Photovoltaik-Trend: Strom selbst nutzen

PV-Strom nutzen

Auch bei sinkender Einspeisevergütung kein Auslaufmodell: Die Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Dach.

 

Bei sinkender Einspeisevergütung lohnt sich der Eigenverbrauch von Solarstrom

Photovoltaik ist bei Hausbesitzern nach wie vor beliebt - und das, obwohl die Einspeisevergütung stetig sinkt. Doch die steigenden Strompreise machen den Solarstrom vom eigenen Dach attraktiv. Denn je teurer der Haushaltsstrom vom Versorger, umso mehr rechnet sich der Eigenverbrauch von Solarstrom. Und damit die Versorgung mit Sonnenstrom verlässlicher wird, werden sich Solarstromspeicher künftig wohl durchsetzen.

Per Gesetz sinkt der Betrag, den Hausbesitzer für ins Netz eingespeisten Solarstrom bekommen, jeden Monat etwas ab. So ist die Einspeisevergütung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Ab dem 1. Dezember 2013 sind es nicht einmal mehr 14 Cent, die Hausbesitzer pro Kilowattstunde Solarstrom erhalten. Doch viele Eigentümer lassen sich davon nicht abschrecken, im Gegenteil: Sie setzen weiterhin auf Photovoltaik. Denn nun lockt nicht mehr die gezahlte Einspeisevergütung, sondern die Ersparnis bei den Stromkosten. Viele Betreiber von Photovoltaik-Anlagen werden derzeit zu Selbstversorgern. Denn die Eigennutzung des Solarstroms ist deutlich günstiger, als Strom vom Versorger zu beziehen. In den letzten zehn Jahren ist Strom um 10 Cent pro kWh teurer geworden. 2,5 Cent betrug der Anstieg allein von 2012 auf 2013. Wer seinen Strom vom Versorger bezieht, muss dafür inzwischen im Durchschnitt 27,6 Cent pro kWh bezahlen. Das kann die Photovoltaik-Anlage deutlich günstiger.

 

Strom aus der Photovoltaik-Anlage auch nachts nutzen? Ein Solarstromspeicher macht es möglich

Bisher hatten Hauseigentümer mit eigener Photovoltaik-Anlage allerdings das Problem, dass der Solarstrom oft in den Mittagsstunden produziert, aber erst in den Abendstunden gebraucht wurde. Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen, war so gut wie unmöglich. Gelöst werden kann dieses Problem mit moderner Speichertechnik: Ein Solarstromspeicher kann den überschüssigen Solarstrom „zwischenlagern“. So steht der Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage immer dann zur Verfügung, wenn er gebraucht wird – auch nachts. Allerdings sind diese Solarstromspeicher bisher noch sehr teuer. Deshalb sollten Hausbesitzer unbedingt auf die Förderung der KfW im Programm 275, Erneuerbare Energien Speicher, achten. Mit dieser Förderung lassen sich die Investitionskosten deutlich senken.

 

Wärmepumpe + Photovoltaik = Sparen im Doppelpack

Für Hausbesitzer, die mit einer Wärmepumpe heizen, ergibt sich noch eine weitere Möglichkeit, den Solarstrom selbst zu nutzen. Denn wer die Wärmepumpe mit der Photovoltaik-Anlage koppelt, heizt zu 100 Prozent mit Erneuerbaren Energien. Der Antriebsstrom für die Wärmepumpe kommt dann vom eigenen Dach.

Weitere Informationen zu Photovoltaik-Anlagen

 

Quelle: Bundesnetzagentur / KfW / Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Bosch Thermotechnik Bilddatenbank