Hoher Wohnkomfort beinhaltet auch die Möglichkeit zu Ruhe und Entspannung. Lärm ist im Alltag und bei der Arbeit ein starker Stressfaktor. Zuhause sollten störende Geräusch daher so gut wie möglich gedämpft werden. Ein wichtiges Instrument dafür ist die Trittschalldämmung. Lesen Sie bei Effizienzhaus-online mehr über Materialien und Methoden!

 

Trittschalldämmung im Altbau und im Neubau

Schall überträgt sich durch die Luft und über fest verbundene, schwingende Bauteile. Als Bestandteil des hochwertigen Bauens wird die Trittschalldämmung im Neubau von vornherein mit geplant. Sie ist Teil jedes hochwertigen Fußbodenaufbaus. Wichtig ist auch die konstruktive Entkopplung einzelner Bauteile, um Schallübertragung zwischen Räumen und Stockwerken zu minimieren. Im Neubau ist eine Tritttschalldämmung bei der Verlegung eines Estriches obligatorisch.

In vielen Altbauten ist die Trittschalldämmung nicht konsequent oder gar nicht umgesetzt. In Folge sind nicht nur Schritte, sondern auch Gespräche und andere Geräusche aus der Wohnung oberhalb und aus Nachbarräumen deutlich zu hören. Bei einer Sanierung lässt sich auch im Altbau Trittschalldämmung nachrüsten. Als Bestandteil der Fußbodendämmung kann sie mit Wärmeisolation und Schallschutz gleich zwei wichtige Funktionen erfüllen.

 

Welche Trittschalldämmung bei welchem Fußboden?

Je härter der Fußboden ist, desto wichtiger wird eine wirksame Trittschalldämmung. Bei Weichholzdielen kann schon eine dünne Schaumfolie aus Polyethylen genügen. Unter hartem Linoleum ist hingegen eine Trittschalldämmung von 10 mm in Form starker Filze oder Dämmplatten empfehlenswert.

Besonders wichtig ist die Trittschalldämmung bei Laminat oder modernen Fertigparketten. Diese modernen, schwimmend verlegten Böden schwingen bei jedem Schritt leicht mit und übertragen den Trittschall verstärkt auf den darunter liegenden Untergrund. Trennt die Trittschalldämmung Estrich und begehbaren Fußboden, mindert das erheblich die Geräuschbelastung für die darunter liegenden Räume.

 

Was ist der Unterschied zwischen Trittschall und Gehschall?

Die zwei Begriffe klingen ähnlich, bezeichnen aber verschiedene Phänomene. Als Trittschall wird das Geräusch von Schritten bezeichnet, das in angrenzenden Räumen hörbar ist. Gehschall ist das im gleichen Raum hörbare Geräusch, das Sie durch die eigenen Schritte erzeugen.

Verschiedene Werkstoffe und Methoden wirken sich auf diese Bereiche unterschiedlich aus. So lässt sich beispielsweise durch verschiedene Schaum-Dämmstoffe der Trittschall wirksam vermindern, während sie den Gehschall kaum reduzieren. Allerdings spielt für die Geräuschwahrnehmung im Raum vor der Trittschalldämmung die Ausstattung mit Teppichen, Vorhängen und Mobiliar eine wichtigere Rolle.

 

Welche Eigenschaften sind für gute Trittschalldämmung wichtig?

Dämmstoffe, die sich als Trittschalldämmung eignen, müssen Vibrationen abfedern und Geräusche möglichst schlecht weiter leiten. Als beste Trittschalldämmung dienen deshalb flexible Werkstoffe, die zugleich viel Masse besitzen. Faserplatten, Fasermatten und Filze kommen häufig zum Einsatz. Als leichte und kostengünstige Variante sind PE-Schaumfolien verbreitet. Verschiedene Dämmstoffe können zugleich auch die Funktion der Dampfbremse übernehmen, die bei vielen Fußbodenaufbauten unverzichtbar ist.

 

Aufbau und Verlegung

Die Trittschalldämmung liegt zwischen dem tragenden Untergrund und dem begehbaren Fußbodenbelag. Da viel Masse auch viel Schall hemmt, ist für die Effektivität der Trittschalldämmung die Dicke der Schicht entscheidend. Das ist natürlich auch ein Kostenfaktor.

Es ist zumeist sinnvoll, die Trittschalldämmung mit der Fußbodendämmung zur Wärmeisolation zu kombinieren. Mehrfachschichten aus Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften gewährleisten optimale Trittschalldämmung und Wärmeisolation und sorgen für hohen Wohnkomfort. Gebräuchlich sind auch Materialien wie Mineralwolle, die beide Funktionen zufriedenstellend leisten. Eine Fußbodenheizung stellt besondere Anforderungen beim nachtäglichen Verlegen. Die Trittschalldämmung darf die Verteilung der Heizwärme und die Agilität der Regelung nicht zu stark  beeinträchtigen.

 

Materialien für die Trittschalldämmung

Folgende synthetische, mineralische und erneuerbare Materialien werden häufig als Trittschalldämmung installiert:

  • Folien aus aufgeschäumtem Polyethylen sind preisgünstig und bei weichen Fußböden ausreichend
  • Schaumplatten aus EPS oder Polyurethan zeigen gute Dämmwerte für Trittschall
  • XPR-Schaumplatten sind durch ihre hohe Härte weniger geeignet, können aber durch mechanische Bearbeitung auch gute Eigenschaften als Trittschalldämmung zeigen
  • Hanffilze sind für praktisch alle Bodenbeläge geeignet und werden in vielen Stärken angeboten
  • Kork und Holzfaserplatten lassen sich leicht verlegen und erzielen bei moderaten Kosten gute Resultate
  • Steinwolle leistet günstige Schall- und Wärmedämmung in einem

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: VRD - Fotolia.com

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