Ob Solarstrom von der eigenen Photovoltaikanlage oder Heizwärme aus der Wärmepumpe: Moderne Haustechnik ist umweltfreundlich und effizient. Doch auch hier gibt es noch Möglichkeiten, die Energie besser zu nutzen: mit dem Energiemanager von Bosch. Er koordiniert die verschiedenen Erzeuger und verbindet sie zu einem effizienten Ganzen. So geht keine Energie mehr ungenutzt verloren.

 

Für sich betrachtet sind Photovoltaikanlagen mit Solarstromspeicher und Wärmepumpen bereits ein echter Fortschritt gegenüber der herkömmlichen Stromversorgung mit fossilem Strom oder dem Heizen mit Erdöl. Doch ohne Energiemanager arbeitet jedes System für sich allein. Das bedeutet: eine Photovoltaikanlage stellt Solarstrom bereit. Gibt es Abnehmer im Haus, erhalten diese den Strom. Erzeugt die Anlage einen Überschuss, so landet er gegen eine kleine Einspeisevergütung im öffentlichen Stromnetz. Die Energie ist erneuerbar und umweltfreundlich, aber ungesteuert. Mit einem Speicher wird es ein wenig besser: er kann dem Haushalt auch dann Solarstrom zur Verfügung stellen, wenn die Anlage gerade keinen Strom liefert, zum Beispiel abends oder an Regentagen. Aber auch hier bleibt noch viel Potential ungenutzt. 

 

Beispiel eines Energiemanagers von Buderus

 

Was leistet der Energiemanager von Bosch?

Der Energiemanager von Bosch verzahnt alle diese Energiequellen und -Verbraucher miteinander und gewährleistet ein intelligentes Zusammenspiel aller Komponenten. Am besten arbeitet er, wenn möglichst viele Teile der Haustechnik miteinander kommunizieren können. Deshalb bezeichnet man ein solches System auch als HEMS („Home Energy Management System“).

Energiemanager von Bosch
Alle Informationen direkt sichtbar: Aktuelle Photovoltaikleistung, Ladezustand von Batterie und Trinkwarmwasser- speicher

So kann der Energiemanager beispielsweise feststellen, dass der Solarspeicher voll ist. Anstatt den überschüssigen Strom ins Netz einzuspeisen, schaltet er jetzt zusätzliche Verbraucher hinzu: den Wäschetrockner, die Wärmepumpe oder die Wallbox (Smart Charging kommt als neues Feature des Bosch Energiemanagers im Jahr 2021 hinzu). Während vorher alle Komponenten nur ihre jeweilige Aufgabe ausgeführt haben, steuert der Energiemanager nun den kompletten Energiefluss im Haus und sorgt für ein gutes Zusammenspiel aller Beteiligten.

So schont der Energiemanager die Umwelt und reduziert gleichzeitig Energiekosten: denn selbst erzeugter Solarstrom ist nicht nur emissionsärmer als der übliche Netzstrom, sondern gleichzeitig deutlich preiswerter.

Auch bei der Heizungsregelung unterstützt der Energiemanager gezielt: Der Datenaustausch zwischen Bosch Smart Home Controller und der Heizungsregelung aus dem Energiemanager ermöglicht eine gezielte Einzelraumregelung. Die Vorlauftemperatur des Wärmeerzeugers wird dabei bedarfsabhängig angepasst. Dies ermöglicht eine raumgenaue Heizungssteuerung ohne Effizienzeinbußen. Auch die Luftfeuchtigkeit und die Luftqualität in Innenräumen können durch Einbindung smarter Sensorik abgerufen werden.

Dazu können Sie mit dem Energiemanager von Bosch alle Informationen über den Energieverbrauch in Ihrem Haus in Echtzeit abrufen und kontrollieren. So sind Sie jederzeit über den Zustand Ihrer Energieversorgung auf dem Laufenden.

 

So optimiert der Energiemanager die Energienutzung im Haushalt

Hier ist deutlich zu sehen, wie der Energiemanager den Strombezug aus dem Netz minimiert und gleichzeitig den eigenen Solarstrom bevorzugt.

 

Waermepumpenregelung aus Referenzanlage

Grafik & Daten: Bosch Thermotechnik GmbH

 

Herkömmliche Regelungen arbeiten nur mit einem fixen Schwellenwert und rein abhängig von der Innentemperatur der Behausung. Der aktuelle Status der Photovoltaikanlage kann die Wärmepumpe ohne Energiemanager nicht feststellen. Die Regelung der Wärmepumpe durch den Energiemanager unterbindet den Bezug von Strom aus dem Netz, wenn die Photovoltaikanlage überschüssigen Strom bereitstellt und verwendet den Strom aus dem eigenen Haushalt. 

