Baukindergeld beantragen

 

Auszahlung der Förderung für Wohneigentum inzwischen angelaufen

Wer den Bau oder den Kauf einer eigenen Wohnimmobilie plant oder bereits umgesetzt hat, kann seit September 2018 über das KfW-Zuschussportal einen Zuschuss (KfW-Programm 424) beantragen. Mit dem Baukindergeld fördert der Staat Familien mit 12.000 Euro pro Kind. Die Förderung ist spätestens drei Monate nach dem Einzug zu beantragen und zunächst befristet bis zum 31.12.2020. Bayern stockt das Baukindergeld sogar weiter auf.
 

Baukindergeld: Finanzielle Unterstützung für Immobilienkäufer

Das Baukindergeld unterstützt Familien bei dem Bau oder dem Kauf einer Wohnimmobilie. Diese bekommen dabei einen Zuschuss in Höhe von 12.000 Euro, wenn sie mit mindestens einem Kind in das neue Haus oder die neue Wohnung einziehen und das Datum des Kaufvertrags oder der Baugenehmigung zwischen dem 1.1.2018 und dem 31.12.2020 liegt. Für jedes weitere Kind steigt die Fördersumme um weitere 12.000 Euro. Das gilt zumindest dann, wenn die Kinder bei der Antragsstellung  unter 18 Jahren sind und Familien nach dem Einzug eine Meldebestätigung einreichen.

Mit dem Baukindergeld, das der Nachfolger der 2005 abgeschafften Eigenheimzulage ist, möchte der Staat die Anzahl der Wohneigentümer anheben. Diese liegt mit etwa 50 Prozent auf einem der letzten Plätze im europäischen Vergleich.
 

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Einkommensgrenze beim Baukindergeld

Baukindergeld gibt es für alle Familien, die das neue Haus oder die neue Wohnung selbst nutzen und keine weitere Wohnimmobilie besitzen. Diese müssen mit mindestens einem Kind einziehen und dürfen nicht mehr als 90.000 Euro pro Jahr verdienen. Für jedes weitere Kind steigt die Einkommensgrenze zusätzlich um 15.000 Euro. Familien mit drei Kindern dürfen also 120.000 Euro im Jahr verdienen.

Wichtig zu wissen ist, dass die Mittel nicht mit einem Mal ausgezahlt werden. So bekommen Familien für jedes Kind zehn Jahre lang 1.200 Euro jährlich. Die Auszahlung erfolgt dabei direkt auf das eigene Konto.

 

Beantragung erfolgt über das Zuschussportal der KfW

Zu beantragen ist das Baukindergeld online über das KfW-Zuschussportal. Genauer über das Programm 424 „Zuschuss Baukindergeld“. Nach ihrem Einzug in das neue Heim haben Familien dazu drei Monate Zeit. Stichtag ist das in der amtlichen Meldebestätigung angegebene Einzugsdatum.

Haben Antragsteller ihre Identität nachgewiesen, erteilt die KfW eine Antragsbestätigung. Ab dann bleiben drei Monate, um die Einhaltung der Fördervoraussetzungen nachzuweisen.

 

Auszahlung des Baukindergeldes seit April 2019

Seit Ende März können Familien Einkommensteuerbescheide, Meldebescheinigungen und Grundbuchauszüge (oder Auflassungsvormerkungen) im Zuschussportal hochladen. Die Nachweispflicht für alle Anträge bis zum 31. März 2019 verlängert sich daher bis zum 30.06.2019.

 

Interessant zu wissen  

Interessant zu wissen: Bis Ende März gingen bereits 83.000 Anträge zum Baukindergeld bei der KfW ein. Die meisten Anträge stellten Familien aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen.

Baukindergeld Plus und Eigenheimzulage für Immobilienkäufer in Bayern

Zusätzlich zum Baukindergeld des Bundes, bietet der Freistaat Bayern seit September 2018 weitere Förderprogramme an. Das Baukindergeld Plus und die bayerische Eigenheimzulage stocken die Grundförderung dabei zusätzlich auf. Und zwar um 300 Euro pro Kind und Jahr über das bayerische Baukindergeld (Baukindergeld Plus). Genau wie die Bundesförderung zahlt das Land auch diese Mittel nicht auf einmal aus. Anders ist das bei der neuen Eigenheimzulage. Denn mit dieser bekommen Bauherren und Käufer von Immobilien in Bayern noch einmal 10.000 Euro extra. Das Besondere daran: Von den Mitteln profitieren auch Alleinstehende und kinderlose Paare. Familien, die ebenso von der Zusatzförderung profitieren, bekommen dann 40.000 Euro, wenn sie mit zwei Kindern in das neue Heim einziehen. Bei drei Kindern steigt die Fördersumme bereits auf 55.0000 Euro. Die Beantragung und Auszahlung ist ebenfalls seit September 2018 möglich.
 

Interessant zu wissen  

72 Prozent aller Anträge wurden bis Ende März 2019 für bestehende Häuser gestellt, 13 Prozent für eine bestehende Eigentumswohnung, nur 13 Prozent für ein neues Haus und 2% für eine neue Eigentumswohnung. Die KfW geht davon aus, dass sich das Verhältnis zwischen Neubau und Bestand im Laufe des Jahres 2019 angleichen wird. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass erst nach Einzug in eine Wohnimmobilie das Baukindergeld beantragt werden kann. 

 

Quelle: Bosch Thermotechnik

Foto: Adobe Stock | drubig-photo

   
 

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