Heizöltanks gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Größen. Welche Modelle zu Ihrer Heizung und in den Keller passen, welche Kosten beim Kauf auf Sie zukommen und was Sie bezüglich der Prüfpflicht und Wartung beachten müssen, lesen Sie hier.

 

Öltank kaufen: diese Materialien stehen zur Auswahl

Öltanks bestehen aus Kunststoff oder Stahl mit Innenhülle. Je nach den räumlichen Verhältnissen können Sie standortgefertigte Heizöltanks erwerben, die erst vor Ort passgenau zusammengebaut werden, oder Batterietanks. Letztere bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff, Polyethylen oder Polyamid und sind gegebenenfalls mit einem Stahlblechmantel verstärkt. Die kompakten Tanks passen problemlos durch enge Fenster oder Treppenhäuser und werden im Keller zu Einheiten verbunden. Ein Öltank mit 3.000 Litern nimmt in dieser modularen Bauweise ungefähr 1,5 Quadratmeter Fläche ein. Steht dieser Platz nicht zur Verfügung, kommt alternativ ein Heizöl-Erdtank infrage. Diese Öltanks bestehen aus doppelwandigem Kunststoff oder Edelstahl und lassen sich in das Erdreich vor dem Haus eingraben. Unabhängig von Material und Bauweise sind als Öltanks nur Behälter erlaubt, die bestimmten DIN-Normen entsprechen. Achten Sie darauf, dass diese Standards eingehalten werden, wenn Sie einen neuen Öltank kaufen.

Heizöltank Kunststoff

Foto: Batterietank | © Buderus

Erdtank

Foto: Erdtank | © Fotolia /fotoember

 

So finden Sie die richtige Heizöltank-Größe

Wie groß Ihr Heizöltank maximal sein kann, ist meist vom verfügbaren Platz im Keller vorgegeben. Darüber hinaus richtet sich die Tankgröße nach der zu beheizenden Wohnfläche und Ihrem individuellen Verbrauch. Damit Sie nicht zu oft nachtanken müssen, sollten Sie das Volumen nicht zu knapp kalkulieren. Weiterhin ist Ihr Budget bei der Kaufentscheidung zu berücksichtigen. Orientieren Sie sich am besten an folgenden Empfehlungen:

 

Voraussetzungen Größe des Heizöltanks und Hinweise
Einfamilienhaus mit 130 qm (ohne Dämmung) 3.000 bis 4.000 Liter
Einfamilienhaus mit 130 qm (mit Dämmung) 2.500 bis 3.000 Liter
Verbrauch Am besten ziehen Sie den Verbrauch der Ölheizung in den letzten Jahren heran und geben – falls es der Platz zulässt – ein wenig Reserve dazu.
Budget Sparen Sie nicht an der falschen Stelle und kaufen einen zu kleinen Tank: Häufiges Nachtanken ist in der Regel teurer als eine Bestellung zum günstigen Zeitpunkt.

 

 

Öltanklagerung: der richtige Standort und Vorsichtsmaßnahmen

Wie Sie Öltanks lagern dürfen, ist gesetzlich geregelt. So müssen Tanks mit einem Volumen von mehr als 5.000 Litern immer in einem separaten Raum aufgestellt werden. Kleinere Modelle dürfen sich im selben Raum wie die Heizung befinden, allerdings ist ein Mindestabstand einzuhalten. Als Hausbesitzer haften Sie übrigens für sämtliche Umweltschäden, die durch auslaufendes Heizöl entstehen. Bereits wenige Tropfen können dabei tausende Liter Grundwasser verunreinigen. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie Ihre Öltanks versichern. Eine Öltankhaftpflicht- bzw. Gewässerschadenhaftpflicht-Versicherung lässt sich bei vielen Gesellschaften schon ab etwa 30 Euro pro Jahr abschließen.


Was kosten Öltanks und wie lange halten sie?

Der Preis für einen neuen Heizöltank richtet sich nach Material, Größe und Standort. Doppelwandige Edelstahlmodelle sind teurer als einfache Kunststoffbehälter, die in einer öldichten Auffangwanne stehen. Für einen 3.000-Liter-Öltank sollten Sie mit etwa 2.000 bis 2.700 Euro kalkulieren. Bedenken Sie bei der Anschaffung, dass ein kleiner Tank zwar günstiger in der Anschaffung ist, sie aber durch das häufige Nachfüllen einen höheren Heizölpreis zahlen – mit zunehmender Abnahmemenge sinkt der Preis. Über die Haltbarkeit von Öltanks gibt es keine pauschale Aussage. Selbst wenn die Tanks nach 30 Jahren äußerlich noch tadellos aussehen, kann am Boden durch Korrosionsfraß ein Leck auftreten. Deshalb ist eine regelmäßige Überprüfung so wichtig.

Material und Größe Preis
Doppelwandiger Stahl, 3.000 Liter 2.700 Euro
Doppelwandiger Kunststoff, 3.000 Liter 2.000 Euro

 

Öltanks prüfen und reinigen – diese Vorschriften gelten

Schon um den störungsfreien Betrieb Ihrer Heizungsanlage sicherzustellen, sollten Sie etwa alle fünf Jahre eine Öltankwartung von einer Fachfirma durchführen lassen. Das ist bei oberirdischen, von einem qualifizierten Unternehmen eingebauten Öltanks zwar vom Gesetzgeber nur in Wasserschutzgebieten vorgeschrieben, aber trotzdem ratsam. Erdtanks müssen Sie von Gesetzes wegen alle 2,5 bzw. 5 Jahre prüfen lassen. Die regelmäßige Öltankprüfung kann auch verhindern, dass sich die Öltanks nicht gleichmäßig füllen oder entleeren. Oft sind hierfür durch Schmutz verstopfte Leitungen verantwortlich. Ein weiterer wichtiger Grund, den Öltank reinigen und dabei gleich eine gründliche Sichtprüfung vornehmen zu lassen. Intervalle von 5 bis 10 Jahren genügen für die Tankreinigung.


Öltanksanierung oder Öltankentsorgung?

Was tun, wenn der alte Stahl-Öltank undicht wird? Sind zwar Korrosionsschäden, aber noch keine Wanddurchbrüche erkennbar, kommt noch eine Öltanksanierung infrage. Dabei wird der Innenraum der Behälter zunächst gereinigt, die Korrosionsschäden beseitigt und eine Innenhülle als Leckschutz eingebracht. Die Kosten liegen bei 2.000 Euro aufwärts. Rechnen Sie also gut nach, ob der Kauf eines neuen Öltanks langfristig nicht günstiger ist und sich eventuell im Rahmen einer kompletten Erneuerung der Ölheizung erledigen lässt. Die Energieersparnis und die staatlichen Förderungen machen einen Heizungstausch durchaus attraktiv.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: fotoember - Fotolia.com

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