Aber nicht nur für Heizzwecke ist eine solche Regelung sinnvoll. So kann der Energiemanager den Solarstrom im Sommer auch dazu einteilen, das Haus über die Wärmepumpe zu kühlen.

 

Das Energiemanagement fügt sich problemlos in bestehende SmartHome-Systeme ein

Der Energiemanager fügt sich über die Anbindung an den Bosch SmartHome Controller ideal in ein vernetztes Zuhause ein.

Vernetztes Zuhause

So können Sie über diese Umgebung nicht nur die Energieeffizienz in Ihrem Heim sicherstellen, sondern auch alle anderen Komponenten für die Haustechnik  im Smart Home automatisieren oder manuell ansteuern. Dazu gehört zum Beispiel Sicherheitstechnik oder Komfortfunktionen.

Beispielsweise können die Fenster dem Energiemanager mitteilen, wenn sie geöffnet werden. Auf dieses Signal hin reduziert die Bosch Heizung automatisch ihre Heizleistung damit keine Heizkosten verschwendet werden. Auch Rauchmelder können problemlos in das System integriert werden – sollte es zu einem Alarm kommen, erhalten Sie direkt eine Meldung auf ihr Smartphone.

 

Gibt es Förderungen für einen Haushalt mit Wärmepumpe und Photovoltaik mit dem Energiemanager?

Ja. Über die BEG Förderung können Sie sich entweder attraktive Zuschüsse für eine neue Wärmepumpe und andere Komponenten sichern oder Ihre Haussanierung als Komplettpaket finanziell unterstützen lassen. Allein eine neue Wärmepumpe wird mit einem Zuschuss von 35% der Kosten gefördert.

Neben der BEG Förderung vergeben auch viele Bundesländer eine eigene Photovoltaik Förderung.

Aber auch alle anderen Bausteine Ihres Smart Homes mit Energiemanager lassen sich fördern; Detaillierte Informationen und Ansprechpartner finden Sie in unserer Fördermitteldatenbank.

 

Woraus besteht der Energiemanager? Was brauche ich dafür?

Bosch Smart Home Controller

Bosch Smart Home Controller, Foto: Bosch Thermotechnik GmbH

 

Der Energiemanager besteht aus dem Bosch SmartHome Controller, der dort integrierten Energiemanager-App von Bosch und den angebundenen Komponenten. 

Welche Komponenten sind kompatibel? Idealerweise kombinieren Sie den Energiemanager heizsystemseitig mit den Compress Wärmepumpen von Bosch oder den passenden Wärmepumpen von Buderus.

 

Kompatible Wärmepumpen:

  • Bosch Compress 7000i AW Serie – modulierendes Interface (Leistungsregelung Kompressor)
  • Bosch Compress 7000i LW Serie – On/Off Regelung über IP
  • Buderus Logatherm WLW 196i – modulierendes Interface (Leistungsregelung Kompressor)
  • Buderus Logatherm WSW 196i – On/Off Regelung über IP
  • Buderus Logatherm WPLS.2 – On/Off Regelung über IP
  • Junkers SAS-2 Serie – On/Off Regelung über IP

In Kombination mit der Photovoltaikanlage sind die Fronius Wechselrichter Symo, Symo Hybrid und Symo GEN24 Plus und ab Mitte 2021 auch Primo GEN24 Plus vollständig kompatibel.

 

Wechselrichter:

  • Fronius Symo und Symo Hybrid Serie
  • Fronius Symo GEN24 Plus
  • Fronius Primo GEN24 Plus (Ab Mitte 2021)

 

Batteriespeicher:

  • BYD Battery-Box Premium HVS (Fronius Primo und Symo GEN24 Plus)
  • BYD Battery-Box Premium HVM (Fronius Primo und Symo GEN24 Plus sowie Symo Hybrid)
  • BYD Battery-Box HV (Fronius Symo Hybrid)
  • LG Chem RESU 7 und 10H (Fronius Symo Hybrid)

 

Power Meter (Stromzähler):

  • Fronius Smart Meter TS 65A-3
  • Fronius Smart Meter 63A-3

 

Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Bosch Smart Home