisten Wechselrichter müssen im Hausinnern angebracht werden und vor Hitze, Feuchtigkeit und Verschmutzung geschützt werden. Wechselrichter zur expliziten Außenanbringung sollten unbedingt über Wetterschutznachweise verfügen. Bei der Innenanbringung ist darauf zu achten, dass der Wechselrichter nicht direkt an einer Holzwand installiert wird. Aus baulicher Brandschutzsicht ist es hier ratsam, eine als nicht brennbar klassifizierte Unterschicht der Baustoffklasse A1 anzubringen.

 

Leitungen

Die Leitungen, die den produzierten Gleichstrom von den Solarmodulen zum Wechselrichter führen, sind mit besonderer Sorgfalt zu verlegen. Wird hier gefuscht oder werden für den Außeneinsatz an Solarmodulen ungeeignete Kabel verwendet, können Kabelbrände entstehen. Durch den sogenannten Zündschnureffekt breiten sich Feuer dann im schlimmsten Fall schnell aus. Achten Sie daher darauf, dass Leitungen nicht von brennbaren Anlagenkomponenten überbaut werden. Die auf dem Dach verlegten Kabel sollten außerdem wetterfest, hitzebeständig und bestenfalls doppelt isoliert sein.  

 

Sollten Sie es nicht ohnehin schon installiert haben, müssen Sie im Zuge der Anbringung Ihrer Photovoltaik-Anlage in jedem Fall über ein Blitzableitersystem nachdenken. Zwar besteht durch die Dachinstallation einer Photovoltaik-Anlage keine erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Blitzeinschlags, der bauliche Brandschutz sieht einen Ableiter aber unbedingt vor.

 

Vorbeugung durch Sorgfältigkeit

Festzuhalten bleibt, dass Sie durch Ihre Kaufentscheidung bereits die besten Vorkehrungen zum Brandschutz treffen. Kaufen Sie nur zertifizierte Anlagenkomponenten und verlassen Sie sich bei der Installation nur auf erfahrene und bestens geschulte Installateure.

 

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Wartung erhöht die Sicherheit

Durch regelmäßige Wartung können Sie nicht nur die Lebenserwartung Ihrer Photovoltaik-Anlage verlängern, sondern auch Fehlfunktionen, die zu Bränden führen können, vorbeugen. Sie sollten außerdem darauf achten, dass entsprechende Hinweisbeschilderungen an Ihrem Haus angebracht sind. So wissen die Feuerwehrleute im Ernstfall, dass eine Photovoltaik-Anlage auf Ihrem Dach installiert ist und können entsprechende Löschvorkehrungen treffen. Wissen die Einsatzkräfte über Ihre Photovoltaik-Anlage Bescheid, können sie mit entsprechenden Löschabständen bereits bedrohliche Ableitströme vermeiden.

Weitere Informationen zum Thema Photovoltaik Anlagen
 

Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: RioPatuca Images - Adobe Stock

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