Wie viel muss man für die Dämmung investieren?

Viele Hausbesitzer entscheiden sich im Rahmen einer energetischen Sanierung für eine neue Wärmedämmung. Dabei sind die Einsparpotenziale einer effektiven Dämmung für Dach, Fassade und Keller enorm, da keine Heizenergie mehr entweichen kann. Doch erst einmal müssen Hausbesitzer investieren. Zwar können die Investitionen mit Fördermitteln reduziert werden und viele Ausgaben amortisieren sich nach ein paar Jahren dank eingesparter Heizkosten . Dennoch sollten Hausbesitzer die Sanierungskosten genau kalkulieren. Zum einen hängen die Kosten für eine Wärmedämmung wesentlich von den baulichen Gegebenheiten und dem Zustand des Hauses ab. Zum anderen unterscheiden sich auch die verschiedenen Dämmverfahren sowie die eingesetzten Dämmstoffe preislich.

 

Expertentipps für niedrige Sanierungskosten

  • Die Investitionskosten für eine neue Wärmedämmung können mit Fördermitteln von Bund, Land und Kommunen reduziert werden.
  • Sanierungskosten amortisieren sich meist nach einigen Jahren aufgrund eingesparter Heizkosten .
  • Wer mehrere Sanierungsmaßnahmen im Rahmen einer Komplettsanierung sinnvoll kombiniert, spart Mehrfachausgaben (z.B. für ein Gerüst).
  • Durch Eigenleistungen kann man Sanierungskosten reduzieren. Allerdings erfordern viele Dämmmaßnahmen das Know-how und die Erfahrung eines Experten.

 

Kosten einer Wärmedämmung im Überblick

Mit dem Sanierungsrechner können Sie Ihre Sanierung unkompliziert planen. Dazu erhalten Sie genaue Angaben zu Wirtschaftlichkeit, Energieeinsparung und Kosten einer neuen Wärmedämmung speziell für Ihr Haus. Für eine genaue Prüfung und Kostenkalkulation sollten Hausbesitzer einen Energieberater beauftragen. Folgende Angaben liefern eine erste, grobe Kosteneinschätzung für verschiedene Maßnahmen wie Dachdämmung, Fassadendämmung, Dachbodendämmung und Kellerdeckendämmung. Die Dämmstoffdicke wurde auf Grundlage der Wärmeleitstufe 035 berechnet:

 

1. Kosten einer Dachdämmung

  Dämmdicke Gesamtkosten Euro/m2

Zwischensparren
-
dämmung

20 cm 120 bis 150
Aufsparren-
dämmung
20 cm 120 bis 150
Flachdach warm 20 cm 100 bis 180
Flachdach kalt 20 cm 110 bis 180

2. Kosten einer Fassadendämmung

  Dämmdicke Gesamtkosten Euro/m2
Innendämmung 8 cm 30 bis 100

Wärmedämm-

Verbundsystem

(WDVS)

14 cm 90 bis 120

Vorgehängte
hinterlüftete
Fassade

14 cm 100 bis 200

3. Kosten einer Dachboden- und Kellerdeckendämmung

  Dämmdicke Gesamtkosten Euro/m2
Begehbare
Dachboden-
dämmung
20 cm 40 bis 55
Nicht begehbare
Dachboden-
dämmung
20 cm

24 bis 30

Kellerdecken-
dämmung
8 cm 18 bis 30

 

Förderung für die Wärmedämmung

Die KfW bietet Zuschüsse oder einen zinsgünstigen Kredit als Sanierungsförderung für die Wärmedämmung, sofern bestimmte Vorgaben eingehalten werden. Auch die Bundesländer stellen eigene Fördermittel für eine Modernisierung und Haus-Sanierung zur Verfügung. Unsere Fördermittelauskunft hilft bei der Suche nach passenden Förderprogrammen.

 

Darauf sollten Sie bei den Kosten einer Wärmedämmung achten

  • Wer sein Haus neu dämmen möchte, muss die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) berücksichtigen.
  • Wer eine KfW-Förderung für die Dämmung in Anspruch nehmen will, muss meistens strengere Vorgaben als die der EnEV einhalten.
  • Auch die Dämmstoffdicke beeinflusst die Sanierungskosten. Doch: Je dicker Sie dämmen, desto mehr Heizkosten lassen sich langfristig einsparen.

Ob eine Wärmedämmung die beste Lösung für Ihr Gebäude ist finden Sie mit Hilfe unseres Sanierungsrechners heraus.

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
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